Der Sozialkompass

ksoe - Katholische Sozialakademie

Der Podcast über gesellschaftliche Orientierung und Lösungswege Der Sozialkompass widmet sich aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und den Menschen, die dafür Orientierungsmöglichkeiten und Lösungswege bieten. Gemeinsam mit ihnen versucht er, mehr über die Voraussetzungen für ein gelingendes gesellschaftliches Miteinander zu erfahren. Einmal im Monat treffen Markus Schlagnitweit und Henning Klingen Personen aus Theorie und Praxis, um mit ihnen herauszufinden: „In welche Richtung kann es weitergehen?“ Ein Podcast der [ksœ - Katholische Sozialakademie Österreichs](https://www.ksoe.at).

Alle Folgen

Wie gerecht ist Österreich, Markus Marterbauer?

"Es gibt kein sachliches Argument gegen Erbschaftssteuern" Wenn Vermögen sich extrem konzentriert, gerät Demokratie in Gefahr. Das ist die zentrale These des österreichischen Finanzministers Markus Marterbauer. Im Gespräch erklärt er, warum Österreich in der Einkommenswelt vergleichsweise fair ist, in der Vermögenswelt aber nicht: Das reichste Prozent der Haushalte besitzt mehr als 40 Prozent des gesamten Vermögens. Wer so viel besitzt, formt auch Medien, Politik und Regeln. Aus Demokratie wird dann schleichend eine Oligarchie. Marterbauer liefert dazu einen ungewöhnlich klaren Befund: Die einzige Logik gegen Erbschaftssteuern ist Statusverteidigung. Und er zeigt, warum der Wohlfahrtsstaat die eigentliche "Gerechtigkeitsmaschine" ist: Nicht Steuerdebatten, sondern Bildung, Gesundheit und Pflege entscheiden, wie gerecht eine Gesellschaft wirklich ist. Coverbild: Grafik: ksoe / Pressefoto Markus Marterbauer © Parlamentsdirektion BKA/Andy Wenzel

Wie gerecht ist Österreich, Markus Marterbauer?

Wird Recht den Menschen gerecht, Barbara Helige?

„Wir haben die Sorge, dass an dieser ganz tiefen Basis, die existentiell ist für einen demokratischen Rechtsstaat, genagt wird.“ Im Kern der neuen Podcast-Staffel steht die Frage nach Gerechtigkeit(en). Wir möchten der Frage nachgehen, was Gerechtigkeit(en) in einer pluralistischen Gesellschaft bedeuten kann und welche Rolle sie für den sozialen Frieden spielt. Für Barbara Helige haben Gerichte eine zentrale Funktion für den sozialen Frieden, da sie vermitteln, was Recht und Unrecht ist. Die Richterin und Präsidentin der Österreichischen Liga für Menschenrechte zählt zu den führenden Stimmen in Fragen richterlicher Ethik und Unabhängigkeit und hat sich wie kaum eine andere mit den ethischen Grundlagen der Rechtsprechung sowie der Verantwortung der Justiz auseinandergesetzt. Mit ihr sprechen wir über die Rechtsnormen, unter denen sich eine Gesellschaft wohlfühlt und die Bedeutung der Akzeptanz von Recht und Rechtsprechung – auch im Spannungsfeld von Social Media. Außerdem diskutieren wir die Gefahren autoritärer Tendenzen und die Rolle der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie die Notwendigkeit, deren Grundlagen zu schützen.

Wird Recht den Menschen gerecht, Barbara Helige?

Ist der soziale Friede noch zu retten?

Der frühere EU-Politiker Othmar Karas, die Sozialethikerin Linda Kreuzer, die Juristin Leokadia Grolmus, der Filmemacher Sebastian Bobik und der Journalist Christian Rathner diskutierten beim "ksœ-Forum" über den Zusammenhang von sozialem Frieden und Verständigung.

Ist der soziale Friede noch zu retten?

Galoppiert die Politik an den Menschen vorbei, Lothar Lockl?

Lothar Lockl, ehemaliger Wahlkampfleiter von Van der Bellen, über politische Kommunikation, fehlende Visionen und warum Wertschätzung erfolgreicher ist als politischer Boxkampf.

Galoppiert die Politik an den Menschen vorbei, Lothar Lockl?

Wie transportiert man konfliktfrei zwei Millionen Menschen am Tag, Anna Maria Reich-Kellnhofer?

"Wenn in einem U-Bahnzug, wo 900 Menschen reinpassen, plötzlich so ein vereintes Lächeln ist: das sind meine Magic Moments bei den Wiener Linien." Rund 2,4 Millionen Menschen fahren täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Wiener Linien; manche davon wahrscheinlich grantig, mit Sorgen oder im Stress. Trotzdem verläuft die tägliche Öffi-Reise in den meisten Fällen harmonisch. Wir fragen uns: Wie bringt man Menschen auf engem Raum zusammen, ohne dass Konflikte entstehen? Kann eine originelle Durchsage nicht nur erheitern, sondern auch deeskalieren? Und welche Überlegungen stecken dahinter? Wir sprechen mit Anna Maria Reich-Kellnhofer über die Kommunikation der Wiener Linien, deren Ziele und darüber, was funktionierender und konfliktarmer öffentlicher Verkehr mit sozialem Frieden zu tun hat.

Wie transportiert man konfliktfrei zwei Millionen Menschen am Tag, Anna Maria Reich-Kellnhofer?

Wie kann Europa (wieder) zusammenwachsen, Othmar Karas?

Wir leben in Zeiten von „Bubbles“, dem Rückzug in Echokammern und dem Erstarken radikaler Strömungen. Dies schlägt sich auch europapolitisch nieder und Parteien wandern weiter an die Ränder bzw. ziehen sich in Nationalismus zurück – eine Gefahr für den sozialen Frieden. Doch wie kann der der gesellschaftliche Dialog und das Finden von gemeinsamen Nennern wieder gelingen, gerade über Nationalgrenzen hinweg? Wie entsteht Gemeinschaft zwischen Menschen, die weit voneinander entfernt leben? Wir sprechen mit Othmar Karas über seinen Blick auf Europa, die gesellschaftliche Mitte, „konstruktiven und konfrontativen Dialog“ und was ihm sozialer Friede politisch wie persönlich bedeutet.

Wie kann Europa (wieder) zusammenwachsen, Othmar Karas?

Was ist Synodalität, Josef Marketz?

„Mir geht es bei Synodalität gar nicht so sehr darum, wer ‚vorne‘ oder ‚hinten‘ geht, sondern vielmehr um die Straße, den Weg, auf dem wir uns befinden. Unter Papst Franziskus war es wieder möglich, über Themen wie Geschlechterrollen, Frauenweihe oder Homosexualität zu sprechen, etwas, das früher mehr oder weniger tabuisiert war. Ich denke, es würde generell etwas zur Entkrampfung so mancher Kommunikation in unserer Gesellschaft führen, wenn wir das Prinzip der Synodalität öfter anwenden würden.“ Wir sprechen mit Bischof Josef Marketz über das Prinzip der Synodalität. Er erklärt den synodalen Weg als dialogische Entscheidungsfindungsmöglichkeit zwischen allen Beteiligten, unabhängig von ihrer Position in der kirchlichen Hierarchie. Außerdem thematisiert er, wie Synodalität auch außerhalb der Kirche angewandt werden kann und was ihm der synodale Weg persönlich bedeutet.

Was ist Synodalität, Josef Marketz?

Wie erklärt man KI in der Schule, Alicia Bankhofer?

„Eltern sollten sich mit den Dingen beschäftigen, die ihre Kinder am Handy machen. Sie sollten vielleicht mitspielen oder auch sagen: ‚Zeig mir was du magst, erzähl mir wie das geht‘ und im Prinzip ein Stück weit mitmachen. Ein zweiter Tipp, den ich sehr gut finde, ist, dass man gemeinsam mit dem Kind Bildschirmzeiten beschließt. Und als drittes: viele, viele Gespräche und Beziehungsarbeit. Wenn wir diese drei Dinge schaffen, dann sind wir glaube ich ein bisschen besser drauf als andere.“ KI Bilder generieren, Fake News erkennen oder sogar selbst programmieren lernen – digitale Bildung ist in Schulen zentraler Bestandteil des Lehrplans. Doch wie sieht sie in der Praxis aus? Wir sprechen mit der Lehrerin Alicia Bankhofer über praktische und pädagogische Herausforderungen, aber auch die Chancen, die digitale Bildung für junge Menschen bieten kann. Außerdem fragen wir sie, was sie sich für die Zukunft digitaler Bildungsformate wünscht und was digitale Kompetenzen in der Schule mit sozialem Frieden in der Gesellschaft zu tun haben.

Wie erklärt man KI in der Schule, Alicia Bankhofer?

Können öffentliche Medien zum sozialen Frieden beitragen, Alexander Filipovic?

„Meines Erachtens gehören TikTok und andere Dinge viel stärker reguliert – wenn man beispielsweise den Like-Button abschaffen würde, dann hätten wir sofort eine weniger polarisierte und wahrscheinlich auch interessantere öffentliche Diskussion. ... Ich meine, dass ein starkes öffentlich-rechtliches Rundfunksystem zusammen mit privatwirtschaftlich organisierten journalistischen Medien die beste Art und Weise ist, Qualität zu sichern.“ Zeitungssterben, Social Media Shitstorms und polarisierte Meinungen – gelingende öffentliche Kommunikation scheint so schwierig wie kaum zuvor. Gleichzeitig ist das Aushandeln gesellschaftlicher Werte gerade in krisenhaften Zeiten essentiell. Wir sprechen deshalb mit dem Sozialethiker Alexander Filipović über Ethik in der öffentlichen Kommunikation und fragen ihn: Wie können Medien „gut“ kommunizieren? Wie spricht man über gesellschaftliche Herausforderungen, Krisen und Skandale verständlich und differenziert? Und wie kann es gelingen, polarisierende Themen im Sinne des „sozialen Friedens“ aufzubereiten? Ein Podcast der [ksœ - katholische Sozialakademie Österreichs](https://www.ksoe.at/home).

Können öffentliche Medien zum sozialen Frieden beitragen, Alexander Filipovic?

Wie tritt man Fake News entgegen, Andre Wolf?

Social Media Dienste filtern einen Großteil der Nachrichten, die wir konsumieren. Gleichzeitig sind sie Orte, auf denen die Unterscheidung zwischen Wahrheit, versehentlich geteilter Falschmeldung und gezielter Desinformation nicht leicht fällt. In der aktuellen Podcastfolge fragen wir uns deshalb: Wie erkennt man Falschmeldungen und Desinformation? Wie tritt man dieser entgegen? Und welche Rollen spielen Medienkompetenz und Diskussionskultur im Netz für den sozialen Frieden innerhalb unserer Gesellschaft?

Wie tritt man Fake News entgegen, Andre Wolf?

Wie kann man Rechtspopulismus entschlüsseln, Ruth Wodak?

Wir sprechen mit der Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak über die Sprache des Rechtspopulismus: Wie – und warum – wird politische Sprache, die auf Ausgrenzung anderer basiert, gesellschaftlich normalisiert? Ist diese Art der Kommunikation ausschließlich im rechtsextremen Lager zu finden oder auch in anderen politischen Gruppierungen? Und: Wie kann man – im Sinne des Sozialen Friedens – einer Sprache entgegentreten, die teilen, ausgrenzen und agitieren möchte?

Wie kann man Rechtspopulismus entschlüsseln, Ruth Wodak?

Was hat die Zweite Republik in 80 Jahren geprägt, Heinz Fischer?

"Der zentrale Punkt war, man hat aus der Geschichte gelernt, man hat die alten Todfeindschaften überwunden, man hat sich zur Zusammenarbeit bekannt undman hatte die Unterstützung der österreichischen Bevölkerung. Das war eine reale Chance, sie ist genutzt worden und sie hat uns auf die Straße der Demokratie geführt, so sehe ich das." Am 27. April feiert die Zweite Republik ihren 80. Geburtstag. Wir sprechen mit dem ehemaligen Bundespräsidenten und Nationalratspräsidenten Heinz Fischer über ihre Entwicklung: Welche Herausforderungen gab (und gibt es), um demokratische Strukturen und gesellschaftlichen Zusammenhalt aufzubauen und zu festigen? Welche Meilensteine lassen sich festmachen? Und: Was wünscht er der Zweiten Republik zum 80. Geburtstag?

Was hat die Zweite Republik in 80 Jahren geprägt, Heinz Fischer?

Wie findet man Kompromisse in der Politik, Regina Petrik?

"Das Wichtigste ist der 'Gute Streit', einen Konflikt fair und respektvoll auszutragen; der Wille gemeinsam eine Lösung zu finden. Es braucht gemeinsame Bereiche, wo man sich einigen kann und das Ziel, einen guten Kompromiss finden zu wollen, der für möglichst viele Menschen eine Verbesserung der Situation in sich birgt. Wenn man dieses Ziel nicht hat, kann man es auch nicht erreichen." Wir sprechen mit der Generalsekretärin der KAÖ und ehemaligen Politikerin Regina Petrik über das Erreichen gemeinsamer Lösungen in der Politik: Welche Grundhaltungen und Strategien braucht es? Wie ist es um die politische Kompromissfindung in Österreich bestellt? Und was bedeutet (politische) Kompromissbereitschaft für den Sozialen Frieden?

Wie findet man Kompromisse in der Politik, Regina Petrik?

Wie schaffen wir Sozialen Frieden, Franz Küberl?

Wir sprechen mit dem ehemaligen Caritas-Präsidenten Franz Küberl über gesellschaftlichen Zusammenhalt und seine Erfahrungen aus zwei Jahrzehnten Caritas-Arbeit. Wie hat sich gesellschaftliche Verständigung verändert? Worauf können wir positiv zurückblicken und wie können wir sozialen Frieden für die Zukunft gestalten?

Wie schaffen wir Sozialen Frieden, Franz Küberl?

Wie machen wir Wohlstand zukunftsfähig, Maja Göpel?

„Also all denen, die sagen, ich denke nur noch an mich, biete ich an, mal in den Wald zu gehen und ein paar Tage alleine klarzukommen, wenn die anderen alle so doof sind. Und dann können wir nochmal darüber sprechen, was eigentlich Sicherheit und Wohlstand ausmacht und wo der herkommt. Für mich wäre die Fortschrittsformel heute wirklich eine sehr hohe Lebensqualität und stabile Versorgungssicherheit bei geringstmöglichen ökologischen Fußabdruck. Wir brauchen eigentlich mehr Europa, um insgesamt effektiver zu werden. Und von daher ist der Vorsatz, jeden Tag ein Schritt mehr in diese Richtung zu gehen, das, was ich gerne in der Zukunft sehen würde.“ In unserer aktuellen Podcastfolge sprechen wir mit Maja Göpel über ihr neues Buch „Werte. Ein Kompass für die Zukunft“ und darüber, wie wir Veränderung gestalten können - sowohl als Einzelperson als auch als Gesellschaft. Ganz besonders interessiert uns dabei natürlich, wie Wohlstand und gutes Leben für alle zukunftsfähig gemacht werden kann.

Wie machen wir Wohlstand zukunftsfähig, Maja Göpel?

Welche Werte verknüpfen wir mit Besitz, Felicitas Sommer?

„Die Vision vom Einfamilienhaus wirkt zwar auf den ersten Blick wunderschön, aber wir könnten – alleine was den Platz betrifft - gar nicht für alle Einfamilienhäuser bauen, allein für Deutschland wären damit 42% der Fläche versiegelt. Auch die Vorstellung, dass an der Grundstücksgrenze das Private beginn, ist zu kurz gedacht: Ein Haus hat einen Einfluss auf den Wasserverbrauch, auf das Mikroklima, auf die Raumaufteilung einer Kommune. Das heißt, diese künstliche Trennung, die eine Grundstücksgrenze vorgibt, passiert in der Realität nicht, sondern ein Gebäude ist immer eingebunden in eine Gemeinschaft und oder ein Ökosystem.“ Das „Eigenheim“ steht oft für Wohlstand, finanzielle Absicherung und die gesellschaftliche Norm. Gleichzeitig sind Immobilien Spekulationsobjekt und - vor allem im ländlichen Bereich - Treiber für Versiegelung. Wir sprechen mit Felicitas Sommer (TU München) über das Spannungsfeld zwischen (Boden-)Besitz und ökologischer und sozialer Gerechtigkeit sowie darüber, welche alternativen Modelle für Eigentum zukunftsfähig sind. Ein Podcast der [ksœ - katholische Sozialakademie Österreichs](https://www.ksoe.at/home). [Weitere Infos](https://www.ksoe.at/podcast)

Welche Werte verknüpfen wir mit Besitz, Felicitas Sommer?

Wie denken vermögende Familien über ihre gesellschaftliche Position, Marliese Weißmann?

„Unser Ausgangspunkt war erstmal, dass es in der soziologischen Forschung kaum Wissen über Reichtum gibt – ganz im Gegenteil zu Armut oder Prekarität, wo man über die Lebenslagen und Problematiken sehr viel weiß. Konkret treibt uns die Frage um, wie Reichtum entsteht, gesichert und auch weitergegeben wird. Deshalb untersuchen wir die sozialen Kontexte vermögender Familien. Mit diesem Blick können wir Prozesse der Produktion bzw. Reproduktion von Reichtum einfangen: Welche Selbstverständlichkeiten, welche Orientierung gibt es? Welche Werte werden weitergegeben?“ Wer von Wohlstand spricht, der darf von Reichtum nicht schweigen. Deshalb sprechen wir in unserer neuesten Folge mit der Soziologin Marliese Weissmann über das Forschungsprojekt „Reichtum als soziale Beziehung“, in dem die Werte und Traditionen vermögender Familien untersucht werden.

Wie denken vermögende Familien über ihre gesellschaftliche Position, Marliese Weißmann?

Wie geht Klimaschutz ohne Verzicht, Karl Steininger?

Ganz wesentlich beim wirtschaftlichen Übergang in eine Welt, die nicht mehr unsere planetaren Grenzen überschreitet, ist die Frage: Gestalten wir diesen Übergang bewusst oder lassen wir ihn passieren mit sehr chaotischen und wahrscheinlich sehr ungerechten Folgen? Denn wenn wir den Übergang gestalten, machen wir es uns viel leichter und können dem nachspüren, was wir im Leben oder als Gesellschaft eigentlich wollen. Es geht beim Klimaschutz deshalb auch darum, aufzuzeigen was gewinnen wir individuell, was gewinnen wir als Gemeinschaft? Ein Podcast der [ksœ - katholische Sozialakademie Österreichs](https://www.ksoe.at/home). [Weitere Infos](https://www.ksoe.at/podcast)

Wie geht Klimaschutz ohne Verzicht, Karl Steininger?

Was ist das Gegenteil von Wohlstand, Monir Fazeli?

„Wohlstand ist nicht nur finanzieller Reichtum, sondern auch die Sicherheit, ohne Sorge seine Zeit selber zu planen und ohne Existenzangst leben zu können. Er bedeutet außerdem, dass man nicht gleich sein soziales Ansehen verliert, wenn z.B. der Job weg ist, weil alle denken, man wäre selbst schuld. Als politische Maßnahme ist daher ein zentrales Anliegen zur Armutsbekämpfung, die Sicherheit für alle zu schaffen, ein Leben in Würde leben zu können.“ In unserer aktuellen Podcastfolge haben wir mit Monir Fazeli über Armut und die Umstände, die dazu führen können, dass Menschen in Österreich von Armut betroffen sind, gesprochen. Sie erzählt von ihrem individuellen politischen Engagement in der Armutsbekämpfung sowie notwendigen systematischen Maßnahmen dafür.

Was ist das Gegenteil von Wohlstand, Monir Fazeli?

Was bedeutet Wohlstand im hohen Alter, Beatrix Auer?

„Wohlstand hängt auch damit zusammen, dass Menschen sich gerade gegen Ende des Lebens geliebt fühlen, dass sie das Gefühl haben, es ist wer da, dem bin ich was wert. Ich glaube gerade diese Perspektive korrespondiert mit dem Thema Wohlstand: Ich bin im Alter was wert. Ich bin wertvoll.“ In unserer neuesten Podcastfolge haben wir mit Beatrix Auer, Leiterin der Seniorenpastoral der Erzdiözese Wien, gesprochen. Sie erzählt davon, wie sich Wohlstandsvorstellungen zwischen jungen und alten Menschen unterscheiden können, was im Alter für gutes Leben gebraucht wird und wieviel ein „wohlhabendes“ Leben im Rückblick bedeuten kann.

Was bedeutet Wohlstand im hohen Alter, Beatrix Auer?

Wie geht Wohlstand und Klimaschutz zusammen, Katharina Rogenhofer?

„Wenn man sich für ökologische und Umweltthemen einsetzt, wird man oft mit dem Vorwurf konfrontiert, dass man den Menschen alles verbieten wolle. Aber ich drehe es lieber um. Ich sage dann immer: Auf was verzichten wir denn eigentlich heute schon, was wir durch Klimaschutz gewinnen könnten? Öffentlichen Raum in Städten, Grünflächen für Naherholung, gerade für die Menschen, die in kleinen Wohnungen wohnen, etc. Wir verzichten ja durch unseren gegenwärtigen, nicht-klimagerechten Lebensstil auf so viel, was wir durch Klimaschutz gewinnen können.“ In unserer neuesten Podcastfolge haben wir mit Katharina Rogenofer, Mit-Initiatorin von Fridays for Future Austria und Vorständin des Kontext Instituts, über die Zusammenhänge zwischen Wohlstand und Klimaschutz gesprochen. Es geht darum, wieso die Verteilung von Wohlstand für Klimaschutz relevant ist, wie Klimaschutzmaßnahmen auch zur sozialen Gerechtigkeit beitragen können, und ob unsere Gesprächspartnerin selbst zuversichtlich in die (Klima-)Zukunft blickt. Ein Podcast der [ksœ - katholische Sozialakademie Österreichs](https://www.ksoe.at/home).

Wie geht Wohlstand und Klimaschutz zusammen, Katharina Rogenhofer?

Was bedeutet Zeitwohlstand, Hanna Völkle und Lukas Heck?

Stress! Zwischen Job, Familie, alltäglichen Erledigungen und Freizeit-Programm fragen sich viele Menschen, wie sie ihre Zeit besser nutzen und einteilen können. Doch Zeitdruck, mangelhafte Zeitplanung und fehlende Zeitsouveränität (und deren positiver Gegenpart Zeitwohlstand) haben oft nicht nur individuelle, sondern auch strukturelle Ursachen – von ungleich verteilter Sorgeverantwortung bis zur Gestaltung von Städten. Wir haben mit Hanna Völkle und Lukas Heck, Wissenschaftler*innen der HWR Berlin und der WU Wien gesprochen: über ihre Definition von Zeitwohlstand, Burn und Bore outs und v.a. auch darüber, was Zeit und Gerechtigkeit miteinander zu tun haben. Ein Podcast der [ksœ - katholische Sozialakademie Österreichs](https://www.ksoe.at/home).

Was bedeutet Zeitwohlstand, Hanna Völkle und Lukas Heck?

Gibt es Verteilungsgerechtigkeit zwischen Männern und Frauen, Karin Schönpflug?

"Was hat Wert und was hat keinen Wert? Für die Ökonomie hat etwas keinen Wert, wenn es nicht produktiv ist für den Markt, der Wert der unberührten Natur, ohne die es kein Leben gibt, wird beispielsweise nicht abgebildet. Genauso wie der Wert der unbezahlten Arbeit im Haushalt. Das ist alles im Sinne der modernen Ökonomie wertlos und nicht ein Teil des Bruttoinlandsprodukts. Wir können aber auch unsere Werte anders denken und Care-Arbeit als wichtige Arbeit anerkennen, die harte Arbeit ist und die ordentlich bezahlt werden muss." In unserer Podcastfolge mit Karin Schönpflug sprechen wir über feministische Ökonomie, die Vermögensverteilung zwischen Männern und Frauen sowie darüber, wie junge Menschen für die Neubewertung von Care-Arbeit kämpfen.

Gibt es Verteilungsgerechtigkeit zwischen Männern und Frauen, Karin Schönpflug?

Gibt es Grenzen des Verzichts, Evelyn Dawid?

"Ein Mensch, der in Armut lebt, jongliert ständig mit dem Geld: Da ist eine Rechnung zu zahlen - geht sich das dieses Monat noch aus? Kann ich mir eine Reparatur leisten oder den Schulausflug der Kinder? Das war für die untere Mittelschicht bisher nicht so, die mussten sich solche Fragen nicht stellen. Das ändert sich zunehmend durch die Teuerung und wir haben eine ganz neue Gruppe, die sich bestimmte Dinge einfach nicht mehr leisten kann." In unserer neuen Podcastfolge zur Teuerung haben wir mit Evelyn Dawid gesprochen. Sie forscht seit 20 Jahren zum Thema Armut und soziale Ausgrenzung und spricht mit uns über die sozialen Folgen der Inflation. Ein Podcast der [ksœ - katholische Sozialakademie Österreichs](https://www.ksoe.at/home). Moderiert und produziert von [Henning Klingen](https://www.henning-klingen.de/). [Weitere Infos](https://www.ksoe.at/podcast)

Gibt es Grenzen des Verzichts, Evelyn Dawid?

Gibt es Alternativen zum Ego-Kapitalismus, Patrick Kaczmarczyk?

"Ego-Kapitalismus definiere ich als kurzsichtige und rücksichtslose Verfolgung von Eigeninteressen als Maxime des politischen Handelns. Dazu braucht es Alternativen und das ist so ein bisschen wie eine Reparatur am fahrenden Wagen, das heißt, man muss diese Alternativen hochfahren, ohne dass man das bestehende Modell vollends gegen die Wand fährt." Ein Gespräch mit Patrick Kaczmarczyk über die Verteilung von Wohlstand und potentielle Hebel um Wohlstand für möglichst alle Menschen möglich zu machen. Ein Podcast der [ksœ - katholische Sozialakademie Österreichs](https://www.ksoe.at/home). Moderiert und produziert von [Henning Klingen](https://www.henning-klingen.de/). [Weitere Infos](https://www.ksoe.at/podcast)

Gibt es Alternativen zum Ego-Kapitalismus, Patrick Kaczmarczyk?

Was ist Wohlstand, Sebastian Thieme?

„Man muss vielleicht auch ein Verständnis von Wohlstand entwickeln, das bestimmte Dinge offen lässt, das auch Konzepte wie Zeitwohlstand miteinschließt oder die Tatsache, dass unbezahlte Care-Arbeit existiert. Wohlstand bedeutet ja auch, dass man im Prinzip sein eigenes Leben in die eigenen Hände nehmen kann.“ Im Staffelauftakt für unsere Staffel 2 zum Thema "Wie geht Wohlstand für alle?" spricht Sebastian Thieme, wissenschaftlicher Referent für Ökononomie der ksœ, über Wohlstandsmessung, die Erweiterung unseres Verständnisses von Wohlstand und die Notwendigkeit von Wirtschaft im Sinne des Gemeinwohls, eingebettet in planetare Grenzen. Ein Podcast der [ksœ - katholische Sozialakademie Österreichs](https://www.ksoe.at/home). Moderiert und produziert von [Henning Klingen](https://www.henning-klingen.de/). [Weitere Infos](https://www.ksoe.at/podcast)

Was ist Wohlstand, Sebastian Thieme?

Vor welchen globalen Herausforderungen steht die Arbeitswelt, Jeremias Adams-Prassl?

"Wenn wir über KI und Arbeitswelt sprechen, denken viele Menschen vor allem daran, dass die Roboter kommen und uns alle Jobs wegnehmen, das entspricht natürlich nicht ganz der Realität. Gleichzeitig aber heißt das überhaupt nicht, dass KI nicht die Arbeitswelt sehr stark verändert. Sie nimmt uns nicht die Jobs weg, aber sie verändert die Jobs und die Arbeit, die wir sehen." In der letzten Folge unserer ersten Staffel sprechen wir mit Univ.-Prof. Jeremias Adams-Prassl (Universität Oxford) über KI-basierte Änderungen in der Arbeitswelt von Kammerjägern bis zu Managern, die ethischen Herausforderungen und wie KI reguliert werden kann.

Vor welchen globalen Herausforderungen steht die Arbeitswelt, Jeremias Adams-Prassl?

Wie schafft man faire Arbeitsbedingungen in der Gig Economy, Christoph Leuchtenmüller?

Am Bau, auf Märkten, beim Putzen: Unser tägliches Leben wird von Menschen gestemmt, die teilweise mit ihrem Lohn unter der Armutsgrenze leben. Wir haben irrsinnig kleine Löhne in Sparten, die essenziell für unser Zusammenleben und für das Funktionieren unserer Gesellschaft sind. Und jede Sparte, in der man sich organisiert, stützt ein gemeinsames Streben nach besseren Arbeitsbedingungen, nach besseren Rechten und unterstützt somit auch die anderen Branchen.“ Christoph Leuchtenmüller, Betriebsrat des Fahrradkurierdiensts Pink Pedals in Graz, spricht mit uns darüber, wie sich Menschen in einer Branche engagieren und organisieren, die sich oft durch besonders schlechte Arbeitsbedingungen auszeichnet. Er erklärt, wie gute Arbeit auch in Kurierdiensten möglich ist - und warum Fahrradkurier sein Traumjob ist.

Wie schafft man faire Arbeitsbedingungen in der Gig Economy, Christoph Leuchtenmüller?

Warum bleibt Sorgearbeit immer noch Frauensache, Uta Meier-Gräwe?

"Die unbezahlte und unterbezahlte Care-Arbeit ist das Fundament, das Rückgrat der am Markt vermittelten Produktion von Waren und Dienstleistungen. Wir brauchen eine Neujustierung der Wirtschaft, die Care zentriert und den Blick darauf schärft, was Menschen brauchen. Das betrifft sowohl Care, im Sinne von Kümmern um Menschen als auch den sorgsamen Umgang mit der Natur." Wir sprechen mit Uta Meier-Gräwe, Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienforschung, über systematische Zusammenhänge zwischen Klimakrise und Care-Krise, die Anstellung pflegender Angehöriger und den Zusammenhang zwischen Care-Arbeit und Fachkräftemangel.

Warum bleibt Sorgearbeit immer noch Frauensache, Uta Meier-Gräwe?

Was ist Freiwilligenarbeit wirklich wert, Eva More-Hollerweger?

"Freiwilligenarbeit hat keinen Marktpreis, aber sie hat eine ökonomische Bedeutung und damit auch einen ökonomischen Wert. Das ist nicht ganz leicht zu messen, weil sie einer ganz anderen Logik als Erwerbsarbeit entspricht, aber wenn man es sich über 40 Arbeitsstunden und das Jahr durchrechnet, erbringt ehrenamtliche Tätigkeit die Arbeitsleistung von mehr als 600.000 Erwerbstätigen." In unserer zweiten Folge zum Thema Ehrenamt sprechen wir mit Eva More-Hollerweger (Wirtschaftsuniversität Wien) über den Wirtschaftsfaktor Freiwilligenarbeit. Das Gespräch befasst sich mit den Grenzen der "ökonomischen Brille" zur Quantifizierung von Freiwilligenarbeit, der Anerkennung unbezahlter Arbeit und ihren Wert - auch über streng wirtschaftliche Kriterien hinaus.

Was ist Freiwilligenarbeit wirklich wert, Eva More-Hollerweger?

Ist Freiwilligenarbeit wirklich unbezahlbar, Ruth Simsa?

„Auf der einen Seite ist es wunderschön – da machen Leute etwas ehrenamtlich für andere und das Gemeinwohl; aus dem Gedanken heraus: ‚Ich mache eine Arbeit, die ich für wichtig halte‘. Auf der anderen Seite ist natürlich schon auch die Frage wichtig: Wofür bezahlen wir als Gesellschaft Geld und wofür nicht? Muss etwas gratis gemacht werden oder leisten wir uns, es zu bezahlen?“ In unserer ersten Folge zum Thema Freiwilligenarbeit sprechen wir mit Univ.-Prof. Dr. Ruth Simsa über Freiwilligenarbeit zwischen sozialen Engagement Einzelner und den Pflichten des Sozialstaates. Im Fokus der Folge steht sowohl die gesellschaftsintegrierende Rolle der Freiwilligenarbeit als auch die Frage, ob freiwillige Arbeit wirklich unbezahlbar ist und ob sie immer "gute Arbeit" ist.

Ist Freiwilligenarbeit wirklich unbezahlbar, Ruth Simsa?

Was passiert, wenn Arbeitslosigkeit neu gedacht wird, Lukas Lehner?

„Am Anfang stand die Erfahrung eines 50-jährigen Arbeitssuchenden, der trotz hunderter Bewerbungen keinen Job fand.", sagt Lukas Lehner von der Universität Oxford über den Beginn des Projekts MAGMA. Es ist das weltweit erste evidenzbasierte Modellprojekt einer Arbeitsplatzgarantie und wird derzeit in Marienthal durchgeführt. Wir sprechen mit ihm über Jobgarantien und welche Auswirkungen sie sowohl auf Langzeitarbeitslose als auch auf die Gesellschaft haben. Darüber hinaus geht es um die historischen Voraussetzungen des Ortes, Gründe für Arbeitslosigkeit, aber auch darum, ob und wie man Arbeitslosigkeit gesellschaftlich anders denken könnte.

Was passiert, wenn Arbeitslosigkeit neu gedacht wird, Lukas Lehner?

Wann macht Arbeit wirklich Sinn, Anna Wall-Strasser?

„Die sogenannte Flexibilisierung hat eigentlich nur auf der einen Seite stattgefunden, dass eben Menschen da sein sollen, wenn die Arbeit da ist; sie ist aber nicht so gestaltet, dass Menschen so flexibel sein können, wie es für ihr eigenes Leben günstig wäre.“ Im Gespräch mit der KABÖ-Bundesvorsitzenden Anna Wall-Strasser sprechen wir über den immateriallen Wert von Arbeit und die Frage „Wann macht Arbeit Sinn?“. Wir sehen uns an, was Menschen brauchen, um gern in die Arbeit zu gehen, und wie Erwerbsarbeit gestaltet sein kann, um unterschiedliche Lebensrealitäten zu berücksichtigen.

Wann macht Arbeit wirklich Sinn, Anna Wall-Strasser?

Grundeinkommen verlosen: Wofür arbeitet, wer nicht muss, Dorothee Herzog?

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Grundeinkommen einfach ganz praktisch auszuprobieren und zu sehen, was macht das eigentlich mit den Menschen?", sagt Dorothee Herzog von der gemeinnützigen Organisation "Mein Grundeinkommen". Wir sprechen mit ihr über das Verlosen von Grundeinkommen, welche Auswirkungen das auf die GewinnerInnen hat und wie das bedingungslose Grundeinkommen Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Fragen liefern kann.

Grundeinkommen verlosen: Wofür arbeitet, wer nicht muss, Dorothee Herzog?

Wie funktioniert die 4-Tage-Woche in der Praxis, Christian Ebner?

"Jetzt ein Jahr darauf zurückblickend muss ich sagen: das passt." Christian Ebner, Geschäftsführer von Elektro Kagerer, spricht über die Einführung der 4-Tage-Woche in seinem Betrieb; darüber, warum er die Idee fast über Bord geworfen hat und wie es dennoch funktioniert hat.

Wie funktioniert die 4-Tage-Woche in der Praxis, Christian Ebner?

Wohin entwickelt sich der österreichische Arbeitsmarkt, Stefan Angel?

Im Gespräch mit dem WIFO-Ökonom Stefan Angel "Wir haben rund 4 Millionen Erwerbstätige in Österreich - es lohnt sich über die verschiedenen Formen von Arbeit zu diskutieren", sagt WIFO-Ökonom Stefan Angel im ksœ Podcast-Gespräch. Seine Einschätzung zur Entwicklung des österreichischen Arbeitsmarkts und warum man sich auch abseits von unmittelbarer Verwertbarkeit fragen muss, was eigentlich "Gute Arbeit" ist, diskutieren wir in der ersten Episode des ksœ Podcasts.

Wohin entwickelt sich der österreichische Arbeitsmarkt, Stefan Angel?
Trailer

361° Sozialkompass - Der Podcast über gesellschaftliche Orientierung und Lösungswege

Der ksœ-Podcast 361° Sozialkompass widmet sich aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und den Menschen, die dafür Orientierungsmöglichkeiten und Lösungswege bieten. Gemeinsam mit ihnen versucht er, mehr über die Voraussetzungen für ein gelingendes gesellschaftliches Miteinander zu erfahren. Einmal im Monat treffen Markus Schlagnitweit und Henning Klingen Personen aus Theorie und Praxis, um mit ihnen herauszufinden: „In welche Richtung kann es weitergehen?“

361° Sozialkompass - Der Podcast über gesellschaftliche Orientierung und Lösungswege