GfA - KulturWelten
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GfA - KulturWelten

Dr. Dr. Brigitte E.S. Jansen


Podcast, Kultur

Herzlich willkommen bei "GfA - Kulturwelten" - dem Podcast der GfA Themengruppe Kunst-Kultur-Galerie-Musik für eine faszinierende Reise durch die Welten der Kultur! Wir laden Sie ein, mit uns aktuelle Trends zu entdecken und gleichzeitig in die beeindruckende Kulturlandschaft vergangener Epochen einzutauchen. Begleiten Sie uns auf dieser abwechslungsreichen Reise durch die Kulturen der Welt. Mit "Kulturwelten" entdecken Sie mit jedem Podcast eine neue Facette von Kunst, Musik, Literatur und mehr – sowohl im Hier und Jetzt als auch im Rückblick auf prägende Epochen der Menschheitsgeschichte. Abonnieren Sie uns jetzt und lassen Sie sich inspirieren!

Alle Folgen

  • Tango Argentino – Sonderfolge Weltfrauentag

    08.03.202624:50

    In dieser Sonderfolge zum Weltfrauentag stellen wir die Frauen des Tangos ins Zentrum – nicht als Randfiguren, sondern als Protagonistinnen. Wir erzählen die oft übersehenen Geschichten von Tänzerinnen, Sängerinnen, Musikerinnen und Organisatorinnen, die den Tango von seinen Anfängen bis heute geprägt haben. Von den legendären frühen Tänzerinnen wie La Paulina und Lola Candales über Pionierinnen wie Azucena Maizani und Paquita Bernardo bis zu den großen Stimmen des Goldenen Zeitalters – Libertad Lamarque, Tita Merello, Nelly Omar. Wir beleuchten die komplexen Geschlechterdynamiken im Tango-Tanz, die Rolle der Frau zwischen Objekt und Subjekt, und würdigen die oft unsichtbare organisatorische und pädagogische Arbeit von Frauen in der Tango-Community. Eine Folge über Widerstand, Kreativität und die Macht, die eigene Geschichte zu schreiben.

  • GfA Kulturwelten: Tango Argentino - Folge - 3

    27.02.202622:16

    In der dritten Folge unserer Tango-Reihe tauchen wir ein in das Goldene Zeitalter des argentinischen Tangos zwischen 1935 und 1955. Diese Epoche markiert den Höhepunkt der Tango-Kultur in Buenos Aires: große Orchester füllten die Milongas, legendäre Musiker schufen zeitlose Aufnahmen, und der Tango wurde zum kulturellen Herzschlag Argentiniens. Wir lernen die vier großen Stilrichtungen kennen, den energiegeladenen Rhythmus von Juan D'Arienzo, die elegante Melodik von Carlos Di Sarli, die dramatische Intensität von Osvaldo Pugliese und die herzliche Wärme von Aníbal Troilo. Dabei beleuchten wir auch die politische Dimension unter der Perón-Regierung und die soziale Bedeutung der Milongas als urbane Rituale. Die Folge endet mit einem Ausblick auf den Niedergang nach 1955 und bereitet vor auf die Transformation des Tangos, die wir in Folge 4 erkunden werden.

  • Vom Skandal zum Welterfolg. Episode 2

    28.01.202618:47

    Worum geht’s? Der Tango kommt nach Europa nicht als „fertiges Original“, sondern als Modewelle, Gerücht und Projektionsfläche. In Paris (besonders 1911–1914) wird er in Elite-Orten wie Magic-City nicht nur getanzt, sondern stilistisch angepasst – und damit zugleich salonfähig und kommerziell verwertbar. Wir schauen auf die Mechanik dahinter: Exotisierung, Domestizierung, moralische Debatten – und den paradoxen Rückeffekt: Erst Europas Begeisterung macht den Tango in Argentinien bürgerlich akzeptabler.

  • Kulturwelten: Musik und Tanz

    14.01.202623:26

    Buenos Aires um 1900 ist weniger „Kulisse“ als ein sozialer Druckkochtopf: Hafen, Migration, Männerüberschuss, prekäre Arbeit, Enge in den Conventillos. Tango entsteht hier nicht als romantische Idee, sondern als urbane Praxis, die Nähe, Status und Unsicherheit körperlich verhandelbar macht. Wir schauen auf Tango als Produkt von Hybridisierung/Kreolisierung: nicht „Einfluss A + Einfluss B“, sondern eine neue dritte Form. Dazu kommt die Perspektive der Moralpanik: Warum bürgerliche Milieus Tango früh als Gefahr wahrnahmen. Musikalisch skizzieren wir die frühen Merkmale (klarer Puls, verschobene Akzente/Synkopen, Spannung statt Auflösung) und warum das Bandoneon so perfekt zur Stimmung einer Übergangsstadt passt. Ein kurzes Hörfenster mit „El Choclo“ zeigt, wie eingängige Motive und „sprechende“ Phrasen den Tango schon früh erzählerisch machen. Intro, Nach-Intro stammen von Cool-GfA, „El Choclo“ “Victor matrix B-3624. El choclo / Victor Argentine Orchestra.” Discography of American Historical Recordings. UC Santa Barbara Library, 2026. Web. 7 January 2026.

  • Die Kunst der Kunstbewertung 5

    20.11.202527:35

    Diese Episode führt in die Welt der Ikonographie ein - die Wissenschaft vom Verstehen und Interpretieren von Bildsymbolen in der Kunst. Wir beginnen mit Erwin Panofskys bahnbrechender Methode der drei Interpretationsebenen: die prä-ikonographische (beschreibende), ikonographische (identifizierende) und ikonologische (tief analysierende) Ebene. Die Episode untersucht das ausgefeilte System der Heiligenattribute in der christlichen Kunst, das es ermöglichte, Heilige durch spezifische Symbole zu identifizieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vanitas-Malerei des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden, wo Symbole wie Totenkopf, Sanduhr, verwelkende Blumen und Luxusgüter die Vergänglichkeit des Lebens und die Nichtigkeit irdischen Reichtums thematisierten. Wir erkunden auch Farbsymbolik, ikonographische Traditionen in anderen Kulturen und diskutieren die Grenzen und möglichen Fallstricke der ikonographischen Methode.

  • Die Kunst der Kunstbewertung 4

    07.11.202528:47

    Diese Episode widmet sich der fundamentalen Frage, wie künstlerische Qualität bewertet wird. Wir erkunden die philosophische Spannung zwischen subjektivem Geschmack und objektiven Kriterien, ausgehend von Positionen von David Hume und Immanuel Kant. Die Episode behandelt fünf zentrale Bewertungskriterien: technische Meisterschaft und deren Wandel von der Renaissance bis zur Moderne, kompositorische Qualität und formale Gestaltungsprinzipien, Originalität und Innovation im kunsthistorischen Kontext, emotionale und intellektuelle Wirkung, sowie kunsthistorische Bedeutung und Kontextverständnis. Wir diskutieren die Rolle des Expertenkonsenses und kommen zu dem Schluss, dass Qualitätsbewertung auf intersubjektiven Kriterien beruht - Standards, die weder absolut objektiv noch rein willkürlich sind, sondern auf gemeinsamer menschlicher Wahrnehmung und kultureller Übereinkunft basieren.