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ORF


Podcast

Begegnungen mit interessanten und berührenden Menschen und immer wieder neue Einsichten und Gedanken jenseits des Tagesjournalismus.

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  • Werner Zips, Ethnologe und Dokumentarfilmer

    12.06.202653:31

    Werner Zips ist 1958 in Wien im Sternzeichen des Löwen geboren worden, sein Vater hat ihm als Kind Löwengeschichten erzählt, die Rasta-Bewegung in der Karibik beruft sich als zentrales mythisches Symbol auf den „Löwen Zions“ und in seinen Dokumentarfilmen, die vor allem die Beziehungen und Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren behandeln, spielen die Löwen eine herausragende Rolle. 33 Jahre lang lehrte der Rechtsanthropologe und Sozial- und Kulturanthropologe an der Universität Wien und unternahm zahlreiche Forschungsreisen rund um die Welt. Ab den 1990er Jahren machte er außerdem Dutzende ethnografische Filme, Fernseh-Dokumentationen und TV-Berichte. Im Gespräch mit Andreas Obrecht legt Werner Zips dar, wie rechtsanthropologische und öko-soziale Fragestellungen für sein ganzes Forscher-, Filmer- und Abenteurerleben von zentraler Bedeutung waren, was er im Zusammenleben mit den Rastafaris in Jamaika erfahren hat und wie er die Debatten um „kulturelle Aneignung“ sieht.

  • Claudia Rapp, Byzantinistin

    11.06.202653:33

    Heiligenikonen, schillernde Mosaike, viel Gold und üppig dekorierte Kirchen - das verbinden wahrscheinlich viele mit dem Namen Byzanz. 1000 Jahre bestand das byzantinische Kaiserreich, für das Leben seiner Bewohnerinnen und Bewohner abseits des Kaiserhofs interessiert sich Claudia Rapp. Schon in der Schule begeisterte sie sich für alt-Griechisch und die Geschichte Ostroms. Nach fast zwei Jahrzehnten Forschung und Lehre in den USA kam Claudia Rapp 2011 als Professorin für Byzantinistik an die Universität Wien. Wien ist für sie das „Schlaraffenland“ ihres Forschungsgebiets: Wegen des wissenschaftlichen Umfelds einerseits, und wegen des riesigen Schatzes an alten Handschriften in der Nationalbibliothek andererseits. Birgit Dalheimer hat mit ihr über das Leben im byzantinischen Kaiserreich gesprochen, über Verbrüderungsrituale, die Rolle von Frauen, über alte Sprachen und Schriften, die mit modernsten Methoden untersucht werden.

  • Angela Stöger, Verhaltensbiologin und Tierstimmen-Expertin

    29.05.202653:29

    Trompeten, Grollen, Schnurren, Summen - was wollen Tiere sagen? Das untersucht Angela Stöger seit einem Vierteljahrhundert. Insbesondere Elefanten interessieren die Zoologin, seit sie 2001 am ersten im Wiener Zoo Schönbrunn geborenen Elefantenkalb ihre Forscherinnenkarriere begonnen hat. 2024 erschien ihr Buch "Elefanten: Ihre Weisheit, ihre Sprache und ihr soziales Miteinander", Angela Stögers Arbeit mit den Dickhäutern hat unser Verständnis davon, wie diese Tiere kommunizieren, grundlegend verändert. Heute untersucht ihre Arbeitsgruppe auch die Kommunikation von Geparden, Löwen, Giraffen, Bären und afrikanischen Windhunden. Beim Festival "Stimmen der Wildnis" Ende April in St. Pölten hat Birgit Dalheimer mit Angela Stöger vor Publikum gesprochen: über ihre Arbeit in Österreich und in vielen Ländern Afrikas, über die Bedeutung der Klänge der Natur für sie, über das Tier-Mensch-Verhältnis und darüber, wie sie mit ihrer Forschung die Tiere in freier Wildbahn schützen kann.

  • Angela Stöger - Langversion

    29.05.20261:10:51

    Trompeten, Grollen, Schnurren, Summen - was wollen Tiere sagen? Das untersucht Angela Stöger seit einem Vierteljahrhundert. Insbesondere Elefanten interessieren die Zoologin, seit sie 2001 am ersten im Wiener Zoo Schönbrunn geborenen Elefantenkalb ihre Forscherinnenkarriere begonnen hat. 2024 erschien ihr Buch "Elefanten: Ihre Weisheit, ihre Sprache und ihr soziales Miteinander", Angela Stögers Arbeit mit den Dickhäutern hat unser Verständnis davon, wie diese Tiere kommunizieren, grundlegend verändert. Heute untersucht ihre Arbeitsgruppe auch die Kommunikation von Geparden, Löwen, Giraffen, Bären und afrikanischen Windhunden. Beim Festival "Stimmen der Wildnis" Ende April in St. Pölten hat Birgit Dalheimer mit Angela Stöger vor Publikum gesprochen: über ihre Arbeit in Österreich und in vielen Ländern Afrikas, über die Bedeutung der Klänge der Natur für sie, über das Tier-Mensch-Verhältnis und darüber, wie sie mit ihrer Forschung die Tiere in freier Wildbahn schützen kann.

  • Andrea Kdolsky, Ärztin und frühere Gesundheitsministerin

    22.05.202653:41

    Anfang Oktober 2024 bekam die Ärztin und frühere Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky die Diagnose Darmkrebs. Ein Jahr später wurde ein Hirntumor entdeckt. Sie wurde operiert, begann mit einer Chemotherapie und machte ihre Krebserkrankung auf Social Media und in Interviews öffentlich. Die 1962 geborene Wienerin ist Fachärztin für Anästhesie und Intensivmdeizin. Mit Anfang 40 übernahm sie die Geschäftsführung der niederösterreichischen Landeskliniken. 2007 wurde Kdolsky Bundesministerin für Gesundheit und Familie. Ihre Amtszeit endete nach knapp zwei Jahren mit dem Bruch der Koalition. Seither leitete Andrea Kdolsky u.a. die Gesundheitssparte einer großen Unternehmensberatung und arbeitete wieder als Ärztin. Regelmäßig macht sie Vorschläge zur Gesundheitsreform - auch für die Neos, seit sie wegen der schwarz-blauen Koalition in NÖ ihre ÖVP-Mitgliedschaft zurückgelegt hat. Mit Armin Wolf spricht Andrea Kdolsky über ihre Erfahrungen als Patientin, Ärztin und Gesundheitspolitikerin.

  • Misha Glenny - Langversion

    15.05.20261:08:17

    Sechs Staaten auf dem Balkan gelten, teils seit über 20 Jahren, als Beitrittskandidaten der EU. Einer, der diese Staaten seit den 1980er Jahren bereist, ist der Historiker, Autor und Journalist Misha Glenny. Zu Beginn seiner Erkundungen des Balkans gehörten fünf dieser Staaten noch zu einem Land, nämlich Jugoslawien, und Albanien galt als das isolierteste Land der Welt. Der 1958 in London geborene Brite Misha Glenny ist seit vielen Jahren einer der profiliertesten Südosteuropa-Kenner. Über den Westbalkan, darüber, wie sich diese sechs Staaten in den vergangenen drei Jahrzehnten entwickelt haben und wie es ihnen heute geht, an welchen Scheidewegen sie angelangt sind, hat Birgit Dalheimer am 8. Mai vor Publikum im Wiener Ringturm mit ihm gesprochen.