Erklär mir Pop
Erklär mir Pop

Erklär mir Pop

SWR


Podcast

In welchem politischen Kontext ist ein Song entstanden? Warum hat der Gitarrist das Solo so und nicht anders gespielt? Was macht die Band heute? Prof. Udo Dahmen, künstlerischer Direktor a.D. der Popakademie Mannheim und Berater für Popländ Baden-Württemberg erklärt jede Woche die Hintergründe eines großen Songs der Popmusikgeschichte.

Alle Folgen

  • „Man in the Box“ von der Grunge-Band Alice in Chains

    Vor 5 Tagen8:11

    Neben Nirvana und Pearl Jam gehört Alice in Chains zu den bekanntesten und erfolgreichsten Vertretern des Grunge, einer Rockmusik, die sich in den 1990er Jahren in Seattle entwickelt hat. Viele dieser Bands hatten ein typisches Punkoutfit, sagt der Mannheimer Popexperte Udo Dahmen. Songs und Musik seien von Schwermütigkeit geprägt und von einer deutlichen Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft. Alice in Chains verstanden sich vor allem als „Metalband“, die in Black Sabbath und Deep Purple ihre Vorbilder sah. Das Stück „Man in the Box“ beschreibt einen Menschen, der in einem Stall gefangen ist. Ein Bild für die Manipulation und Gleichschaltung der Öffentlichkeit durch Zensur. Der Song wurde im Januar 1991 als Single veröffentlicht und 1992 für einen Grammy Award für die beste Hard-Rock-Performance nominiert.

  • Guano Apes – „Open your Eyes“

    24.04.20266:32

    Ein Song wie ein Paukenschlag – „Open your eyes“ von der Crossover-Band Guano Apes, einer Band aus Göttingen, die mit dieser ersten Singleauskopplung ihres Debütalbums „Proud like a God“ 1997 für Furore sorgte. Der Song erreichte Platz 5 der deutschen Charts, blieb 30 Wochen in den Top 100 und erreichte Goldstatus. Guano Apes wurden außerdem mit vielen Preisen ausgezeichnet und machten in der Folge auch international Karriere. Den Text von „Open your eyes“ schrieb Sängerin Sandra Nasic, die Musik komponierte die Band. Bis heute ist „Open your eyes“ der erfolgreichste Song der Guano Apes.

  • „Joy Chant“ – Ritueller Groove mit Schlagwerk und Saxophon

    16.04.20268:02

    Die dänisch-amerikanische Perkussionistin Marilyn Mazur hat mit vielen namhaften Musikern zusammengearbeitet – bei diesem Titel ist es der Saxophonist Jan Garbarek. Er bewegt sich mit seinen Tönen auf einem Klangteppich, den Marilyn Mazur mit verschiedenen, zum Teil selbst gebauten perkussiven Instrumenten erzeugt. Pop-Experte Udo Dahmen schätzt besonders ihre Experimentierfreude und das Engagement für Frauen in der Musikszene. Bis zu ihrem Tod im vergangenen Dezember spielte Marilyn Mazur in der komplett weiblich besetzten Band „Shamania“.

  • Fury in the Slaughterhouse: „Won´t forget these days“

    10.04.20266:45

    Spätestens seit der Fußball WM 2006 kennen viele Menschen diesen Titel. Er eignet sich perfekt zur Hymne für besondere Ereignisse. Die Band „Fury in the Slaughterhouse“ hatte ihre große Zeit Anfang der 90er Jahre, als die Neue Deutsche Welle zu Ende ging. Die Musiker aus Hannover landeten mit diesem Ohrwurm auf ihrem zweiten Album ihren größten Hit. Ganz in der Tradition des Indiepop aus Großbritannien und USA wurden sie im Ausland oft gar nicht als deutsche Band wahrgenommen.

  • „In Memory of Elizabeth Reed“ – The Allman Brothers Band

    02.04.20266:49

    Der Song erschien erstmals im Jahr 1970 auf dem Album „Idlewild South“. Er zählt zu den wegweisenden Instrumentalstücken der Rockgeschichte und steht exemplarisch für den Sound der Band: den Southern Rock. Geschrieben wurde der Mix aus Blues, Jazz-Fusion und Countrymusik vom Gitarristen Dickey Betts. Der Titel „In Memory of Elizabeth Reed“ bezieht sich auf eine Frau, deren Grabstein der Gitarrist auf einem historischen Friedhof in Macon im US-Bundesstaat Georgia gefunden hatte.

  • „1000 Knives" von Ryûichi Sakamoto und dem Yellow Magic Orchestra

    27.03.20268:23

    Der 2023 verstorbene Japaner Ryûichi Sakamoto war ein bedeutender Multikünstler - Musiker, studierter Musikethnologe, Filmkomponist und Schauspieler. Sakamoto zählt zu den wichtigsten Komponisten und Producer der elektronischen Szene. Die frühe Phase der deutschen Kultband Kraftwerk bezeichnete er als sein Vorbild. Doch Ryûichi Sakamoto selbst gilt im japanischen Umfeld als Pionier der elektronischen Musik, zusammen mit seinem Yellow Magic Orchestra gelangen ihm große internationale Erfolge.