EINHEIT GUT, ALLES GUT
EINHEIT GUT, ALLES GUT

EINHEIT GUT, ALLES GUT

Toni Willkommen


Podcast

EINHEIT GUT, ALLES GUT ist ein Podcast über Menschen, den Osten und den Weg zur Gleichberechtigung zwischen Ost und West. In diesem Podcast spreche ich mit inspirierenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft - meistens mit ostdeutscher Herkunft. Wir sprechen aus unterschiedlichen Perspektiven darüber, wie es um Ostdeutschland steht, welche Chancen und Herausforderungen auch noch zahlreiche Jahre nach der Wiedervereinigung bestehen und was wir als Gesellschaft tun müssen, um diesem Aspekt in der Diversitätsdiskussion mehr Gewicht zu verleihen. Ein Podcast mit persönlichen Geschichten und dem Blick nach vorn. Jeden Monat neu. Stay tuned!

Alle Folgen

  • Prof. Matthias Quent | Vor den Ost-Landtagswahlen: Warum Ohnmacht die AfD stark macht

    04.09.202641:54

    Prof. Matthias Quent gehört zu den profilierten deutschen Forschern zu Rechtsextremismus, Radikalisierung und Demokratie. Der Soziologe beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, warum rechtsextreme Einstellungen und Bewegungen gesellschaftlich an Einfluss gewinnen, mit einem besonderen Blick auf Ostdeutschland. In seinem neuen Buch „Keine Macht der Ohnmacht“ untersucht Prof. Quent, warum Menschen auf Krisen mit Kampf, Flucht oder Erstarrung reagieren, und weshalb Demokratie eigentlich ein Anti-Ohnmachts-System ist, obwohl sie uns zugleich zumutet, einen Teil unserer Machtlosigkeit auszuhalten. In dieser Folge sprechen wir über die multiplen Krisen: Kriege, Klimakrise, wirtschaftliche Unsicherheit, politische Polarisierung: Viele Menschen erleben die Gegenwart als Dauerkrise und haben gleichzeitig das Gefühl, selbst kaum etwas verändern zu können. Was macht diese Ohnmacht mit unserer Demokratie? Und warum profitieren gerade rechtsextreme und autoritäre Kräfte davon? Wir sprechen darüber, wie Angst in Wut umschlägt, warum Anerkennung und politische Repräsentation so wichtig sind und weshalb die AfD nicht nur Ängste bedient, sondern ihren Anhängern auch Gemeinschaft, Hoffnung und das Gefühl von Selbstwirksamkeit vermittelt. Und wir schauen auf die politische Gegenwart: Warum ist die AfD gerade in Ostdeutschland so stark? Was sagen die anstehenden Landtagswahlen über den Zustand unserer Demokratie aus? Und wie lässt sich verhindern, dass der Aufstieg der extremen Rechten auch ihre Gegner in Resignation und Rückzug treibt?

  • Robert Dahl | Der Chef der Karls Erlebnisdörfer über Erdbeerkverkauf, Unternehmertum und Ostdeutschland

    25.08.202651:42

    Robert Dahl ist Unternehmer, Macher und der Kopf hinter Karls. Anfang der 1990er-Jahre begann er in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Erdbeeranbau. Aus dem Verkauf von Erdbeeren entstand über die Jahre eine der bekanntesten Freizeit- und Familienmarken Deutschlands – mit Erlebnis-Dörfern, Hotels und immer neuen Plänen für weiteres Wachstum. In dieser Folge von EINHEIT GUT, ALLES GUT sprechen wir darüber, wie aus einer einfachen Idee ein großes Unternehmen wird und warum Robert offenbar wenig davon hält, sich selbst Grenzen zu setzen. Wie viel Mut und wie viel Risiko braucht Unternehmertum? Wie trifft Robert Entscheidungen? Was treibt ihn an, immer weiter zu wachsen? Wo liegen die Grenzen von Karls, wenn es überhaupt welche gibt? Und was hat er aus mehr als drei Jahrzehnten Unternehmertum gelernt? Außerdem sprechen wir über Mecklenburg-Vorpommern und seinen Blick auf Ostdeutschland: Was hat sich seit den 1990er-Jahren verändert? Was läuft besser, als oft erzählt wird? Was fehlt dem Osten noch? Und warum braucht es vielleicht gerade hier mehr Menschen, die einfach anfangen und groß denken? Eine Folge über Erdbeeren und Unternehmertum, über Wachstum, Heimat und Risiko.

  • Thomy Roecklin | Wie in Leipzig eines der erfolgreichsten Weiterbildungsunternehmen Deutschlands entsteht

    21.07.202641:53

  • Marco Weicholdt | Der Gründer des MACHN-Festivals über die Idee hinter dem erfolgreichsten Zukunftsfestival des Ostens

    22.06.202640:54

    Marco Weicholdt ist Gründer des Zukunftsfestivals MACHN. Als Unternehmer, Netzwerker und Mitinitiator des Festivals arbeitet er seit Jahren daran, Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zusammenzubringen. Aus einer mutigen Idee ist eines der spannendsten Innovations- und Zukunftsfestivals Deutschlands entstanden. Wir sprechen über die unterschätzten Chancen Ostdeutschlands, die Entstehung und Entwicklung des MACHN-Festivals sowie die Bedeutung von Unternehmertum für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Marco erzählt, warum er bewusst auf Mitteldeutschland setzt, welche Geschichten über den Osten falsch erzählt werden, was ihn an der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung beschäftigt und was seine Lieblingsmomente aus fünf Jahren MACHN sind.

  • Sylvia Pfefferkorn | Mit „Wirtschaft für ein Weltoffenes Sachsen" für Demokratie als Standortfaktor

    13.05.202646:18

    Sylvia Pfefferkorn ist Vize-Vorstandssprecherin im Verein „Wirtschaft für ein Weltoffenes Sachsen". Die Organisation unterstützt Unternehmen konkret bei der Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten und stärkt so Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit im Freistaat. Seit 2016 übernehmen die Mitgliedsunternehmen sichtbar gesellschaftliche Verantwortung und bekennen sich öffentlich zu Weltoffenheit, Internationalität und einem starken Wirtschaftsstandort, von dem die gesamte Gesellschaft profitiert. In dieser Folge sprechen wir über Sylvia Pfefferkorns persönlichen Weg, über den der SPIEGEL schreibt, er sei geprägt von vielen Umbrüchen und Wendungen. Wir sprechen über das Spannungsfeld, in dem sich das Bundesland Sachsen bewegt: wirtschaftlich erfolgreich und zugleich politisch angespannt und polarisiert. Wie geht das zusammen, welche Verantwortung haben UnternehmerInnen dabei? Und wir sprechen über die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des von ihr mitgegründeten Vereins: wie kann er Unternehmen konkret unterstützen? Wie viele Unternehmen bekennen sich? Wo hakt es noch? Ein spannender Blick in mein Heimatbundesland.

  • Benjamin Fredrich | Der Gründer des Katapult-Magazins über Lokaljournalismus und die Stärkung der Demokratie im Osten

    13.04.202653:34

    Wie baut man demokratische Öffentlichkeit dort auf, wo Redaktionen verschwinden und politische Spannungen wachsen? In dieser Folge spreche ich mit Benjamin Fredrich, geboren 1985 in Greifswald, dem Gründer des Medienhauses Katapult, über die Kraft von lokalem Journalismus, unternehmerische Verantwortung und die politische Lage in Ostdeutschland. Was einst als studentisches Projekt mit Karten und Infografiken begann, ist heute ein Verlag mit mehreren Redaktionen. Mit Katapult MV und Katapult Sachsen versucht er, regionalen Journalismus neu aufzubauen. Sein Anspruch: Medien nicht nur als Beobachter zu verstehen, sondern als demokratische Infrastruktur. Im Gespräch geht es um die Entscheidung, bewusst in Mecklenburg-Vorpommern zu bleiben, den politischen Druck in Wahljahren und den Umgang mit der Alternative für Deutschland, die Frage, wie viel Haltung Journalismus braucht, und um die persönliche Seite eines Gründers, der vom Politikwissenschaftler zum Medienunternehmer wurde. Ein Gespräch über Verantwortung, Risiko und darüber, ob Lokaljournalismus tatsächlich ein Hebel für demokratische Stabilität sein kann.