Strigoi: Der Vampir, den die Polizei wirklich untersuchen musste
Strigoi: Der Vampir, den die Polizei wirklich untersuchen musste

Strigoi: Der Vampir, den die Polizei wirklich untersuchen musste

Blanker Horror


Vor 2 Tagen • 35 Min.

Im Januar 2004 graben sechs Männer in einem rumänischen Dorf einen 76-jährigen Toten aus. Sie öffnen den Sarg. Sie schneiden seinen Brustkorb auf. Sie nehmen sein Herz heraus, verbrennen es an einem Kreuzweg und geben die Asche einer kranken jungen Frau zu trinken. Sie sagen, sie hätten ihr damit das Leben gerettet. Sie sagen, der Mann unter der Erde sei zu einem Strigoi geworden.Das ist keine mittelalterliche Folklore. Das ist 2004. Mit Polizei, mit Gerichtsurteil – und mit rund zwanzig weiteren, ähnlichen Fällen, die im selben Dorf vorher schon stattgefunden hatten.In dieser Folge nehme ich euch mit auf eine Reise durch eine der ältesten und langlebigsten Vampirfiguren Europas: den rumänischen Strigoi. Wir klären, woher das Wort kommt (Spoiler: viel weiter zurück, als ihr denkt), warum es zwei Arten von Strigoi gibt, wie man laut Folklore zu einem wird, und wie man ihn wieder loswird. Wir reisen nach Marotinu de Sus, dem Dorf in Oltenien, in dem 2004 der wohl letzte dokumentierte Vampirmord Europas geschah. Wir sehen uns archäologische "Vampirbestattungen" in Polen, Tschechien und Venedig an. Wir verfolgen, wie aus serbischen Dorfgeschichten im 18. Jahrhundert das wurde, was wir heute "den Vampir" nennen – mit Maria Theresia, ihrem Leibarzt Gerard van Swieten und einem kaiserlichen Edikt im Zentrum. Und am Ende beantworten wir die Frage, die niemand wirklich beantworten will: Wie viel von Bram Stokers Dracula stammt eigentlich aus Vlad Țepeș? Die Antwort wird euch überraschen.Eine Vorschau auf die nächste Folge gibt es am Ende – denn Vlad Țepeș, der echte historische Pfähler, bekommt seine eigene.