Plötzlich Trauer. Unvorbereitet & ungefiltert.
Plötzlich Trauer. Unvorbereitet & ungefiltert.

Plötzlich Trauer. Unvorbereitet & ungefiltert.

Kim und Alex


Podcast

Ihr Mann und sein Freund ist gerade gestorben. Wie geht es jetzt weiter? Wie geht das richtig? Unvorbereitet und ungefiltert erkunden die beiden die großen und kleinen Fragen, die dazugehören.

Alle Folgen

  • Wenn Trauer nicht mehr alles ist

    13.04.202630:22

    In dieser Folge sprechen wir darüber, wie sich Trauer verändert – und was passiert, wenn plötzlich wieder Raum für das eigene Leben entsteht. Zwischen Schuldgefühlen, gesellschaftlichen Erwartungen und der Erkenntnis, wieder mehr bei sich selbst zu sein, geht es um die Frage: Ist das Egoismus – oder Selbstfürsorge? Wir teilen persönliche Entscheidungen, Zweifel und Zukunftspläne – vom Sabbatical bis hin zur Ausbildung in der Trauerbegleitung – und sprechen darüber, wie aus der eigenen Erfahrung der Wunsch entsteht, andere auf ihrem Weg zu begleiten. Und warum Trauer oft kein „entweder oder“, sondern ein gleichzeitiges „und“ ist.

  • Ein Jahr Trauer

    21.02.202630:37

    Wird Trauer leichter – oder nur anders? Und was bedeutet dieses „anders“ eigentlich? Wie kann man den ersten Todestag überstehen – und warum ist es gut, dass der erst nach einem Jahr ist? In dieser Folge teilt Kim ihre persönlichen Erfahrungen rund um den ersten Todestag von Lee, spricht über Ängste, Vorbereitung und darüber, was ihr geholfen hat, ein Jahr lang mit der Trauer weiterzuleben. Eine ehrliche Reflexion über Veränderung, Anpassung und das Weitergehen mit etwas, das bleibt – und auch bleiben darf.

  • Sexualität und Trauer - ein doppeltes Tabu

    08.12.202538:15

    In dieser Episode spricht Kim mit Annika – Bestatterin, Trauerbegleiterin und Sexualwissenschaftlerin – über zwei Themen, über die viele schweigen: Sexualität und Trauer. Wir fragen uns, warum sich so viele Trauernde schuldig fühlen, wenn sie Nähe oder Lust empfinden, weshalb genau dieser Teil des Trauerprozesses so stark tabuisiert ist und wie sehr gesellschaftliche Normen dazu beitragen. Annika zeigt uns, welche Scham- und Schuldgefühle häufig entstehen, wie unterschiedlich Menschen mit dem Verlust von Intimität umgehen und warum Sexualität und Körperlichkeit in der Trauer eine wichtige Ressource sein können. Außerdem sprechen wir über die Rolle des persönlichen Umfelds – damit Angehörige und Freund*innen Trauernde besser unterstützen können, statt unbewusst zusätzliche Verunsicherung zu erzeugen. Diese Folge richtet sich an alle, die trauern, Trauernde begleiten oder verstehen möchten, warum Körper und Herz nach einem Verlust oft nicht gleichzeitig funktionieren. Ein ehrliches Gespräch über ein doppeltes Tabu – und darüber, dass Sexualität kein Verrat ist, sondern ein Ausdruck von Weiterleben.

  • Emotional verkatert

    31.10.202533:47

    Manchmal kommt der Kater nicht vom Alkohol, sondern vom Leben. Von der ersten Hochzeit zum nächsten Tiefpunkt. Der irgendwie auch willkommen ist. Wir sprechen über Freude und Trauer, die gleichzeitig da sein dürfen. Über Fortschritte, die sich manchmal wie Rückschritte anfühlen, da sie doch nicht zum Ziel führen. Welches Ziel denn auch?

  • Draußen heulen ist besser als drinnen

    28.09.202558:13

    Alexandra erzählt die Geschichte ihrer Liebe zu Thomas. Sie war die Frau an seiner Seite, auch wenn er zugleich eine Familie hatte. Alexandra spricht über die besonderen Jahre mit ihm, den Abschied auf der Intensivstation und die Tage, in denen die Trauer kaum auszuhalten war. Doch sie berichtet auch von den kleinen Ritualen, die ihr Halt gaben, von Momenten der Nähe, die selbst im Sterben möglich waren, und davon, wie sie heute mit der Trauer lebt. Eine Episode über den Mut, Gefühle zuzulassen, über gesellschaftliche Tabus – und darüber, warum es manchmal hilft, draußen zu weinen, statt drinnen zu zerbrechen. Mehr Informationen zu Thomas und seinen Werken findet ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Findeiß

  • (Über)leben

    12.08.202526:01

    Manchmal ist Überleben: Aufstehen, Zähneputzen und mit dem Hund rausgehen. Manchmal bedeutet es, wieder Konzerte zu besuchen oder in den Urlaub zu fahren. Diese Folge erkundet den Raum zwischen Überleben und Leben – mit all seinen Rückschritten und kleinen Glücksmomenten. Es geht um Leistungsdruck in der Trauer, den Mut, einen Nachsterbewunsch auszusprechen, und den Wert von Ritualen, die helfen, den eigenen Weg zu finden – jenseits dessen, was andere erwarten. Weil noch da zu sein schon eine riesige Leistung ist.