Erklär mir Pop
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Podcast

In welchem politischen Kontext ist ein Song entstanden? Warum hat der Gitarrist das Solo so und nicht anders gespielt? Was macht die Band heute? Prof. Udo Dahmen, künstlerischer Direktor a.D. der Popakademie Mannheim und Berater für Popländ Baden-Württemberg erklärt jede Woche die Hintergründe eines großen Songs der Popmusikgeschichte.

Alle Folgen

  • „Bullet with Butterfly Wings“ - Smashing Pumpkins

    16.07.20268:23

    Der Song der US-amerikanischen Band „Smashing Pumpkins“, was so viel wie zerschmetternde Kürbisse heißt, erschien im Jahr 1995 auf dem Album „Melon Collie and the Infinite Sadness“. Sänger Billy Corgan verarbeitet in der Grammy-prämierten Hymne des Alternative Rock die Fremdbestimmg im Musikbusiness. Mit der prägenden Textzeile über das Dasein als „Ratte im Käfig“ fängt der Song das Gefühl einer ganzen Generation ein und ist ein zeitloser Meilenstein der 90er-Jahre.

  • „Landline“ von Alice Merton

    09.07.20267:33

    Erschienen ist der Titel auf dem 2026 veröffentlichten Album „Visions“. Mit „Landline“, auf Deutsch „Festnetzanschluss“, wählt Alice Merton ein Bild, das auf den ersten Blick aus der Zeit gefallen scheint. Doch genau darin liegt der Reiz des Songs: Er erzählt von Nähe und Distanz, von Erinnerungen und dem Wunsch nach einer Verbindung, die Bestand hat. Unser Popmusikexperte Udo Dahmen ordnet den Song für uns ein: Was macht „Landline“ musikalisch aus? Welche Entwicklung zeigt Alice Merton als Songwriterin? Und warum trifft gerade das altmodische Bild eines Festnetztelefons den Nerv der Gegenwart?

  • „Complication“, The Monks

    03.07.20266:18

    Verzerrte Gitarrensounds und herausgeschriene Texte von einer Band, die sich die Mönche nennt, das galt in den 1960ern als reine Provokation. Nicht nur wegen des eigenwilligen Musikstils, sondern auch wegen des Auftretens von "The Monks": kurze Haare, schwarze Kleidung, Tonsur und anstatt einer Krawatte einen Strick um den Hals. Gegründet wurde die Band von US-Soldaten, die nach ihrem Wehrdienst in Deutschland blieben. Und obwohl die Band nur wenige Jahre bestand, hat sie den deutschen Musikmarkt aufgemischt und neue Maßstäbe in der Popkultur gesetzt. Für viele Musiker und Fans gelten „The Monks“ als Wegbereiter des Punk.

  • „Fabienk“ - Angine de Poitrine

    19.06.20267:46

    Die beiden Musiker, die unter den Pseudonymen Khn und Klek de Poitrine auftreten, verbinden mikrotonale Klänge mit komplexen Rhythmen. Auf der Bühne inszenieren sich die kanadischen Musiker als geheimnisvolle Phantasiewesen mit schwarz-weiß gepunkteten Kostümen und riesigen Pappmaché-Masken.

  • „Chuck E.'s in Love“ von Rickie Lee Jones

    09.06.20266:20

    Der Titel hat eindeutig Ohrwurmqualitäten. Er ist auf dem Debutalbum von Rickie Lee Jones veröffentlicht und kletterte auf Platz 4 der US Charts. Besonders die klare, frische Stimme von Rickie Lee Jones begeistert das Publikum bis heute. Jahrelang war die Songwriterin in diversen Clubs von Los Angeles aufgetreten und deshalb gut vernetzt in der Szene. Auf dem Album sind deshalb bekannte Namen zu lesen wie Steve Gadd oder Dr. John.

  • „Sie brauchen keinen Führer“ von Udo Lindenberg

    05.06.20268:32

    Wenn über Udo Lindenberg gesprochen wird, fallen meist Titel wie „Sonderzug nach Pankow“, „Wozu sind Kriege da“ oder zuletzt „Komet“. Doch zum 80. Geburtstag lohnt sich auch der Blick auf weniger bekannte Songs. „Sie brauchen keinen Führer“ erschien 1984 auf dem Album „Götterhämmerung“ und setzt sich mit Rechtsextremismus und populistischen Strömungen auseinander. Erstaunlich ist, wie aktuell der Text heute noch ist. Was dieser Song über den politischen Künstler Udo Lindenberg erzählt, darüber sprechen wir mit unserem Experten für Popmusik Udo Dahmen.