Der Literatur- und Sozialwissenschaftler, Publizist, Mäzen und Multimillionär Jan Philipp Reemtsma wurde am 25.03.1996 vor seinem Haus in Hamburg-Blankenese überwältigt und entführt. 33 Tage sollte er angekettet in einem Keller eines eigens angemieteten Hauses verbringen – und in Todesangst versuchen, seine Freilassung zu erwirken. Parallel versuchte seine Familie in Blankenese, die Lösegeldforderung von 20 Millionen Mark zu erfüllen und die Übergabe zu bewerkstelligen. Ann Kathrin S. nebst Sohn und Freunden, sucht den richtigen Weg zwischen Polizeiinteressen, Erpresserbriefen, Sicherheitsbedenken – und ebenfalls blanker Angst um ihren Mann. Die Entführung von Jan Philipp Reemtsma ist in die Geschichte eingegangen als die Entführung mit der höchsten Lösegeldforderung aller Zeiten in Deutschland. Vorallem aber ermöglicht dieser Fall, die Perspektive der Opfer einzunehmen und damit die Wucht und nachhaltige Einwirkung von Gewaltverbrechen auf die Opfer zu beleuchten.
