Ohne Gudrun Gut wäre die Geschichte des "Berlin Sounds" nicht denkbar. Nicht nur, weil sie Gründungsmitglied der Einstürzenden Neubauten war. Seit den 1970er Jahren prägt sie mit ihren Ideen, Projekten, Bands und ihrem "Ocean Club" die Underground-Kultur der Stadt, auch im Radio. Ihre Musik war immer auch Performance und die Kunst des Krachs. Sie hat aber auch Strickpullovern und Hosen entworfen. Ein Popstar ist sie nie geworden, aber einen Kulthit gibt es von ihr: "Kaltes Klares Wasser", den sie mit ihrer Band Malaria! Anfang der 1980er aufnahm. Klischees zu bedienen, macht mir keinen Spaß, sagt sie in diesem Zeitreise-Gespräch mit Anja Caspary.
