Sieben Jahre lang haben wir im „Stundenhotel“ den ganz normalen Wahnsinn seziert und die Weltlage kleingehäckselt, dann haben wir feierlich versprochen: Schluss, Aus, Ende. Aber was kümmert uns unser Geschwätz von gestern? Tina Voß und Dietmar Wischmeyer ziehen um in die Pension Alcatraz. Neuer Name, gewohnt unbarmherzige Ansichten – wir haben uns quasi neu verheiratet, nur ohne die zittrigen Hände eines Standesbeamten. In der ersten Sitzung unserer neuen Sicherheitsverwahrung arbeiten wir uns an folgenden Abgründen ab: Namensfindung des Grauens: Warum wir beinahe als „Isegrim und das Beistellpony“ oder „Mummpitz und Pisacken“ geendet wären. Kulinarische Kapitulation: Dietmar Wischmeyer seziert die „Steckrübe Asiens“ (Tofu) und erklärt, warum ein Borlotti-Bohnen-Ratatouille für ihn eher nach mediterranem Gestrüpp schmeckt. Das Hochzeits-Trauma: Tina Voß berichtet exklusiv, warum ihr beim eigenen Ja-Wort ein herzliches „Ach du Scheiße“ entglitt und warum der Standesbeamte dabei sichtlich zittrig wurde. Die Blink-Verweigerer: Warum Landwirte grundsätzlich nicht blinken („Wissen doch eh alle, wo ich wohne!“) und warum das Auto-Bashing im öffentlichen Raum eine neue Stufe der Eskalation erreicht hat. Das bittere Ende: Ein Ausflug in die Welt der Pharmakologie (Apomorphin), der schmale Grat zwischen Erbrechen und Erotik und warum am Ende doch alles gut wird – außer dem Versprechen, das nie funktioniert.
