Erklär mir Pop
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Podcast

In welchem politischen Kontext ist ein Song entstanden? Warum hat der Gitarrist das Solo so und nicht anders gespielt? Was macht die Band heute? Prof. Udo Dahmen, künstlerischer Direktor a.D. der Popakademie Mannheim und Berater für Popländ Baden-Württemberg erklärt jede Woche die Hintergründe eines großen Songs der Popmusikgeschichte.

Alle Folgen

  • „Chuck E.'s in Love“ von Rickie Lee Jones

    09.06.20266:20

    Der Titel hat eindeutig Ohrwurmqualitäten. Er ist auf dem Debutalbum von Rickie Lee Jones veröffentlicht und kletterte auf Platz 4 der US Charts. Besonders die klare, frische Stimme von Rickie Lee Jones begeistert das Publikum bis heute. Jahrelang war die Songwriterin in diversen Clubs von Los Angeles aufgetreten und deshalb gut vernetzt in der Szene. Auf dem Album sind deshalb bekannte Namen zu lesen wie Steve Gadd oder Dr. John.

  • „Sie brauchen keinen Führer“ von Udo Lindenberg

    05.06.20268:32

    Wenn über Udo Lindenberg gesprochen wird, fallen meist Titel wie „Sonderzug nach Pankow“, „Wozu sind Kriege da“ oder zuletzt „Komet“. Doch zum 80. Geburtstag lohnt sich auch der Blick auf weniger bekannte Songs. „Sie brauchen keinen Führer“ erschien 1984 auf dem Album „Götterhämmerung“ und setzt sich mit Rechtsextremismus und populistischen Strömungen auseinander. Erstaunlich ist, wie aktuell der Text heute noch ist. Was dieser Song über den politischen Künstler Udo Lindenberg erzählt, darüber sprechen wir mit unserem Experten für Popmusik Udo Dahmen.

  • „Berghain“ von Rosalía

    22.05.20268:07

    Die katalanische Sängerin Rosalía ist seit Jahren bekannt dafür, dass sie virtuos mit den Genres spielt: Flamenco und Latin-Pop mixt sie mit Pop, Hip-Hop oder Raggaeton und bringt so frischen Wind in den Mainstream-Pop. In ihrem Song „Berghain“ geht sie noch einen Schritt weiter und verbindet elektronische Sounds mit orchestralen, barocken Arrangements und singt dazu in verschiedenen Sprachen.

  • „Diamonds & Rust“ von Joan Baez

    15.05.20267:22

    Mit ihrem sechzehnten Studioalbum aus dem Jahr 1975 schenkte Joan Baez der Welt ein Werk, das nicht nur musikalisch glänzt, sondern auch seelisch nachhallt. Der titelgebende Song „Diamonds & Rust“ ist mehr als nur eine nostalgische Ballade. Mit beeindruckender Ehrlichkeit blickt Joan Baez auf die Beziehung zwischen ihr und Bob Dylan zurück. Zusammen waren sie in den frühen 1960er-Jahren das „Traumpaar“ der US-Folk-Szene, sowohl musikalisch als auch privat.

  • „Nightingale Lane“ von der britischen Sängerin Raye

    08.05.20267:57

    „Nightingale Lane“ wurde am 27. März 2026 auf Rayes zweitem Studio-Album „This Music May Contain Hope“ veröffentlicht. Im Text der Ballade geht es um eine sehr persönliche Erinnerung an eine frühere Liebe – hier im Londoner Stadtteil Tooting, wo sich die Nightingale Lane befindet, ist Raye aufgewachsen und hier hat sie offensichtlich auch ihre große Liebe verloren. Die Sängerin hat den Song gemeinsam mit Tom Richards und Chris Hill geschrieben. Teile davon wurden mit Orchester im Abbey Road Studio aufgenommen und von Tom Richards dirigiert. Raye hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten und ist für ihre herausragende Stimme und die Mischung aus Soul, R&B, Jazz und Pop bekannt. Sie begann schon früh Songs zu schreiben und zu performen. Mit 14 Jahren besuchte sie für zwei Jahre die BRIT School – eine weiterführende Schule für Darstellende Künste und Technologie in Selhurst in London, an der auch Adele und Amy Winehouse unterrichtet wurden. Parallel arbeitete sie zudem in Songwriting-Sessions mit anderen Künstlerinnen und Künstlern.

  • „Man in the Box“ von der Grunge-Band Alice in Chains

    29.04.20268:11

    Neben Nirvana und Pearl Jam gehört Alice in Chains zu den bekanntesten und erfolgreichsten Vertretern des Grunge, einer Rockmusik, die sich in den 1990er Jahren in Seattle entwickelt hat. Viele dieser Bands hatten ein typisches Punkoutfit, sagt der Mannheimer Popexperte Udo Dahmen. Songs und Musik seien von Schwermütigkeit geprägt und von einer deutlichen Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft. Alice in Chains verstanden sich vor allem als „Metalband“, die in Black Sabbath und Deep Purple ihre Vorbilder sah. Das Stück „Man in the Box“ beschreibt einen Menschen, der in einem Stall gefangen ist. Ein Bild für die Manipulation und Gleichschaltung der Öffentlichkeit durch Zensur. Der Song wurde im Januar 1991 als Single veröffentlicht und 1992 für einen Grammy Award für die beste Hard-Rock-Performance nominiert.