Scham – das unsichtbare Regulativ der Sexualität
GAIL (an) kommen
01.03.2026 • 9 Min.
Scham – das unsichtbare Regulativ der Sexualität Scham ist selten laut. Sie argumentiert nicht. Sie zieht sich zurück – und reguliert trotzdem. In dieser Folge geht es darum, wie Scham früh entsteht und warum sie so eng mit Anpassung verknüpft ist. Nicht als individuelles Problem, sondern als soziales Gefühl, das Zugehörigkeit sichert – oft auf Kosten von Echtheit. Ich spreche darüber, wie Scham in Sexualität wirkt: im Zögern, im Schweigen, in überbetonter Souveränität, im Rückzug. Und warum viele sogenannte „Lustprobleme“ weniger mit Technik zu tun haben – als mit internalisierten Normen. Diese Folge lädt dazu ein, Scham nicht zu bekämpfen, sondern zu erkennen. Denn Unsichtbares reguliert stärker als Sichtbares. Für Menschen, die unterscheiden wollen zwischen Schutz und Selbstübergehung.