Baby, lass uns reden!
Baby, lass uns reden!

Baby, lass uns reden!

Viktoria Nickel und Janne Funkpiratin


Podcast

Herzlich willkommen zu unserem Podcast "Baby, lass uns reden". Hier reden wir als erfahrene Hebamme und frischgebackene Mutter über alle Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und das Leben mit Kindern. Wir sind ehrlich, offen und tabulos. Mit Humor und Leidenschaft diskutieren wir über unsere eigenen Erfahrungen, und ihr bekommt Tipps und Tricks aus dem Berufsalltag der Hebamme und dem Leben als Mutter. Wir sind davon überzeugt, dass es viele verschiedene Wege gibt, um ein guter Elternteil zu sein, und wir wollen unsere Zuhörer*innen dazu ermutigen, den Weg zu finden, der am besten zu euch und euren Familien passt. In diesem Podcast teilen wir unsere Geschichten und Erlebnisse und lassen auch andere Expert*innen zu Wort kommen. Zusammen möchten wir mit euch lachen, weinen und uns gegenseitig unterstützen.

Alle Folgen

  • Haben wir zu hohe Erwartungen an unsere Kinder?

    22.04.202618:59

    Eine Folge über das ewige Vergleichen. Was kann dein Baby schon? Was meins noch nicht? Wir alle kennen das. Aber wie sinnvoll ist es eigentlich? Und hinterlässt dieses ewige Messen der kindlichen Fähigkeiten nicht auch Spuren? Die Kindliche Entwicklung ist kein Wettlauf und sollte nicht nach einer ewigen Fehlersuche ablaufen. Kann unsere Leistungsgesellschaft mit vermeintlichen Schwächen nicht fair umgehen, weil angebliche Beeinträchtigungen nicht in unsere erfolgsbasierte Erwartungshaltung passen? Entwicklungsschübe passieren bei jedem Kind individuell, Veranlagungen und Begabungen sind unterschiedlich. Durch ständig zu hohe Erwartungen an ein Kind, sabotieren wir das positive Bild, was jedes Kind eigentlich von Geburt an von sich hat. Hilfreich ist dies sicher nicht. Eine Folge, die alle Eltern und Verwandten dazu aufruft, das defizitorientierte Gefühl dem eigenen Kind gegenüber dringend abzulegen. Eure Kinder sind genau gut so, wie sie sind.

  • Auffälliger Befund - Ja zu einem Kind mit Behinderung?

    08.04.202657:43

    Wir sprechen in dieser Folge mit Steffi, die in der 20. SSW die Diagnose 'Spina Bifida' - offener Rücken bekam. In dieser Episode erzählt die Mutter ehrlich von ihren Gefühlen direkt nach dem Befund und von ihrem klaren 'Ja' zu einem Kind mit Behinderung. Obwohl ihr vom Arzt zur Abtreibung geraten wurde, setzte sie alle Hebel in Bewegung, die Prognose des Kindes zu verbessern. Nach langen, eigenen Recherchen entschieden sie und ihr Mann sich trotz der möglichen Komplikationen zu einer pränatalen OP des Babys im Mutterleib. Spina Bifida ist eine angeborene Neuralrohrfehlbildung, bei der die Wirbelbögen und das Rückenmark nicht vollständig schließen. Diese Fehlbildung tritt weltweit bei etwa 1 von 1000 Kindern auf, präventiv wird Schwangeren zur Einnahme von Folsäure geraten. Steffi berichtet, wie alleingelassen sie und ihr Mann sich gefühlt haben in dieser Zeit. Sie weist in dem Zusammenhang auf den Verein 'BFVEK' der Bundesverband zur Begleitung von Familien vorgeburtlich erkrankter Kinder hin, wo Betroffene Eltern Rat erhalten und Gleichgesinnte treffen können, um in der Phase der Unsicherheit und auch nach der Geburt Hilfe zu bekommen. In dieser Folge geht es um den unglaublichen Mut, das Baby trotz möglicher Komplikationen im Mutterleib operieren zu lassen und die Liebe von Eltern zu ihrem Kind, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht 'perfekt' ist.

  • Übungswehen, Senkwehen, Vorwehen - wie erkenne ich den Unterschied?

    25.03.202620:46

    Eine kurze, informative Folge, in der wir die unterschiedlichen Wehen und ihre Funktion erklären. Viele Eltern sind verunsichert, wenn die ersten Übungswehen zu spüren sind und können die Kontraktionen nicht wirklich einordnen. Hebamme Viktoria Nickel erklärt in dieser Episode die verschiedenen Wehen-Formen und beantwortet damit verunsicherten Eltern einige wichtige Fragen. Jede Frau geht mit Wehenschmerzen anders um, die Intensität wird individuell wahrgenommen und nicht alle der aufgezählten Wehen erleben die Frauen gleichermaßen. Diese Folge klärt auf und informiert, ihr erfahrt, wie ihr durch Bewegung eine Übungswehe erträglicher machen könnt und wann es notwendig ist, eine Ärztin oder einen Arzt hinzuzuziehen.

  • Tabuthema - Schwangerschaftsabbruch

    11.03.202644:47

    Wir sprechen diesmal über ein ganz sensibles Thema: Schwangerschaftsabbruch. Dafür haben wir uns Pia eingeladen, die uns von der Erfahrung ihrer Abtreibung berichtet. In Deutschland wurden im Jahr 2024 offiziell rund 106.000 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, wobei über 58% der Frauen zum Zeitpunkt des Abbruchs ledig waren und ca 60% der Frauen vor dem Abbruch schon ein Kind zur Welt gebracht haben. Pia wurde ungewollt schwanger und entschied innerhalb von ein paar Tagen, unter Panik und völlig übereilt, dass sie die Schwangerschaft beenden wird. Sie betont während unseres Gesprächs mehrmals, dass sie im Nachhinein bereut, sich mit der Entscheidung nicht mehr Zeit gelassen zu haben. Außerdem weist sie auf die Wichtigkeit von Beratungsgesprächen hin, sei es der enge Umkreis von Betroffenen oder auch eine weitere neutrale professionelle Beratungsstelle, um einen vorschnellen Entschluss unter kopflosen Bedingungen hinauszuzögern. Eine Entscheidung für - oder gegen eine Schwangerschaft ist individuell und jede Frau hat das Recht, über ihren Körper selbst zu entscheiden. Die Tragweite einer Abtreibung kann niemand vorher abschätzen und auch hier spielen viele individuelle Faktoren eine große Rolle. Wir wollen mit dieser Folge betroffenen Frauen Mut machen, darüber zu reden und Außenstehende unbedingt dazu aufrufen, eine ungewollte Schwangerschaft mit ggf. anschließendem Abbruch nicht zu verurteilen.

  • Leben in einer Patchworkfamilie II

    25.02.202627:31

    In dieser Doppelfolge über das Leben einer Patchworkfamilie sprechen wir mit Nancy, die zusammen mit ihrer Tochter und ihrem Partner und seiner Tochter zusammenlebt. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber bis zu 14% aller Familien in Deutschland leben in einer Patchwork Konstellation. Sie erzählt uns von den Rollen innerhalb der Familie, die jedes Familienmitglied einnimmt und inwiefern es für ihre Familie auch richtig ist, die Rolle des Vaters z.B. nicht doppelt zu besetzen. Nancy sagt ganz ehrlich, warum für frisch verliebte in einer Patchwork-Situation erstmal auf Paar-Alleinzeit verzichtet werden muss. Die Situation ist herausfordernd und die regelmäßigen Wechsel ihrer Tochter zum Vater sind sehr anstrengend. Sie betont, wie wichtig es ist, den Kindern davor und danach Ruhe zu gönnen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Die wichtigste Message von der Mutter in einer Patchworkfamilie ist, dass sich die Arbeit innerhalb der Familie lohnen kann, der Schlüssel für ein harmonisches Zusammenleben ist die Kommunikation zu allen Personen der Familie.

  • Leben in einer Patchworkfamilie I

    11.02.202627:29

    In dieser Doppelfolge erzählt Nancy ausführlich von den schönen und schwierigen Seiten im Leben einer Patchworkfamilie. Sie lebt zusammen mit ihrer Tochter und ihrem neuen Partner, der ebenfalls eine Tochter hat. Wir erfahren von Nancy, welche Bedenken sie hatte, sich zu trennen und dann später mit ihrem neuen Partner zusammenzuziehen. Wir fragen sie, wann sie gemerkt hat, dass der Zeitpunkt gekommen war und wie sie währenddessen mit ihrem Kind umgegangen ist. Die Mutter lebt in einer kleinen Gemeinde und sie erzählt, wie schwer es war, unter den Augen der Dorfbewohner ein neues Leben ohne Ehemann zu beginnen. Welche Rolle spielen bei einer Trennung mit Kind die Bedürfnisse des Kindes und inwieweit sollte man als Eltern auf seine eigenen Bedürfnisse achten? Sie spricht offen über die verletzten Gefühle aller Beteiligten und betont, wie wichtig es trotzdem ist, die Kommunikation und Nähe aufrechtzuerhalten. Ehrliche Gespräche mit dem Kind, auch Jahre nach der Trennung, sind für Nancy der Schlüssel für Verständnis und einen respektvollen Umgang miteinander.