Warum Josef Hader übers Kinderfressen lachen kann
Ein Bayer und ein Halber – historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl
26.03.2026 • 45 Min.
In seiner Heimat ist er eine Kabarett- und Schauspiel-Legende, im deutschsprachigen Raum einer der bekanntesten Österreicher überhaupt: Josef Hader. In Folge 15 des History-Podcasts „Ein Bayer und ein Halber“ hat ihn Johannes Munzinger zu Gast. Gemeinsam reflektieren sie über die Unterschiede zwischen bayerischem und österreichischem Humor. Sie erkunden die historische Entwicklung der Satire und bedeutende Figuren wie Jonathan Swift und Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Hader spricht außerdem über die Herausforderungen moderner Satiriker und die gesellschaftliche Relevanz von Humor. Die Katastrophe ist eingetreten. Dr. Richard Loibl musste seinen monatlichen Auftritt im History-Podcast „Ein Bayer und ein Halber“ aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. Aber er konnte noch einen (fast) adäquaten Ersatz organisieren. Immerhin: Derjenige, der diesen Monat Dr. Loibls Platz im Studio einnimmt, ist auch Träger der Bayerischen Sprachwurzel und damit ausgewiesener Verfechter des Dialekts. Aber: Er ist kein Bayer. Willkommen also zur ersten – und hoffentlich einzigen – Folge von „(K)ein Bayer und ein Halber – Historische Zeitreisen ohne Dr. Richard Loibl“. In seiner Heimat ist er eine Kabarett- und Schauspiel-Legende, im deutschsprachigen Raum einer der bekanntesten Österreicher überhaupt: Josef Hader gibt sich die Ehre. Zusammen mit MGB-Redakteur und Halbösterreicher Johannes Munzinger nimmt er sich im Podcast eines ernsten Themas an: Humor. Zu zweit erkunden die beiden die vermeintlichen Eigenheiten und Unterschiede des bayerischen und österreichischen Humors, die Geschichte des Kabaretts und die Bedeutung der Satire als Mittel der Auflehnung gegen die Obrigkeit. Im Gepäck hat Johannes Munzinger einige steile Thesen. Zum Beispiel: Ist der Hofnarr, der ursprünglich quasi ein lebendes religiöses Symbol war, nicht der legitime Vorfahre des Kabarettisten? Dabei erklärt Josef Hader, warum der Schelmenroman „Der abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“ auch nach über 450 Jahren wichtig und lustig ist. Außerdem verrät Hader, warum man ihn in manchen kroatischen Orten für den Dorftrottel hält – und warum ihn ein Text über die wirtschaftlichen Vorteile des Kinderfressens zum Lachen bringt. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de.