Vom Experiment zur Ernüchterung: Warum so viele Publishing-Experimente scheitern. Mit Geert Lovink
IGNITE! Publishing
14.04.2026 • 51 Min.
Multimedialer Content, interaktive E-Books, soziale Lese-Plattformen – Bis in die 2010er-Jahre schienen die Möglichkeiten grenzenlos. Doch heute lesen wir digitale Bücher wie PDFs aus dem letzten Jahrhundert. Medienforscher Geert Lovink vom Institute of Network Cultures Amsterdam erklärt, warum fast alle Publishing-Experimente gescheitert sind, welche Rolle Plattformen wie Amazon und Apple dabei spielen – und ob das Buch als Medium überhaupt digitalisiert werden will. Organisierte Regression: Warum das E-Book wurde zum simplen PDF-Abklatsch statt zum multimedialen Erlebnis.Plattformmacht vs. Verlagsexperimente: Silicon Valley hat das E-Book zwar marktfähig gemacht (Amazon, Apple), aber kein Interesse an echter Innovation gezeigt.Wissensmanagement-Fiasko: In der Verlagsbranche fehlt systematischer Austausch über Experimente.Das Buch als resilienter Widerstand: Während digitale Daten flüchtig sind, bleibt das gedruckte Objekt als verlässlicher Wissensspeicher bestehen.KI als neues Meta-Buch: Large Language Models haben inzwischen das Wissen aus Millionen Büchern absorbiert und werden zum alternativen Wissensspeicher – mit unklaren Folgen für Verlage und Urheberrecht. Zum Abschluss steht die Frage im Raum, wie lange der Hinweis „Dieses Buch wurde ohne künstliche Intelligenz geschrieben" noch als Qualitätsmerkmal trägt – und was das über den Wert menschlicher Autorschaft in einer Welt zunehmend KI-generierter Inhalte aussagt. Eine Zusammenfassung ist in unserem Channel IGNITE! Publishing zu lesen. „IGNITE! Publishing“ ist ein Podcast von Zebralution Digital Publishing gemeinsam mit dem DIGITAL PUBLISHING REPORT. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.