#141 Prävention statt Eskalation: mehr Sicherheit im Klinikalltag
#141 Prävention statt Eskalation: mehr Sicherheit im Klinikalltag

#141 Prävention statt Eskalation: mehr Sicherheit im Klinikalltag

Herzschlag – Für ein gesundes Berufsleben


02.03.2026 • 26 Min.

Gewalt am Arbeitsplatz gehört für viele Beschäftigte im Gesundheitswesen zum Alltag – von verbaler Aggression bis hin zu körperlichen Übergriffen. Umso wichtiger sind Schutz- und Deeskalationskonzepte, die nicht nur auf dem Papier stehen, sondern im Ernstfall wirklich helfen. Zu Gast ist Ole Rehmeyer, Deeskalationstrainer am BG Klinikum Hamburg. Er erklärt, wie ein strukturiertes Deeskalationsmanagement aussehen kann und warum es dafür mehr braucht als ein paar Trainings. Gemeinsam mit Moderator Ralf Podszus spricht er darüber, wie Gewaltprävention als fester Teil von Arbeitsschutz und Organisationsverantwortung funktioniert: mit klaren Zuständigkeiten, einer verlässlichen Meldekultur und gezielter Nachsorge. Und mit dem Anspruch, Betroffene nach einem Vorfall nicht allein zu lassen. Deeskalation beginnt oft lange vor der akuten Situation, nämlich dort, wo Abläufe, Kommunikation und Strukturen Stress und Frust entweder verstärken oder Konflikte frühzeitig abfangen. Aus der Praxis berichtet Ole, wie Gefährdungsanalysen, Begehungen „mit Gewaltbrille“ und konkrete Maßnahmen wie Alarmierungswege oder technische Lösungen (z. B. stille Alarme) Teams unterstützen, besonders dort, wo es schnell gehen muss, zum Beispiel in der Notaufnahme.