In der dritten Sitzung knöpfen wir uns ein Thema vor, das eine ganze Generation gezeichnet hat: Die Sexualkunde der 70er und 80er Jahre. Tina Voß und Dietmar Wischmeyer blicken zurück in eine Ära, in der der Biologieunterricht irgendwo zwischen unfreiwilliger Komik und pädagogischer Abschreckung stattfand. Die Themen dieser Episode: Pädagogisches Hartholz: Warum die Demonstration von Verhütungsmitteln an hölzernen Anschauungsobjekten eher für Verwirrung sorgte, als Licht ins Dunkel zu bringen. Die Biologie der Angst: Über eine Zeit, in der Aufklärung primär daraus bestand, vor düsteren Krankheiten und den sozialen Katastrophen einer zu frühen Elternschaft zu warnen. Außerschulische Tutorials: Warum die wahren Lektionen des Lebens oft auf Jugendfreizeiten stattfanden, während die Schule noch über den Aufbau von Blütenpollen dozierte. Mythen und Alleingänge: Ein kritischer Rückblick auf die Einsamkeit des Einzelnen und die seltsamen Legenden, mit denen man uns damals in der Pubertät sich selbst überlassen hat. Theorie vs. Praxis: Warum der Start ins Liebesleben trotz aller Biologiestunden meistens ein Sprung ins kalte Wasser blieb.
