EINHEIT GUT, ALLES GUT
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EINHEIT GUT, ALLES GUT

Toni Willkommen


Podcast

EINHEIT GUT, ALLES GUT ist ein Podcast über Menschen, den Osten und den Weg zur Gleichberechtigung zwischen Ost und West. In diesem Podcast spreche ich mit inspirierenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft - meistens mit ostdeutscher Herkunft. Wir sprechen aus unterschiedlichen Perspektiven darüber, wie es um Ostdeutschland steht, welche Chancen und Herausforderungen auch noch zahlreiche Jahre nach der Wiedervereinigung bestehen und was wir als Gesellschaft tun müssen, um diesem Aspekt in der Diversitätsdiskussion mehr Gewicht zu verleihen. Ein Podcast mit persönlichen Geschichten und dem Blick nach vorn. Jeden Monat neu. Stay tuned!

Alle Folgen

  • Benjamin Fredrich | Der Gründer des Katapult-Magazins über Lokaljournalismus und die Stärkung der Demokratie im Osten

    13.04.202653:34

    Wie baut man demokratische Öffentlichkeit dort auf, wo Redaktionen verschwinden und politische Spannungen wachsen? In dieser Folge spreche ich mit Benjamin Fredrich, geboren 1985 in Greifswald, dem Gründer des Medienhauses Katapult, über die Kraft von lokalem Journalismus, unternehmerische Verantwortung und die politische Lage in Ostdeutschland. Was einst als studentisches Projekt mit Karten und Infografiken begann, ist heute ein Verlag mit mehreren Redaktionen. Mit Katapult MV und Katapult Sachsen versucht er, regionalen Journalismus neu aufzubauen. Sein Anspruch: Medien nicht nur als Beobachter zu verstehen, sondern als demokratische Infrastruktur. Im Gespräch geht es um die Entscheidung, bewusst in Mecklenburg-Vorpommern zu bleiben, den politischen Druck in Wahljahren und den Umgang mit der Alternative für Deutschland, die Frage, wie viel Haltung Journalismus braucht, und um die persönliche Seite eines Gründers, der vom Politikwissenschaftler zum Medienunternehmer wurde. Ein Gespräch über Verantwortung, Risiko und darüber, ob Lokaljournalismus tatsächlich ein Hebel für demokratische Stabilität sein kann.

  • Martin Fuchs | Der Politikberater über den Einfluss von Social Media auf Politik und Wahlen

    08.03.202653:09

    Martin Fuchs ist Politikberater und Experte für digitale Kommunikation mit besonderem Fokus auf Social Media und Wahlkampfstrategien. Er berät seit vielen Jahren Politiker:innen, Parteien und Institutionen dabei, ihre Botschaften in einer zunehmend digitalen Öffentlichkeit zu platzieren. Aufgewachsen in Ostdeutschland, verbindet er biografische Erfahrung mit professioneller Analyse politischer Dynamiken. Sein Blick auf Politik ist geprägt von Transformations­erfahrungen der Nachwendezeit und den gesellschaftlichen Umbrüchen im Osten. Im Podcast spricht er über die aktuellen ostdeutschen Landtagswahlen und die besonderen politischen Stimmungen in der Region. Zudem sprechen wir über das Zusammenspiel von Social Media und Demokratie – und die Frage, wie sehr Plattformen heute Wahlausgänge beeinflussen. Fuchs gibt Einblicke hinter die Kulissen moderner Politikberatung und erklärt, wie strategische Kommunikation entsteht. Dabei geht es auch um Politiker:innen, die das „Social-Media-Game“ beherrschen – und um jene, die daran scheitern - und wie sich Ostdeutschland dabei verhält.

  • Sabine Werth | Die Gründerin der Tafel Deutschlands über soziale (Un-)Gerechtigkeit, Ehrenamt und Würde

    16.02.202651:27

    Sabine Werth, in Ost-Berlin geboren, ist Mitgründerin der Berliner Tafel und eine der prägenden Stimmen für zivilgesellschaftliches Engagement in Deutschland. 1993 rief sie gemeinsam mit Mitstreiter:innen die erste Tafel ins Leben – aus einer einfachen Idee heraus: überschüssige Lebensmittel retten und Menschen in Not unterstützen. Was als pragmatische Initiative begann, wurde zu einer Bewegung mit bundesweiter Wirkung. Für ihr Engagement wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. In dieser Folge sprechen wir über ihr Aufwachsen und die prägenden Erfahrungen ihrer Kindheit, die Gründung der Berliner Tafel in einer Zeit des Umbruchs, über Armut und Würde in Deutschland sowie über ihren Blick auf Ostdeutschland 35 Jahre nach der Wiedervereinigung Ein Gespräch über Engagement, Haltung – und die Frage, was eine Gesellschaft im Innersten zusammenhält.

  • Thuy-Ngan Trinh | Vom Kind vietnamesischer DDR-Gastarbeiter zur Tech-Geschäftsführerin in Berlin

    22.01.202646:14

    Thuy-Ngan Trinh ist Unternehmerin und Managerin an der Schnittstelle von Wirtschaft und gesellschaftlicher Gestaltung. Sie ist in Dresden als Tochter vietnamesischer Vertragsarbeiter aufgewachsen und wurde früh von den Erfahrungen der Nachwendezeit geprägt. Heute arbeitet sie mit schnell wachsenden Unternehmen in Deutschland und Europa und beschäftigt sich intensiv mit Fragen von Unternehmertum und Transformation. Ostdeutschland versteht sie nicht nur als Teil ihrer Biografie, sondern als Zukunftsraum, der Mut und aktives Gestalten braucht. In dieser Folge sprechen wir über die Erinnerungen und Prägungen ihrer Kindheit, über die vietnamesische Community, über ihren aktuellen Blick und die Chancen Ostdeutschlands - und über eines unserer absoluten DDR-Lieblingsgerichte ;)

  • Doreen Schimk | Der Sommer 1988 und die Entscheidung zur Flucht aus der DDR

    13.12.202546:06

    Doreen Schimk zählt zu den erfolgreichsten Musikmangerinnen Deutschlands. Zuletzt wirkte sie als Co-President von Warner Music Central Europe. Sie ist in der DDR aufgewachsen – in Sachsen, geprägt vom Alltag eines sozialistischen Staates und vom Leistungssport. 1988, mit 17 Jahren, nutzt sie einen Trainingsaufenthalt in Ungarn zur Flucht in den Westen. Eine spontane Entscheidung, die ihr Leben grundlegend verändert. In dieser Folge sprechen wir über ihre Jugend in der DDR, über Sport, über den Moment der Flucht und das Ankommen in einem neuen System. Und darüber, wie diese Erfahrung von Umbruch und Neuanfang und ihr Aufwachsen in der DDR sie bis heute prägen. Ein sehr persönliches Gespräch über Freiheit, Mut und Wertvorstellungen.

  • Viola Klein | Von der DDR-Kindergärtnerin zu einer der erfolgreichsten Tech-Unternehmerinnen Ostdeutschlands

    03.11.202545:04

    Viola Klein arbeitete in der DDR als Kindergärtnerin und trat aus ideologischer Überzeugung aus der SED aus. Nach der Wende gründete sie mit einem Partner eine Software-Firma, Saxonia Systems, die sie 2021 erfolgreich an Zeiss verkauft. Heute ist sie engagierte Netzwerkerin, Mentorin und Stimme für mehr Chancengerechtigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie man ohne Tech-Hintergrund ein Softwareunternehmen aufbaut, wie sich Karrierewege in Ostdeutschland oft anders entwickeln als im Westen, und warum Verantwortung für Viola Klein nicht mit einem erfolgreichen Exit endet. Wir reden über Mut in Zeiten des Umbruchs, über Solidarität statt Ellenbogen und darüber, was aus zwei Systemen bleibt, wenn man sie beide erlebt hat.