Marianne ist sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter in Berlin zum Bahnsteig gebracht wird, wo sie im August 1939 die Reise ins ferne England antritt. Sie ist eines von etwa 10.000 jüdischen Kindern, das dank des Engagements von Einzelpersonen und Organisationen vor der Vernichtung durch die Nazidiktatur gerettet wird. Gleichzeitig kämpft Mariannes Mutter Lilli in den Niederlanden ums Überleben. Werden sich Marianne und Lilli jemals wieder in die Arme nehmen können? Der hervorragend recherchierte Roman erzählt die authentische Geschichte der jüdischen Familie Simon und legt auf das wenig bekannte Thema der Kindertransporte einen besonderen Schwerpunkt. Zudem wird im 3. Teil des Hörbuches - anhand der Figur von Mariannes Tochter Lynda - die Frage nach dem transgenerationalen Trauma gestellt: Wie wird das Leben der Nachkommen von Holocaust-Opfern durch dieses Wissen geprägt? Das Thema der Überlebensschuld nimmt ebenfalls einen breiten Raum ein.
