Folge 5 - Die BAG ASD: Wer wir sind und wofür wir uns einsetzen
ASD-Wissen
28.03.2026 • 38 Min.
In dieser Folge des ASD-Wissen-Podcasts stellt die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft ASD, Kerstin Kubisch-Piesk, die Arbeit der BAG ASD vor. Kerstin erzählt, wie sie nach dem Mauerfall beim Aufbau eines Berliner Jugendamts mitgewirkt hat und warum sie sich nach Jahren als Familienhelferin bewusst für die Rückkehr in den ASD entschieden hat. Im Gespräch geht es um die Frage, was Fachkräfte im ASD antreibt und wo ihnen die Energie ausgeht. Kerstin beschreibt, wie Überregulierung und hohe Fallzahlen dazu führen, dass Kolleginnen und Kollegen kaum noch Zeit für die eigentliche soziale Arbeit mit Familien haben. Sie spricht über die Herausforderungen im Kinderschutz, die Rolle der Dokumentation und das Problem, dass Fachkräfte im Schnitt nur zwei Jahre im ASD bleiben. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Position der BAG ASD zur Personalbemessung. Statt starrer Fallobergrenzen setzt die BAG auf eine prozessorientierte Personalbemessung, bei der Arbeitsprozesse mit realistischen Zeitwerten hinterlegt werden. Beispiele aus Bayern, Kiel und Essen zeigen, dass sich dieser Aufwand lohnt. Zum Schluss wagen beide einen Blick nach vorn: Was wünscht sich die BAG ASD für die Zukunft der sozialen Dienste? Und wie können sich Fachkräfte aus den ASDs bei der BAG engagieren?