DRK kreuz & quer
DRK kreuz & quer

DRK kreuz & quer

Antje Habermann


Podcast

Kreuz & quer: Durchs schöne Mecklenburg-Vorpommern und vor allem durch die Vielfalt unseres Roten Kreuzes. Herzlich willkommen! Wir sind so viel mehr als 112, Herz-Druck-Massage und Blutspende. Wir sind lebendige Vielfalt. An Aufgaben. An Menschen. Fast 40.000 Engagierte im Deutschen Roten Kreuz. Du bist eine, einer von ihnen. Dein Gesicht, das steht für diese lebendige Vielfalt. Dich und dein Engagement – das will ich zeigen. Sichtbarer machen. Greifbarer. Nahbarer. Hörbar! Ich? Bin Antje. Das ist mein Herzensprojekt. Gemeinsam mit dir und den Kollegen will ich der Welt zeigen, was wir alles Gutes tun. Warum wir machen was wir machen. Bei kreuz & quer lernst du deine Kollegen noch besser kennen. Zusammen reisen wir von Kita-Spielplatz bis Pflegeheim – von Rettungsschwimmer-Turm bis Suchhunde-Training. Du begegnest hier Menschen, die das Rote Kreuz in Mecklenburg-Vorpommern verkörpern. Kurzum: Du triffst Menschen an genau dem Ort, wo sie wirken. Lass uns doch gemeinsam HALLO sagen. Denn mit einem HALLO beginnen die besten Geschichten. Du weißt doch, Geschichten gibt es hier wie Sand im Land. Genug. Engagierte Menschen – wie Dich - auch. Kreuz & quer – der Podcast des DRK in Mecklenburg-Vorpommern.

Alle Folgen

  • Hoffentlich kommt dieser Tag nie!

    Vor 6 Tagen15:22

    Ich stehe am Rand eines Übungsgeländes bei Neubrandenburg. Zelte, Funkgeräte, verletzte Darsteller, knappe Kommandos. Von außen sieht das nach Chaos aus. In Wahrheit sitzt jeder Handgriff. Und mir geht nur ein Satz durch den Kopf: Wenn es jemals ernst wird, will ich genau diese Leute haben. Mittendrin steht Julius Abert, mein heutiger Gast und seit Kurzem mein Kollege. Seit fast zehn Jahren gehört er zum Roten Kreuz, vom Schulsanitätsdienst bis ins Landesausbildungsteam. Seit Anfang 2026 verantwortet er die Medical Task Force bei uns im Landesverband. Für ihn ist dieser Tag die erste große Übung in neuer Rolle. „Im Einsatz läuft die Zeit immer gegen uns." Diesen Satz sagt Julius mitten im Gespräch, und er erklärt fast alles über seine Arbeit. Denn die Medical Task Force (MTF) rückt an, wenn eine Lage die Kräfte vor Ort übersteigt. Wenn viele Menschen gleichzeitig Versorgung brauchen und das gewohnte System an seine Grenze kommt. Drei Dinge kann die MTF: viele Verletzte behandeln, über weite Strecken transportieren, bei Gefahrstoffen dekontaminieren. Warum steht der Zivilschutz wieder auf jeder Tagesordnung? Was verändern CBRN-Gefahren, die man weder sieht noch riecht? Und warum zählt jede Stunde Vorbereitung, lange bevor etwas passiert? Weil die Zeit eben nicht wartet, arbeitet Julius schon heute an dem Vorsprung, der im Ernstfall über alles entscheidet. Zum Schluss wird Julius deutlich und richtet einen Appell an die Politik: • Verlässlichkeit statt Denken in Legislaturperioden! • Ehrliche Fähigkeiten statt Versprechen auf dem Papier! • Faire Bedingungen für die Menschen, die dieses Ehrenamt tragen! Sein Fazit: weniger Symbolpolitik, mehr Strukturarbeit. Du hörst zu und denkst: Ich will mitmachen? Dann melde dich bei uns beim Roten Kreuz in Mecklenburg-Vorpommern. Wir freuen uns auf dich.

  • Der Brauerei-Chef am Rettungsturm?

    15.07.202615:18

    Bastian Pochstein holt sein Wasser aus 90 Metern Tiefe. Er führt die Mecklenburgische Brauerei Lübz, ein Unternehmen, das vom Bier lebt. Und er wirbt mit unserer Wasserwacht für den klaren Kopf am Strand. Auf den ersten Blick ein Widerspruch. Auf den zweiten keiner. Pochstein ist gebürtiger Schweriner, fünf Radminuten vom Zippendorfer Strand groß geworden, seit über dreißig Jahren in Rostock. Der Strand, sagt er, ist sein Lebenselixier. Carlsberg mit der Marke Lübzer und unsere DRK-Wasserwacht setzen die Kampagne „Sicher erfrischt. Gemeinsam für MV.“ fort. Diesmal rücken die Gesichter nach vorn. Steffen vom Dobbertiner See, der jede Strömung liest. Kai, unter der Woche Streife, am Wochenende am Strand. Marie-Therese, die Kindern das Schwimmen beibringt, lange bevor es tief wird. Familie Hennig aus Rostock, zwei Generationen im selben Boot. Das sind nur vier von rund 1.400. In der vergangenen Saison zogen sie 58 Menschen aus dem Wasser. Mehr als einhundertfünfundzwanzigtausend Stunden am Wasser. Freiwillig. Für deine Sicherheit. Du siehst den Rettungsturm. Was du nicht siehst: die Wochenenden, die Ausbildungen, die Stunden neben Beruf und Familie. Jetzt trägt jede Flasche der neuen Limonade LÜMO das Logo unserer Wasserwacht. Bastian Pochstein hätte diesen Platz jedem geben können. Er gibt ihn dem Ehrenamt. „Das verdient einfach Respekt und auch Anerkennung. Wir wollen von Lübz aus die Brücke schlagen. Nah dran sein, helfen, etwas zurückgeben an die Konsumenten und an die Menschen, die hier leben.“ Pochstein über die Ehrenamtlichen. Dem ist nichts hinzuzufügen. Eine starke Marke, ein starkes Ehrenamt, Seite an Seite. Für einen Sommer, in dem alle wieder gut nach Hause kommen. Und wenn du jetzt denkst, das ist dein Ding, du willst mit anpacken: Komm zur Wasserwacht. Melde dich beim DRK in deiner Nähe. Im Gespräch erfährst du, warum Bier und ein klarer Kopf für ihn zusammengehen. Was ihn an die Seite unserer Wasserwacht gebracht hat. Und woran er am Ende des Sommers merkt, dass sich das gelohnt hat. Viel Freude beim Hören. Und Prost!

  • Zwischen Luftmatratze und Lebensrettung

    28.05.202612:57

    Die Temperaturen steigen. Die ersten Menschen zieht es an die Seen. Kinder rennen barfuß über den Steg, Luftmatratzen treiben im Wasser, jemand zieht eine Kühlbox aus dem Kofferraum. Sommer. Und irgendwo, ruhig und wachsam, sitzt einer, der das Treiben beobachtet. Der weiß, wo die Strömung zieht. Der weiß, dass ein Kind bis vier, fünf Jahren nicht um Hilfe schreit, wenn es untergeht. Das einfach untergeht. Mein Gast in dieser Folge ist Steffen Beiche. Leiter der Wasserwacht im Kreisverband Parchim. Seit über 30 Jahren dabei. Einer, der das Wasser liebt, und genau deshalb weiß, was es kann. Wir reden über Binnenseen, die harmloser wirken als sie sind. Über zwei Einsätze, die Steffen nicht loslassen. Über Selbstüberschätzung, Alkohol am Wasser, Eltern mit Handy. Und über das, was moderne Wasserrettung heute ausmacht, von Subboards über elektronische Rettungsgeräte bis hin zum eigenen Körper als wichtigstem Einsatzmittel. Und natürlich: Was Menschen fürs Ehrenamt antreibt, freiwillig früh aufzustehen, Wachdienst zu schieben, Verantwortung zu tragen, während andere einfach ihren Sommertag genießen. Steffens Botschaft ist kurz und sitzt: Erst nachdenken. Dann schwimmen, tauchen, Baden gehen und Spaß haben. Viel Freude beim Hören.

  • Notfall oder Einsamkeit? Oft beides.

    13.05.202610:40

    Der Notruf klingelt. Kein Herzstillstand. Kein Unfall. Ein Mensch, der nicht mehr weiterweiß und niemanden hat, den er anrufen kann. Auch das ist Notarztarbeit 2026. Dr. Daniela Kanz macht das auf Usedom. Sie leitet den notärztlichen Dienst des DRK in Mecklenburg-Vorpommern und redet in der neuen Folge von „kreuz & quer" so, wie ich es mag: klar, direkt, ohne Hochglanzrhetorik. Ein 24-Stunden-Dienst. Mal ein Schwerstverletzter, bei dem jede Sekunde zählt. Mal ein Mensch in psychischer Krise, dem niemand helfen will oder kann. Gleiche Schicht. Gleicher Mensch. Völlig andere Anforderung. Und das System? Kratzt an seinen eigenen Grenzen. Daniela spricht darüber, warum Notärzte Deutschland verlassen. Warum der Telenotarzt mehr ist als ein technisches Upgrade. Und warum ein eigener Ärztepool beim DRK ein smarteres Modell ist, als einfach Honorarärzte zu buchen - wenn's brennt. Ihr Satz, der hängen bleibt: „Wir brauchen Ressourcen dort, wo Menschen niemanden mehr haben." Wer entscheidet, wo Notfallversorgung aufhört und gesellschaftliche Verantwortung anfängt?

  • Macht das alles noch Sinn?

    29.04.202617:25

    Wir reden viel über Sinn. Über Haltung. Über Verantwortung. Aber ganz ehrlich: Wer handelt? Ich erlebe beides: Momente, in denen Menschen sich wirklich einbringen und verbinden. Da entsteht viel Klarheit und Kraft. Auf der anderen Seite ist da der Alltag, in dem viele sich zurückziehen. Warten. Zusehen. Genau darum geht’s in diesem Gespräch in der neuen Podcastfolge. Mein Gast: Jörg Klingohr. Sozialhydrauliker – so nennt er sich selbst. Wir sprechen darüber, was Menschen wirklich antreibt, sich einzubringen - und warum heute genau das brüchig wird. Ehrenamt? Nö, kein Extra. Eher der Puls, der zeigt, ob unsere Gesellschaft noch schlägt. Und Führung? Funktioniert nicht mehr über Ansagen von oben. Heute geht’s eher darum, als Führungskraft mehr „Begeisterungscoach“ zu sein: Seine Energie, Freundlichkeit und Motivation an Mitarbeitende zu verschenken. Jörg kennt das gut. Er ist selbst erfolgreicher Unternehmer, Comedian und Wirtschaftspsychologe. „Sei ein verantwortlicher Enthusiast.“ Das sagt Jörg. Das gefällt mir. Bist du einer? Dieses Gespräch meint dich. Mich, uns alle.

  • Was passiert hinter der Sirene?

    14.04.202638:17

    Wenn die Sirene losgeht, vertraust du. Aber weißt du eigentlich, worauf? Ein Martinshorn zerreißt die Nacht. Ein Rettungswagen kämpft sich durch den Verkehr. Du siehst den Einsatz. Selten aber das System dahinter. In der neuen Folge von DRK „kreuz und quer“ spreche ich mit René Kieselmann – Jurist und Rettungsdienstler. Einer, der beide Welten kennt: Paragrafen und Praxis, Schreibtisch und Einsatzstelle. René macht etwas sehr klar: Es geht um mehr als Rettungsdienst. Es dreht sich um ein feinaustariertes Hilfeleistungs-System. Das nur funktioniert, wenn alles ineinandergreift: Rettungsdienst. Katastrophenschutz. Ehrenamt Und: René legt den Finger in die Wunde: Wenn Rettungsdienst wie eine x-beliebige Dienstleistung behandelt wird, kippt das System. Wenn der Preis entscheidet, verlieren Qualität und Verlässlichkeit. Wenn Strukturen brechen, trifft es nicht nur Organisationen – sondern Menschen. Was braucht es also, damit das System auch morgen stabil bleibt? Drei klare Antworten: Qualität. Resilienz. Wirtschaftlichkeit. Nicht gegeneinander, sondern im Gleichgewicht. Und der wichtigste Punkt: Dieses System lebt von Menschen. Im Beruf. Im Ehrenamt. Viel Freude beim Hören.