Rennen ins Regensburger Rathaus | Der Podcast zur Kommunalwahl in Regensburg

Alexander Roth

Der Podcast, der erklärt, was im Regensburger Kommunalwahlkampf wirklich passiert. Ohne Floskeln, ohne PR-Sprech – dafür mit klaren Analysen und ehrlichen Gesprächen. Ich spreche mit Oberbürgermeisterkandidierenden, Journalisten sowie Experten, die wissen, wie Regensburg funktioniert. Wir ordnen ein, schauen hinter Wahlkampflogik und sprechen darüber, was Regensburg in den kommenden Jahren wirklich braucht. Jede Folge gibt einen präzisen Blick auf politische Entscheidungen, Machtfragen und die Dynamiken hinter den Kulissen. Als Audio auf allen Plattformen, als Video und in Clip-Formaten.

Alle Folgen

Lisa Brenner (Volt) – Warum braucht es eine neue Partei auf dem Wahlzettel?

Lisa Brenner, Oberbürgermeisterkandidatin von Volt, erklärt in dieser Episode, wie ihre paneuropäische Partei Regensburg voranbringen will. Die 36-Jährige setzt auf einen pragmatischen Ansatz: Statt ideologischer Grabenkämpfe sollen bewährte Lösungen aus ganz Europa nach Regensburg geholt werden – von Stadtbegrünungskonzepten aus Kopenhagen bis zu Verkehrsprojekten aus Barcelona. Brenner positioniert Volt als progressive Kraft jenseits klassischer Links-Rechts-Schemata und plädiert für mehr Transparenz, Bürgernähe und ambitionierte Klimapolitik. Zudem nimmt sie ausführlich Stellung zu den Antisemitismus-Vorwürfen.

Lisa Brenner (Volt) – Warum braucht es eine neue Partei auf dem Wahlzettel?

Dr. Helene Sigloch (Grüne) - Wie würde ein grünes Regensburg aussehen?

In dieser Episode stellt sich Dr. Helene Sigloch, die Oberbürgermeister-Kandidatin der Grünen, den Fragen zu ihrem 84-seitigen Wahlprogramm und ihrer Vision für Regensburg. Unter dem Motto „Regensburg einfach machen“ plädiert sie für den Abbau bürokratischer Hürden im Bereich Wohnungsbau, eine konsequente Digitalisierung der Verwaltung und eine Mobilitätswende, die über die Altstadt hinausgeht. Sigloch erläutert innovative Ansätze wie einen kommunalen Immobilienfonds zur Mobilisierung privaten Kapitals für bezahlbaren Wohnraum und bezieht Stellung zum weiteren Vorgehen nach dem abgelehnten Stadtbahn-Bürgerentscheid.

Dr. Helene Sigloch (Grüne) - Wie würde ein grünes Regensburg aussehen?

Ingo Frank (Die Partei) - Wie viel Satire steckt in der Regensburger Politik?

In dieser Episode erörtert Ingo Frank, Stadtrat für die Satirepartei Die PARTEI, seine Erfahrungen aus sechs Jahren kommunalpolitischer Arbeit in Regensburg. Frank beschreibt seine Funktion als „Einzelstadtrat“ und „Frühwarnindikator“ bei knappen Abstimmungen sowie seinen Ansatz, Bürgerinteressen durch unkonventionelle Methoden wie Gespräche an der Donau zu ermitteln. Neben einer Bilanz der gescheiterten Koalition stellt er Kernpunkte seines Programms vor, darunter den Bau des „Frank Towers“, Infrastrukturprojekte für den Automobilverkehr und die Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer. Das Gespräch beleuchtet das Spannungsfeld zwischen satirischer Zuspitzung und ernsthafter Sachpolitik in Themenbereichen wie Haushalt, Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung.

Ingo Frank (Die Partei) - Wie viel Satire steckt in der Regensburger Politik?

Jakob Friedl (Ribisl) – Wie verändern Kunst und Zivilgesellschaft die Politik von unten?

In dieser Episode erläutert Jakob Friedl sein Konzept einer „Stadt von unten“, in der Bürger mehr Eigenverantwortung für ihr direktes Wohnumfeld übernehmen können. Er kritisiert eine mangelnde Zusammenarbeit städtischer Ämter und bürokratische Hürden, die zivilgesellschaftliche Projekte wie den Gemeinschaftsbau im Ostpark seit Jahren blockieren. Friedl thematisiert zudem die langfristigen Folgen von Korruption für die Stadtplanung, etwa die Entstehung von „Gated Communities“ statt durchmischter Quartiere. Er plädiert für die Schaffung niederschwelliger Begegnungsräume, um soziale Isolation und Klassismus entgegenzuwirken. Abschließend skizziert er seine Vision für 2032, in der Leerstände selbstbestimmt genutzt werden und Bürger ihre Ideen leichter umsetzen können.

Jakob Friedl (Ribisl) – Wie verändern Kunst und Zivilgesellschaft die Politik von unten?

Dr. Thomas Burger (SPD) – Wie wollen Sie das Rathaus für die SPD verteidigen?

Der promovierte Physiker und SPD-Oberbürgermeisterkandidat Dr. Thomas Burger erläutert in diesem Gespräch seine Ziele für Regensburg, wobei er den aktuellen Haushaltskompromiss als essenziell für die Handlungsfähigkeit der Verwaltung und die Planungssicherheit der Vereine hervorhebt. Er analysiert das Scheitern der bisherigen Koalition aufgrund inhaltlicher Differenzen und plädiert für eine Verwaltungsmodernisierung, die durch Digitalisierung und Prozessoptimierung die Effizienz steigern soll, anstatt auf reinen Personalabbau zu setzen. In der Verkehrspolitik befürwortet Burger Projekte wie die Sallerner Regenbrücke sowie die ideologiefreie Neukonzeption einer leistungsfähigen ÖPNV-Stammstrecke. Zudem setzt er auf die Stärkung des Wirtschaftsstandorts durch den Tech Campus 2 und verfolgt die Vision, das Galeria-Kaufhof-Areal in städtische Hand zu überführen, um dort einen multifunktionalen Ort für Wissenschaft, Kultur und Begegnung zu schaffen

Dr. Thomas Burger (SPD) – Wie wollen Sie das Rathaus für die SPD verteidigen?

Sebastian Wanner (Die Linke) - Wie würde linke Politik Regensburg verändern?

In dieser Folge ist Sebastian Wanner, Oberbürgermeisterkandidat der Linken für Regensburg, zu Gast. Wir sprechen über den Neustart seiner Partei, die aktuell nicht mehr im Stadtrat vertreten ist , und wie er mit einem minimalen Budget von rund 8.000 € gegen die etablierten Parteien antritt. Wanner skizziert seine Vision für ein „lebenswertes Regensburg“: von einer radikalen Wende am Wohnungsmarkt mit einer 80 % Sozialquote über die Vergesellschaftung der Energieversorgung bis hin zu kostenlosem Essen in Kitas und Schulen.

Sebastian Wanner (Die Linke) - Wie würde linke Politik Regensburg verändern?

Benedikt Suttner (ÖDP) - Wie würde ein Regensburg ohne Wachstumszwang aussehen?

In dieser Episode spricht der Oberbürgermeisterkandidat Benedikt Suttner über die Vision einer Stadt, die Lebensqualität über bloßes quantitatives Wachstum stellt. Er erläutert, warum die ÖDP im Stadtrat oft "Kröten schlucken" muss, um langfristige Ziele wie die Verkehrsberuhigung der Altstadt voranzubringen. Suttner skizziert konkrete Schritte zur Klimaneutralität bis 2035, bezieht klar Stellung gegen Großprojekte wie die Sallerner Regenbrücke und erklärt, warum Transparenz und der Verzicht auf Firmenspenden das Fundament seiner Politik bilden. Ein Gespräch über Mut, ehrliche Kompromisse und die Zukunft Regensburgs im Jahr 2026.

Benedikt Suttner (ÖDP) - Wie würde ein Regensburg ohne Wachstumszwang aussehen?

Michael Schien (Freie Wähler) - Wer ist dieser Mann?

In dieser Folge ist Michael Schien zu Gast, Realschullehrer für Englisch und Sport sowie Oberbürgermeisterkandidat der Freien Wähler. Das Gespräch beleuchtet seinen Quereinstieg in die Kommunalpolitik und seinen weitgehend in Eigenregie organisierten Wahlkampf, der ohne externe Agenturen auskommt. Schiene äußert sich kritisch zum strukturellen Haushaltsdefizit der Stadt und schlägt konkrete Einsparungen durch die Verkleinerung der Verwaltung mittels Digitalisierung und KI vor. Im Bereich Mobilität erteilt er einer Neuauflage der Stadtbahn eine Absage und plädiert stattdessen für die Umsetzung der Sallerner Regenbrücke sowie einen pragmatischen Verkehrsmix, der die Belange von Pendlern berücksichtigt. Zudem erläutert er seine Pläne für den Wohnungsbau, die eine Stärkung der städtischen Stadtbau und eine Überprüfung des aktuellen Baulandmodells vorsehen.

Michael Schien (Freie Wähler) - Wer ist dieser Mann?

Horst Meierhofer (FDP) – Warum braucht es die FDP in Regensburg?

In dieser Folge ist Horst Meierhofer zu Gast, langjähriges Mitglied des Regensburger Stadtrats und ehemaliger Bundestagsabgeordneter der FDP. Das Gespräch beleuchtet seinen Weg von der „Aufbruchsphase“ der Regensburger FDP im Jahr 2002 bis hin zur aktuellen politischen Lage der Stadt. Meierhofer spricht offen über das Scheitern der Koalition, seine Haltung zur Stadtbahn und warum er im Wohnungsbau eher auf Marktkräfte und Individualförderung statt auf starre Sozialquoten setzt. Zudem stellt er konkrete Sparvorschläge für die Stadtverwaltung vor, um Spielräume für Investitionen in die Bildung zu schaffen.

Horst Meierhofer (FDP) – Warum braucht es die FDP in Regensburg?

Christian Dietl (DGB) – Was ist für die Beschäftigten in Regensburg wichtig?

In dieser Folge ist Christian Dietl, Geschäftsführer des DGB in der Oberpfalz, zu Gast. Er erläutert die Rolle des DGB als Dachverband von acht Mitgliedsgewerkschaften und deren Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung. Während der Regensburger Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 % aktuell noch stabiler als der bayerische Durchschnitt (4 %) ist, warnt Dietl vor "dunklen Wolken" am Horizont. Besonders der Stellenabbau in der Automobilzulieferindustrie und die Auswirkungen von KI auf hochqualifizierte Berufe bereiten Sorgen. Weitere zentrale Themen sind der massive Mangel an bezahlbarem Wohnraum, die Initiative für ein Azubi-Wohnheim sowie die Forderung nach einer Tariftreue-Regelung bei der Vergabe öffentlicher Aufträge.

Christian Dietl (DGB) – Was ist für die Beschäftigten in Regensburg wichtig?

Matthias Beer und Sebastian Koch (Bürgermeister & Podcaster) - Was wünscht sich der Landkreis von der Stadt?

In dieser Sonderfolge von Rennen ins Regensburger Rathaus sprechen Matthias Beer und Sebastian Koch – beide amtierende Bürgermeister im Landkreis Regensburg und selbst Podcastmacher – über Kommunalwahlkämpfe abseits der Großstadt, politische Realität zwischen Bürgernähe und Finanzdruck sowie das Verhältnis von Stadt und Landkreis.Es geht um Wahlkampf jenseits von Hochglanz, um knapper werdende Haushalte, um kleine Entscheidungen mit großer Wirkung – und um die Frage, was sich der Landkreis tatsächlich von der Stadt Regensburg wünscht. Eine ehrliche, stellenweise unbequeme Bestandsaufnahme kommunaler Politik.

Matthias Beer und Sebastian Koch (Bürgermeister & Podcaster) - Was wünscht sich der Landkreis von der Stadt?

Rückblick und Ausblick

Zum Jahresende blickt „Rennen ins Regensburger Rathaus“ zurück auf die bisherigen Gespräche im Podcast – und zugleich nach vorn auf den Kommunalwahlkampf 2026. In einer offenen Gesprächsrunde werden die Interviews mit Stefan Aigner, Astrid Freudenstein und Joachim Wolbergs eingeordnet, politische Rollenbilder analysiert und strukturelle Schwächen der Regensburger Stadtpolitik offengelegt.Im Mittelpunkt stehen Fragen von Führung, Koalitionslogik, politischer Strategie und der zunehmenden Entpolitisierung des Wahlkampfs. Diskutiert wird, warum Visionen fehlen, warum viele Kandidaturen blass bleiben – und weshalb Kommunalpolitik mehr sein muss als Verwaltung und Ritual. Eine Folge über Macht, Verantwortung und die Frage, warum es einen Unterschied machen sollte, wer Oberbürgermeister wird.

Rückblick und Ausblick

Joachim Wolbergs (ehemaliger Oberbürgermeister) – Wie geht Regieren in Regensburg?

In dieser Folge von „Rennen ins Regensburger Rathaus“ ist der frühere Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs zu Gast. Er blickt auf seine Amtszeit zurück, erläutert zentrale politische Weichenstellungen und analysiert die aktuelle Lage im Regensburger Stadtrat. Themen sind unter anderem Kommunalfinanzen, politische Führung, Wahlkämpfe, Stadtentwicklung, Wohnungsbau, Stadtbahn, Galeria Kaufhof sowie das Selbstverständnis und die Rolle der von ihm gegründeten Wählervereinigung Brücke.

Joachim Wolbergs (ehemaliger Oberbürgermeister) – Wie geht Regieren in Regensburg?

Astrid Freudenstein (CSU) – Was ist Ihr Plan für Regensburg?

In dieser Folge spreche ich mit Astrid Freudenstein, zweiter Bürgermeisterin und Oberbürgermeisterkandidatin der CSU. Sie erklärt, warum aus ihrer Sicht die Koalition mit SPD und Grünen gescheitert ist, wie sie auf die abgelehnte Stadtbahn und die aktuelle Haushaltskrise blickt und warum sie das Regensburger Baulandmodell für einen Wohnungsblockierer hält. Wir reden über Armut in Regensburg, AfD-Hochburgen, Sicherheitsgefühl rund um den Bahnhof und darüber, was eine Stadt realistisch leisten kann. Außerdem skizziert Freudenstein ihre Vorstellungen für die Innenstadt – vom Kaufhof-Areal bis zur Wirtschaftspolitik – und beschreibt, wofür sie als mögliche Oberbürgermeisterin stehen will: mehr Struktur, mehr Kommunikation, mehr Umsetzung.

Astrid Freudenstein (CSU) – Was ist Ihr Plan für Regensburg?

Stefan Aigner (regensburg-digital) – Zustand der Regensburger Kommunalpolitik

Stefan Aigner ordnet den Zustand der Regensburger Kommunalpolitik ein: fehlender Haushalt, zerfallene Mehrheiten, taktisches Spiel der CSU, strategische Schwächen von SPD und Grünen und eine Verwaltung, die sichtbar unter Führungsvakuum leidet. Wir sprechen über die Folgen der Wolbergs-Ära, das Scheitern der Stadtbahn, die Rolle der Brücke und die Frage, warum zentrale Wahlkampfthemen gerade von außen gesetzt werden. Ein tiefes, klares Lagebild wenige Monate vor der Kommunalwahl.

Stefan Aigner (regensburg-digital) – Zustand der Regensburger Kommunalpolitik
Trailer

#0 – Der Auftakt

In Folge 0 von Rennen ins Rathaus gebe ich einen kurzen Einblick, worum es in diesem Podcast geht: den Regensburger Kommunalwahlkampf, die Themen, die die Stadt prägen, und die Menschen, die darüber entscheiden.

#0 – Der Auftakt