Alles Echo oder was?
Vor 4 Tagen•0:01
In der Natur dient das Echo vielen Tieren zur Orientierung. Stehen wir jedoch z.B. an einem Waldrand, dann gilt: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Anders ausgedrückt: Man hört sich selbst. So ein Echo kann Spaß machen, doch wird es zum Problem, wenn unsere Kommunikation insgesamt nur noch dazu dient, dass wir uns selbst hören. In der Folge nämlich leben wir dann in „Blasen“, in denen wir uns vorwiegend nur noch selbst wahrnehmen und uns in „Echoräumen“ selbst bestärken. Das Phänomen selbst ist alt, doch die sogenannten „Sozialen Medien“ und dazugehörige Algorithmen verstärken dies. Umso wichtiger ist es zu schauen, wo es Begegnungsräume gibt, in denen unterschiedlichste Menschen aufeinandertreffen und im besten Falle zu echter, konstruktiver, weiterführender Kommunikation finden. Mehr noch: Wo und wie können wir solche Räume schaffen? Wenn es nur noch ums Rechthaben geht, kommen wir nicht wirklich voran – weder als Einzelne noch als Gesellschaft. In der Begegnung mit fundamentalistischen Positionen jedoch stoßen wir unweigerlich an unsere Grenzen. Und was dann? Irgendwo in diesem Raum zwischen Echo, Blase und echter Verständigung bewegen wir uns in dieser Episode. Dabei stoßen wir auf viele Ideen. Überhaupt: Wie wär’s mal mit Ikkimel beim nächsten Kirchenkonzert?