#5nach12 mit Katja Morgenthaler und Enrico Eberlein
#5nach12
Vor 4 Tagen • 57 Min.
Warum prägen Schlagzeilen oft stärker als wissenschaftliche Fakten? Wie können wir Orientierung behalten und vor allem: Wie kommen wir ins Handeln? Weshalb sollte guter Journalismus nicht beim Problem stehen bleiben, sondern konsequent nach Lösungen suchen? Darüber und mehr sprechen Katja Morgenthaler und Enrico Eberlein in der neuen Folge von #5nach12. Katja war viele Jahre für das Greenpeace Magazin tätig und ist heute Mitgründerin und Geschäftsführerin des Nachfolgers, dem unabhängigen atmo-Magazin. Gemeinsam mit ihrem Team entwickelt sie einen konstruktiven Umweltjournalismus, der Orientierung gibt, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich einordnet und gleichzeitig Hoffnung macht. 17.000 Menschen haben das Crowdfunding unterstützt, 1,34 Millionen Euro kamen zusammen. Ein beeindruckendes Zeichen dafür, wie sehr dieser Ansatz gebraucht wird. Im Gespräch geht es um Klimakommunikation, Nachhaltigkeit, gesellschaftlichen Wandel und die Verantwortung von Medien in Zeiten zunehmender Polarisierung. Katja erklärt, wie sie mit ihren eigenen Kindern über die Klimakrise spricht, warum sie Ehrlichkeit für wichtiger hält als falsche Beruhigung. Wir sprechen ebenso über Desinformation und die Frage, warum Klimaschutz eigentlich konservativ sein müsste. „Konservare heißt bewahren“, erinnert Katja. „Bewahren wir die Schöpfung oder 170 Jahre Mineralölwirtschaft? Die Entscheidung sollte nicht schwer sein.“ Außerdem diskutieren wir über den Umgang mit wissenschaftlicher Unsicherheit und die Rolle der Politik. Welche Rolle spielen Werte, Sprache und Perspektivwechsel in gesellschaftlichen Debatten? Und wie gelingt es, Orientierung zu geben, ohne zu polarisieren? Nachhaltige Transformation entsteht nicht allein durch Fakten. Sie braucht verständliche Kommunikation, unterschiedliche Perspektiven und Lösungen. Genau darum geht es bei #5nach12. Enrico Eberlein spricht regelmäßig dazu mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. „Wenn 18 Millionen Menschen einen Schritt machen, ist das mehr, als wenn wir einen einzigen Perfekten finden.“ Hören, was wirkt.