Ungarn wählt den Orbánismus ab
Ungarn wählt den Orbánismus ab

Ungarn wählt den Orbánismus ab

Kunst der Freiheit


19.04.2026 • 1 Std. 7 Min.

Dass Viktor Orbán die jüngste Parlamentswahl möglicherweise nicht mehr gewinnen würde, das zeichnete sich schon länger ab. Dass die Ungarinnen und Ungarn den 16 Jahre regierenden FIDESZ und den Orbánismus mit einer Zweidrittelmehrheit für den liberalkonservativen Herausforderer Péter Magyars TISZA-Partei abwählen würde - daran glaubten nur wirklich große Optimisten. Und ob Viktor Orbán die Macht friedlich und freiwillig abgeben würde, war für einige auch nicht sicher. Doch am vergangenen Sonntag vollzogen sich eine Wahl und ein Machtwechsel nach dem Lehrbuch der Demokratie.Ernst Hillebrand war von einem demokratischen Wechsel keineswegs überrascht. Der Leiter des Büros der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest beobachtet die politische Entwicklung in Ungarn aber auch in Polen seit langer Zeit und plädiert dafür, in der Analyse auf die tatsächlichen Fakten zu sehen.Im Podcastgespräch ordnet er Fakten und Mythen über das System Orbán ein, schildert die politische Herkunft des künftigen Ministerpräsidenten Péter Magyar und spricht über die Chance des politischen Wandels, der Ungarn nun erfassen wird.