#26: Debanking: Der lange Arm der Regierung Trump
Armutszeugnis
10.04.2026 • 1 Std. 4 Min.
Zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland sind kürzlich wegen debanking in die Schlagzeilen geraten, etwa der Rechtshilfeverein Rote Hilfe. Debanking bedeutet, dass Banken ihren Kunden plötzlich die Konten kündigen. Diese Praxis ist kein neues Phänomen. Sie wird beispielsweise eingesetzt, wenn Banken vermuten, dass Geldwäsche stattfindet. Die aktuellen Fälle zeigen jedoch: Debanking gewinnt zunehmend an politischer Brisanz. Zumindest im Fall der Roten Hilfe ist klar, dass Maßnahmen der Trump-Administration Auslöser für die Kontokündigung waren. Hiesige Banken lassen sich, vermutlich auch in anderen Fällen, als verlängerter Arm der US-Regierung einspannen. Dahinter steckt unter anderem Trumps Kampagne gegen „die“ Antifa. Was genau ist debanking, welche Auswirkungen hat es, worauf können sich Banken in ihrer Praxis berufen und warum schützt die Bundesregierung die demokratische Zivilgesellschaft nicht besser vor Maßnahmen ausländischer Regierungen. Und nicht zuletzt: Was kann man gegen debanking tun? Wir beleuchten die Hintergründe von debanking und haben mit einer Betroffenen gesprochen. Ellen Händler, Vorsitzende des Bunds der Antifaschistinnen und Antifaschisten Treptow, erläutert, was debanking für ihre Vereinsarbeit bedeutet. Diese Folge haben wir wegen der Osterferien bereits am 24. März aufgenommen. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org