Harper Lee, Truman Capote und der amerikanische Süden
Harper Lee, Truman Capote und der amerikanische Süden

Harper Lee, Truman Capote und der amerikanische Süden

hr2 Dokumentation und Reportage


24.04.2026 • 53 Min.

Vor 100 Jahren, am 28.April 1926 wurde die Schriftstellerin Harper Lee geboren. Bekannt und berühmt wurde sie mit ihrem Roman "Wer die Nachtigall stört". In ihrer Kindheit lebte sie in Monroeville in Alabama, Haus an Haus mit Truman Capote, mit dem sie seit Kindheitstagen befreundet war. Vor allem Capote, klein, exzentrisch, mit heller Stimme, war ein Außenseiter in Monroeville. Doch auch Harper Lee passte nicht richtig in die ländliche Gemeinde: Am liebsten las sie - oder schrieb mit Capote Geschichten auf einer Schreibmaschine, die ihr Vater gekauft hatte, ein bekannter Anwalt der Gegend. Als Jugendlicher zog Capote mit seiner Mutter und seinem Stiefvater nach New York. Lee folgte ihm nach Abbruch ihres Studiums, schrieb in der Stadt ihren Weltbestseller "Wer die Nachtigall stört", in dem auch Capote als Figur auftaucht. Und als Capote mit "Kaltblütig" das Genre des Tatsachenromans begründete, gelang ihm das nur, weil Lee ihn bei der Recherche in Kansas unterstützt hatte. Später zerbrach ihre Freundschaft. In ihren vielverkauften Romanen erzählen Capote und Lee von ihrer Freundschaft und vom Leben im amerikanischen Süden, von Rassismus und Ungerechtigkeit - Themen, die bis heute aktuell sind. Die Autoren Marc Bädorf und Konstantin Schönfelder haben sich in Alabama auf die Spurensuche der beiden Schriftsteller begeben.