Brot und Liebe teilen
Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne
Heute • 1 Min.
260504PC Zusammen leben Mensch Mahler am 4.5.2026 Räum deine Socken weg. Mach die Zahnpasta zu. Du bist dran mit Abwaschen. Musst Du schon wieder fernsehen? Die Milche ist alle! Gibt’s heute kein Essen? Lass uns doch mal wieder spazieren gehen! Keine Zeit! Musst du immer so viel Geld für Klamotten ausgeben? Kann ich einmal meine Ruhe haben? Nie hörst du mir zu! Nimm Haupt- und Nebenhaar aus dem Abfluss! Schluss! Hört auf, kritisch die anderen und euch selbst zu beäugen. Legt eure Bilder beiseite. Setzt euch an einen Tisch und wendet den Blick. Schließt die Augen. Stellt euch ein Brot vor. Frisch, warm, duftend. Teilt und esst. Habt denselben Geschmack auf der Zunge. Der Laib wird genug sein für jede und jeden, genug für immer. Wenn ihr aufsteht vom Tisch, wenn ihr fern seid, wenn ihr zweifelt, wenn ihr streitet, dann erinnert Euch. An den Geschmack, an den Geruch, an den Genuss. Der Kirchenvater Augustinus schrieb in 4. Jahrhundert: Miteinander reden und lachen, sich gegenseitig Gefälligkeiten erweisen, zusammen schöne Bücher lesen, sich necken, dabei aber auch einander Achtung erweisen, mitunter sich auch streiten – ohne Hass, wie man es auch mit sich tut, manchmal auch in den Meinungen auseinandergehen und damit die Eintracht würzen, einander belehren und voneinander lernen, die Abwesenden schmerzlich vermissen und die Ankommenden freudig begrüßen – lauter Zeichen der Liebe und Gegenliebe, die aus dem Herzen kommen, sich äußern in Miene, Wort und tausend freundlichen Gesten, und wie Zündstoff den Geist in Gemeinsamkeit entflammen, so dass aus Vielheit Einheit wird. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.