Ein Brief gegen Blaumacher.
Mitarbeiter führen
Vor 3 Tagen • 5 Min.
Kürzlich las ich im Spiegel etwas, das mich nicht losgelassen hat: Forscher haben in einem Experiment in deutschen Supermärkten geschafft, dass sich Mitarbeitende seltener krank melden, ganz ohne Drohung und ohne Geld. Wie? Mit einem einzigen, popeligen Brief, der nichts weiter enthielt als die eigenen Fehltage und die Information, wo die Kollegen im Schnitt liegen. Kein erhobener Zeigefinger, keine Anwesenheitsprämie, keine verschärfte Attestpflicht, nur Zahlen. Und plötzlich sanken die Krankmeldungen, vor allem die verdächtig kurzen über genau einen Tag, die meistens auf einen Freitag oder Montag fielen. Das wirklich Spannende: Es waren nicht die jungen Leute mit befristetem Vertrag, die ihr Verhalten geändert haben, sondern die Kollegen kurz vor der Rente, also genau die, die nichts mehr zu gewinnen oder zu verlieren haben. Was das über uns Menschen sagt? Wir wollen zur Gruppe gehören, immer, mit 25, mit 64 und mit 84. In dieser Folge erzähle ich dir auch, warum Anwesenheitsprämien das genaue Gegenteil bewirken und Geld kaputt macht, was vorher selbstverständlich war. Ich zeige dir, wo so ein Brief brutal nach hinten losgehen kann, nämlich bei den zuverlässigen Leuten, die plötzlich merken, dass sie eigentlich die Trottel im Team sind. Wenn du Krankenstand bisher als Frage von Druck oder Geld gedacht hast, könnte diese Folge deine Sicht auf das Thema komplett verschieben. Und wenn du mit mir darüber diskutieren willst, komm in meine Skool Community, da treffen sich Führungskräfte, die mit Klarheit führen wollen statt mit Druck: https://www.skool.com/mitarbeiterfuehren/about