Mit dir, für dich, bei dir - Kapellengespräche Staffel 2

Angelika, Angelika Pohl, Angelika Witczak

Auf Festivals, im Gefängnis, am Flughafen, auf der Straße - überall ist Gott und fast überall gibt es die Kategorial Seelsorge. An den unterschiedlichsten Orten, Zeiten und Situationen sind Seelsorgende mit den Menschen unterwegs, für sie da und stehen ihnen bei. Sie gehen dorthin, wo die Menschen sie brauchen und bleiben nicht bei ihrem Kirch-Standort. Ihre Kirchen und Kapellen sind Bergwerkstollen, Krankenhäuser, Rastplätze und ganz andere Orte. In der zweiten Staffel der Kapellengespräche „mit dir, für dich, bei dir“ besucht Angelika diese Seelsorgenden, begleitet sie bei ihrer Arbeit und spricht mit ihnen im Podcast.

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Aushalten und Mitgehen

Krankenpfleger und Ärztinnen hetzen gestresst von Patient zu Patient. In dem ganzen Gewusel steht auf einmal jemand, der Zeit hat. Genau das will die Klinikseelsorge auch mitbringen: Zeit. Zeit zum Aushalten auch von schlechten Nachrichten und intensiven Gefühlen. Die Klinikseelsorgenden versuchen sich dabei ganz auf ihr Gegenüber einzulassen. Für sie ist es viel intensiver als in der Gemeindeseelsorge und auch deutlich vielschichtiger. Mehr dazu in dieser Podcast-Folge. Der Ort ist diesmal ein Ort der Stille im Klinikum Ludwigsburg.

Aushalten und Mitgehen

Aus dem Glauben ins Handeln kommen

Lagerfeuergottesdienste, kreative Impulse und miteinander Grenzen und Abendteuer erleben: So sieht Verbandsseelsorge bei den Pfadfindern der DPSG (Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg) in der Diözese Rottenburg-Stuttgart aus. Der frisch gebackene Diözesankurat (Verbandsseelsorger), Gerold Traub, ist durch die Pfadfinder sogar zur Berufung als Gemeindereferent gekommen. Bei den Pfadfindern konnte er neue Erfahrungen mit Kirche und Glauben machen und die Gemeinschaft stark erleben. An seiner neuen Aufgabe als Diözesankurat reizt ihn besonders die Mischung aus den spirituellen und administrativen Aufgaben. „Aus dem Glauben ins Handeln zu kommen“, sei dabei das Entscheidende als Kurat – sowohl im Stamm als auch im Bezirk, in der Diözese oder auf Bundesebene. Denn in der DPSG ist das Seelsorgeamt fest auf allen Ebenen etabliert und der spirituelle Charakter besonders wichtig. Mehr zur Verbandsselsorge in der DPSG in dieser letzten Podcastfolge der Kapellengespräche. Der Ort ist diesmal das Schloss Ebersberg – die Bildungs- und Begegnungsstätte der DPSG im Diözseanveraband Rottenburg-Stuttgart.

Aus dem Glauben ins Handeln kommen

Doppelt unabhängig

Die Militärseelsorge ist doppelt unabhängig: sie ist eine eigenständige Diözese und untersteht nicht der Befehlskette im Militär. Deswegen könne er auf manche Bedürfnisse der Soldatinnen und Soldaten besser eingehen als beispielsweise Militär-Psychologen, erklärt Militärseelsorger Thomas. Er ist beim Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw stationiert und war schon auf Einsätzen in Afghanistan, im Kosovo, auf Mali und im Niger. Einen Einblick hinter die Kulissen des KSK und der Militärseelsorge bietet diese Podcastfolge. Der Ort ist diesmal die Kapelle auf dem KSK Gelände in Calw.

Doppelt unabhängig

Sagenumwobener Wallfahrtsort tut Augen und Seele gut

Schon in vorchristlicher Zeit sei Höchstberg ein Kraftort gewesen und seit dem 14. Jahrhundert als christlicher Wallfahrtsort belegt, erklärt Wallfahrtsseelsorger Klaus Bangert. „Viele Menschen kommen hier her. Sie schätzen das Familiäre, das Grüne – sie sagen das tut Augen und der Seele gut“, erzählt er. Das familiäre werde noch verstärkt, dadurch, dass er mit seiner Familie im Pfarrhaus lebt und fast immer ansprechbar sei. Prägend für Höchstberg ist die „Gottesmutter im Nussbaum“. Was es damit auf sich hat und welche Legenden sich darum ranken, kann man in dieser Folge erfahren. Der Ort ist diesmal die Wallfahrtskirche in Höchstberg.

Sagenumwobener Wallfahrtsort tut Augen und Seele gut

Zwischen Badestelle, Zelten und Wohnwagen

Ferien auf dem Campingplatz ist für manch einen zur Tradition geworden. Auch auf die Gottesdienste und anderen Angebote der Campingseelsorge wollen viele nicht mehr verzichten. Der ein oder andere will sogar genau hier heiraten, sein Kind taufen oder sich beerdigen lassen. Die Gründe dafür reichen weiter als die gute ökumenische Zusammenarbeit, erklärt Diakonin Marlene Grühler von der Campingseelsorge: „Die Menschen wissen, sie sind willkommen, wie sie sind, mit ihren Zweifeln und Fragen. Daraus entwickeln sich oft tiefe Gespräche.“ Mehr zur Campingseelsorge in dieser Podcastfolge. Der Ort ist diesmal die Eiche am Bodensee auf dem Campingplatz Gohren.

Zwischen Badestelle, Zelten und Wohnwagen

Sie machen den Flughafen menschenfreundlicher

Es ist wieder Sommer, Ferien- und Reisezeit. Das kann hektisch werden, besonders wenn sich das ein oder andere Problem auftut. Da ist die Seelsorge am Flughafen genau der richtige Ansprechpartner. Die Flughafenseelsorgerin Mechthild Foldenauer, ihr evangelischer Kollege und einige Ehrenamtliche helfen weiter bei jeglichen Problemen. „Oft sprechen die Leute über familiäre Probleme“, erzählt sie. Auch, wenn das Flugzeug oder der Bus einen einfach stehen gelassen hat oder man einen Unfall verdauen muss, bekomme man bei Hilfe ihr. Wer einfach nur mal seine Ruhe im lauten Flughafen braucht oder die Zeit für ein Gebet nutzen möchte, kann den Raum der Stille nutzen. Alle sind willkommen und werden mit ihren Sorgen ernst genommen, denn das Credo der Flughafenseelsorge lautet: „Wir wollen den Flughafen so menschenfreundlich wie möglich machen!“ Mechthild Foldenauer ist zudem auch für die Messe zuständig. Auch hier gilt: Wer dem Trubel entfliehen will oder jemanden zum Reden braucht, kann sich an sie wenden. Mehr zur Flughafen- und Messeseelsorge in dieser Podcastfolge. Der Ort ist diesmal der Raum der Stille von der Stuttgarter Messe.

Sie machen den Flughafen menschenfreundlicher

Die Welt erspüren ohne Augenlicht

Monika Schaufler ist Seelsorgerin bei Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit. Sie kümmert sich vor allem um Neuerblindete und macht inklusive spirituelle Angebote. Ihr ist wichtig, dass die Menschen merken, dass sie etwas wert sind, auch wenn sie ihr Augenlicht verloren haben und auf Hilfe angewiesen sind. Sich an die Situation zu gewöhnen, sei sehr herausfordernd für die Betroffen und Angehörigen, denn „85% der Informationen nehmen wir Menschen über die Augen wahr. Wenn ich nichts mehr sehe, versuche ich besser hinzuhören – Ist da jemand? Kommt da jemand? – zu fühlen – Ist hier jemand im Raum? – Rieche ich jemanden?“ Mehr über die Seelsorge bei Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit in dieser Podcastfolge. Der Ort ist diesmal das Kloster Beuron.

Die Welt erspüren ohne Augenlicht

Hinter Gittern blüht der Glaube auf

In den Gefängniszellen der JVA Ravensburg sitzen die unterschiedlichsten Männer ein. Dennoch bekommt Gefängnisseelsorger Georg Gebhard Unmengen an Anträgen von den Gefangenen. Die Spiritualität blühe hinter Gittern förmlich auf, erzählt er. Dabei spiele die Konfession und auch der Glaube eher eine untergeordnete Rolle. Vom Seelsorger und in den Gebeten und Gottesdiensten erführen viele die meiste Zuwendung im Gefängnisalltag. Wie das genau aussieht, erzählt diese Podcastfolge. Der Ort ist diesmal die JVA Ravensburg.

Hinter Gittern blüht der Glaube auf

Konzerte, Glitzer und Seelsorge

Konzerte, Glitzerstation, Hüpfburg und Seelsorge passen zusammen. Auf dem Kesselfestival in Stuttgart sind Seelsorgende vor Ort, helfen in schwierigen Situationen und sorgen für gute Stimmung – selbst bei Dauerregen. Wie das genau aussieht, erzählt diese Podcastfolge. Der Ort ist diesmal das Kesselfestival.

Konzerte, Glitzer und Seelsorge

Mit der Heiligen Barbara immerfort auf den Baustellen unterwegs

Diakon Peter Maile ist „immerfort auf den Baustellen unterwegs und im Einsatz für würdige und gute Arbeit.“ Dabei ist ihm die Wertschätzung der Arbeiter besonders wichtig, denn „der Mensch soll im Mittelpunkt stehen.“ Besonders wichtig ist den Tunnelbauern der Schutz der Heiligen Barbara. Die Statue steht an jedem Tunneleingang und „die Leute stecken da ihr Herz rein“, erzählt Maile. Ihm gefällt an seiner Arbeit am meisten, „dass ich eine Welt kennenlernen durfte, die mir vorher ganz unbekannt war.“ Der Ort ist diesmal ein Tunneldurchbruch mitten auf einer neuen Eisenbahnstrecke.

Mit der Heiligen Barbara immerfort auf den Baustellen unterwegs

Der Asphalt wird zum heiligen Boden

Angelika Witczak begleitet Fernfahrerseelsorger Josef Krebs und seine Kolleginnen und Kollegen bei einer Osteraktion auf der Raststätte Sindelfinger Wald. Um die Mittagszeit – also zur Pausenzeit – gehen sie auf Fernfahrer zu, verschenken Schokolade, Eier und Osterkerzen und bieten ihnen Beratung und Gespräche an. „Die meisten Fernfahrer sind es nicht gewohnt, positive Worte zu hören oder gar etwas geschenkt zu bekommen“, erzählt Krebs. Doch ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen ist klar: „Hier fährt ein Mensch, seine Würde ist uns heilig!“ Entsprechend versuchen sie, den Fernfahrern zu ihrem Recht zu verhelfen. Besonders herzergreifend wird es wenn sich ein Fernfahrer öffnet, denn „dann wird der Asphalt zum heiligen Boden“. Der Ort ist diesmal die Raststätte Sindelfinger Wald. In der zweiten Staffel der Kapellengespräche „mit dir, für dich, bei dir“ besucht Angelika Witczak verschiedene Bereiche der Kategorial Seelsorge.

Der Asphalt wird zum heiligen Boden

Im Einsatz für Einsatzkräfte

Die Polizei riskiert Leib und Leben bei Einsätzen. Oft ist auch jemand von der Polizeiseelsorge mit dabei und versucht erlebtes vor Ort aufzufangen. Polizeiseelsorger Diakon Georg Hug steht nicht nur für Gespräche, Gottesdienste und Exerzitien zur Verfügung. Er begleitet die Angehörigen der Polizei auch auf Einsätze – wie zu einem Fußball-Spiel oder den G7-Gipfel. Sogar außerhalb der Arbeit und im persönlichen ist er für sie da – hält Taufen, Beerdigungen oder begleitet in schwierigen Lebenssituationen. Der Ort ist diesmal die Nikolauskirche in Stuttgart.

Im Einsatz für Einsatzkräfte

Erste Hilfe für die Seele

In der ersten Folge dreht sich alles um die Notfallseelsorge. Sie wird bei schweren Unfällen, tragischen Todesfällen oder anderen traumatischen Ereignissen gerufen. Ehrenamtliche und Hauptamtliche arbeiten Hand in Hand mit Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Sie sind da, wenn die Menschen sie am meisten brauchen und helfen, den ersten Schock zu überwinden. Der Ort ist diesmal eine Friedhofskapelle. In dieser zweiten Staffel der Kapellengespräche „mit dir, für dich, bei dir“ besucht Angelika verschiedene Bereiche der Kategorial Seelsorge.

Erste Hilfe für die Seele