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Was bleibt

Christa Wolf

Was geschieht, wenn die eigenen vier Wände zum öffentlichen Raum werden? Gespräche abgehört, alltägliche Besorgungen observiert werden? In »Was bleibt« beschreibt Christa Wolf einen Tag im Leben einer Ostberliner Schriftstellerin, die ganz offen von der Stasi überwacht wird – mit tiefgreifenden psychischen und physischen Folgen. Die Erzählung, die 1979 verfasst, aber erst 1990 veröffentlicht wurde, war Auslöser des deutsch-deutschen Literaturstreits über die gesellschaftliche Rolle der DDR-Schriftsteller und über die politischen Möglichkeiten von Literatur überhaupt. Ein einzigartiges literarisches Zeugnis deutscher Geschichte – ungekürzt gelesen von Eva Garg.

„Was bleibt“ als Hörbuch: Die Geschichte einer Überwachung

Eine Ostberliner Schriftstellerin wird offen von der Stasi überwacht: Täglich sieht sie beim Blick aus dem Fenster den Wagen mit den betont unauffällig gekleideten Männern vor ihrer Tür. Was geschieht mit einem Menschen, der unter permanenter Beobachtung steht, dessen privater Lebensraum öffentlich wird? Davon erzählt Christa Wolf eindringlich in ihrer Novelle „Was bleibt“, die bei ihrer Veröffentlichung zum Anlass hitziger Debatten wurde.

„Was bleibt“ von Christa Wolf: Zusammenfassung des Inhalts

Ein Tag im Leben einer Schriftstellerin: Davon erzählt Christa Wolf im Hörbuch „Was bleibt“. Doch es ist kein unbehelligtes Leben, das die Ich-Erzählerin führt. Sie wird von der Stasi überwacht – jeden Tag, jede Nacht, über Monate und Jahre. Wolf beschreibt die Folgen der Observation auf eindringliche Weise – die subtilen Stasimethoden ebenso wie die Zerrissenheit der Protagonistin: Ist sie ihrem Staat gegenüber noch loyal oder ist es längst Zeit, auszubrechen?

Wolf lädt die Hörerinnen und Hörer ein, die Ostberliner Schriftstellerin einen Tag zu begleiten, ihren inneren Monolog, ihre Beobachtungen und ihre Erinnerungen mitzuerleben. Doch dann geschieht etwas, das die tägliche Routine aufbricht – und Lücken im System aufdeckt, die Hoffnung machen.

Wie lebt es sich in einem von Überwachung und Misstrauen geprägten Alltag? Davon erzählt Christa Wolf in ihrer kontroversen Novelle „Was bleibt“. Jetzt anhören, hier auf RTL+!

Christa Wolf – DDR-Schriftstellerin und Büchner-Preisträgerin

Christa Wolf (1929–2011) gehörte zu den bedeutendsten deutschen Autorinnen. In ihrem facettenreichen Werk verfolgte sie ein Konzept, das sie selbst als subjektive Authentizität bezeichnete und das ihre persönlichen Erfahrungen zu einem Teil der Romanperspektive machte. Wolfs Werke thematisieren die Folgen der deutschen Teilung und der nationalsozialistischen Vergangenheit. Mit Titeln wie „Medea“ und „Kassandra“ beeinflusste sie auch die Frauenbewegung.

Häufig gestellte Fragen zu Christa Wolf und „Was bleibt“

Welche wichtigen Werke stammen von Christa Wolf?

Zu den bekanntesten Veröffentlichungen von Christa Wolf zählen neben „Was bleibt“ auch „Der geteilte Himmel“ (1963) und „Kein Ort. Nirgends“ (1979).

Christa Wolf und der Literaturstreit: Worum ging es?

Christa Wolf schrieb „Was bleibt“ bereits im Jahr 1979, veröffentlichte ihn jedoch erst im Sommer 1990. Das war vielen Akteuren der literarischen Szene zu spät: Die Erzählung hätte zur Zeit ihrer Entstehung für Brisanz gesorgt, womöglich sogar dem DDR-Staatsapparat geschadet. Nach dessen Ende sei sie mehr oder weniger bedeutungslos. Wolf traf der Vorwurf, sich aus Angst um ihre Vorteile als Schriftstellerin in der DDR seinerzeit zurückgehalten zu haben. Die Anschuldigung mündete in einen offenen Streit um politisches Engagement in der Literatur.

„Was bleibt“: Das Hörbuch auf einen Blick

Erscheinungsjahr

  • 2016

Autorin

  • Christa Wolf

Genre

  • Novelle

Sprecherin

  • Eva Garg

Spieldauer

  • 2 Std. 11 Min.

Verlag Buch

  • Suhrkamp Verlag

Verlag Hörbuch

  • Der Audio Verlag

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Erlebe einen Tag in der jüngeren deutschen Geschichte: Streame jetzt das Hörbuch „Was bleibt“ von Christa Wolf hier auf RTL+!