
Gesellschaft und Engagement verändert sich. Dadurch verändert sich auch die Philanthropie, das finanzielle Engagement von vermögenden Einzelpersonen und Familien. Der Podcast New Philanthropie nimmt diese Änderungen auf, spricht mit Philanthropinnen und Philanthropen, mit Wissenschaftlern, Beratern und anderen Experten.
Alle Folgen
Beate Tumat über Philanthropie, Glaube und Hawai
Ihr Mann hat gemeinsam mit einem Partner Jobrad gegründet und erfolgreich gemacht. Beate Tumat spricht über die Zeiten vor dem Erfolg und welche Rolle das Geben schon immer in ihrer Familie gespielt hat.

Andreas Englisch: Wie viel Philanthropie ist im Vatikan?
Andreas Englisch ist die deutschesprachige Stimme aus dem Vatikan. Keiner bringt den Menschen den Papst und die katholische Kirche näher als der Journalist, der sogar zu einer Privataudienz bei Leo XIV. war. Vom Vatikangeflüster zur Philanthropie, Englisch zeigt sich in diesem Podcast von seiner besten Seite.

Caroline Schnoeckel: junge Stifterin und Philanthropin
Sie ist Unternehmergattin, Philanthropin, Stiftungsgründerin - und das mit 32 Jahren! Carolin Schnöckel setzt sich als Gründerin und Geschäftsführerin der Kindsein Stiftung mit großer Leidenschaft für das Wohl von Kindern ein, insbesondere für benachteiligte Kinder, die selten in den Genuss unbeschwerter Kindheitserlebnisse kommen. Mit einem Stiftungskapital von zehn Millionen Euro hat sie Projekte für neue Schulranzen, Kinder-Kochkurse und Ferienerlebnisse aufgesetzt. Neben dem konkreten Stiftungsalltag spricht Carolin Schnöckel darüber, wie sich ihr juristisches Wissen und ihre persönliche Geschichte als Unternehmergattin ergänzen, um die Stiftung wirksam zu führen und Projekte nachhaltig zu gestalten. Ein eindrucksvolles Plädoyer für mehr Engagement und Optimismus in der Philanthropie. Im Gespräch sagt die Philanthropin: „Was kann bei Engagement schon schief gehen? Man bewegt doch immer etwas!“

Tobias Merckle: Philanthropie ist ansteckend
Der Philanthrop und Sozialunternehmer spricht über sein Engagement, seine Leidenschaft. Tobias Merckle ist mehr als nur Gründer und geschäftsführender Vorstand der Hoffnungsträger Stiftung: Als Philanthrop und Unternehmersohn hat er sein Leben der Unterstützung straffällig gewordener Jugendlicher gewidmet – insbesondere durch das von ihm initiierte Seehaus in Leonberg. Dort bietet er jungen Menschen eine echte zweite Chance, fernab von Vorverurteilungen und gesellschaftlicher Ausgrenzung. „Es geht ja nicht um ein Leben in Saus und Braus, sondern wir sind nur Treuhänder des Geldes.“ Im Podcast von new philanthropy erzählt Tobias, wie diese Haltung seine Arbeit prägt: Nicht das materielle Wachstum, sondern der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen steht im Mittelpunkt – gerade in der Philanthropie. Mit seiner Stiftung schafft er Strukturen, die Veränderung möglich machen, weil sie auf Vertrauen und langfristigem Engagement fußen. Seine Vision ist dabei ebenso klar wie mutig: Es geht um echte Beteiligung der Jugendlichen und darum, gesellschaftliche Brüche zu heilen, nicht zu vergrößern. Sein Ansatz fordert heraus, konventionelle Wege im sozialen Bereich zu überdenken. Zum Abschluss gibt Tobias einen wertvollen Impuls mit auf den Weg: Unzufriedenheit dürfe kein Hemmnis sein – sie sei vielmehr der Motor für Innovation und Wandel. Für alle, die gesellschaftliches Engagement wirklich voranbringen wollen, ist diese Folge eine Einladung zum Umdenken. „Nur wenn man unzufrieden ist, sucht man auch nach Lösungen für die Probleme.“

Neven Subotić über den Mut, Philanthrop zu sein
Vom Fußballprofi in die Philanthropie - Herausforderungen und Chancen Als Fußballprofi stand Neven Subotić im Rampenlicht – Champions-League-Finale, Bundesliga-Titel, Fanliebling bei Borussia Dortmund. Doch was ihn wirklich bewegt, erzählt er in der aktuellen Folge unseres Podcasts „new philanthropy“: Wie sich während seiner Karriere ein wachsendes Unbehagen breitmachte – an der eigenen Rolle, am Konsum, an der Kluft zwischen seinen Privilegien und der Lebensrealität vieler Menschen weltweit. Subotić schildert eindrücklich, wie sich aus dieser inneren Spannung eine Haltung entwickelte: Nicht nur spenden, nicht nur helfen, sondern konsequent Verantwortung übernehmen. Noch während seiner aktiven Zeit gründete er die Neven Subotić Stiftung, heute well:fair foundation, die sich für sauberes Wasser und sanitäre Grundversorgung in Ostafrika einsetzt. Jede Spende fließt zu hundert Prozent in konkrete Projekte – transparent, überprüfbar und auf langfristige Wirkung angelegt. „Man muss den Mut aufbringen, Philanthrop zu sein!“ Subotić spricht im Podcast offen darüber, was ihn damals zögern lassen hat – und was ihn schließlich überzeugt hat, den Schritt vom engagierten Sportler zum aktiven Philanthropen zu gehen. Für ihn ist Philanthropie kein Anhängsel des Erfolgs, sondern eine Haltung, die Bereitschaft zur Veränderung verlangt. Statt Prestige und Profit steht heute Wirkung im Mittelpunkt seines Lebens – mit derselben Konsequenz, mit der er früher Titel gewinnen wollte. Dabei geht es nicht um Selbstaufgabe, sondern um Klarheit: Was zählt wirklich? Was bleibt, wenn der Applaus verstummt? Seine Antwort ist ein eindringlicher Appell an alle, die gesellschaftlich etwas bewegen wollen – nicht erst „nach der Karriere“, sondern jetzt.

Ansgar Gessner über die Herausforderung für die Zivilgesellschaft
Ansgar Gessner hat einen besonders tiefen Blick in die Zivilgesellschaft und darüber einen umfassenden Vergleich zwischen den USA und Deutschland.

Dr. Jörg Dräger über die große Verantwortung des Gebens
Die Herausforderungen in der Stiftung sind groß, doch durch eine fokussierte Arbeit lösbar - sowohl in den weltweiten Projekten als auch bei der dem Projekt der Hamburger Oper. Dr. Dräger spricht mit dem Journalisten Jörg Schumacher und dem Philanthropie Experten Andreas Schiemenz über die Verantwortung des Gebens, die Einbindung der Öffentlichkeit und den Chancen einer nachhaltigen Stiftungsarbeit.

Zukunftsforscher Daniel Dettling und die Trends in der Philanthropie
Was bewegt unsere Gesellschaft? Was kommt auf uns zu – und wie können wir darauf reagieren? Diese Fragen beschäftigen nicht nur Politik und Wirtschaft, sondern zunehmend auch Philanthropinnen und Philanthropen. Eine Antwort darauf hat einer der profiliertesten Zukunfts- und Megatrend-Forscher Deutschlands: Dr. Daniel Dettling. Als Politikwissenschaftler, Keynote Speaker und Berater analysiert er globale Entwicklungen wie Urbanisierung, Digitalisierung oder demografischen Wandel – stets mit einem scharfen Blick auf ihre politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen. In unserem neuen Format „new philanthropy“ spricht Daniel Dettling mit Moderator Jörg Schumacher und Sinngeber-Chef Andreas Schiemenz über aktuelle Trends in der Zivilgesellschaft und der Philanthropie-Bewegung: „Wir erleben eine Demokratisierung des Gebens.“ In der Philanthropie entsteht ein neues Wir-Gefühl. Laut Dettling werden künftig nicht mehr große, traditionelle Stiftungen im Mittelpunkt stehen, sondern viele kleinere, individuell geprägte Initiativen. Die Zukunft des Gebens ist partizipativer, vielfältiger – und demokratischer. Diese Entwicklung beschreibt nicht nur eine strukturelle, sondern auch eine kulturelle Veränderung. Dettling sagt auch: „Trend und Gegentrend – wenn sie aufeinandertreffen, wird es spannend.“ Genau in diesen Spannungsfeldern entwickelt sich auch die Philanthropie weiter: Weg vom zentralisierten Wirken – hin zu mehr Vielfalt, Eigenverantwortung und persönlichem Engagement. Dr. Daniel Dettling studierte in Freiburg, Berlin und der Schweiz, promovierte an der Universität Potsdam und beriet seither zahlreiche Institutionen, Ministerien und Organisationen. Als Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung und ehemaliger Vorsitzender von berlinpolis gehört er zu den wichtigsten Stimmen in der Debatte um die gesellschaftliche Gestaltung von Zukunft. „Die großen Stiftungen verlieren an Bedeutung. Es entstehen viele kleine, sehr individuelle Organisationen.“

Felix Oldenburg über die Kraft des Gebens
Warum ist so viel Geld ohne Wirkung - warum sind die Hürden für ein Engagement so hoch. Felix Oldenburg, ehemals Generalssekretär des Bundesverband Deutscher Stiftung, beschäftigt sich mit diesem Fragen in seinem Buch "Der gefesselte Wohlstand". Und rechnet dabei mit der "Industrie" der Stiftungswelt ab.

Greta Silver: Influencerin und Philanthropin
Heute geht es weiter mit unserer exklusiven Podcast-Reihe new philanthropy. Unter dem Label von Sinngeber sprechen wir mit Experten und Gebenden darüber, wie eine Philanthropie-Bewegung im deutschsprachigen Raum entstehen kann und was es dafür braucht. Das Credo ist: „Vermögen bedeutet Verantwortung.“

Dr. Rainer Esser über die Rolle der Philanthropie in unserer Gesellschaft
In der Podcast Reihe New Philanthropy sprechen Menschen aus der Philanthropie, den Medien, der Wissenschaft und Forschung über Engagement und die Entwicklung in der Gesellschaft.
