
Signal 49! Zeit auf Sendung macht historische Originalaufnahmen wieder hörbar. Der Podcast sammelt, kuratiert und veröffentlicht Stimmen, Sendungen, Mitschnitte und andere akustische Zeitdokumente. Mal als Quelle, mal als Fundstück, mal einfach als faszinierendes Hörmaterial. So entsteht ein Klangraum vergangener Zeiten, der roh, nahbar und oft überraschend aktuell wirkt. Dieser Podcast ist komplett unkommerziell. Er betreibt keine Werbung und es gibt keine Möglichkeiten ihn finanziell zu unterstützen. Schaut auch gern auf dem Kanal vorbei: https://tankie.tube/c/signal_49__zeit_auf_sendung/videos
Alle Folgen
Rudi Dutschke über Demokratie und Revolution — Interview | 1967
Das Gespräch „Günter Gaus im Gespräch mit Rudi Dutschke“ von 1967, das in der Reihe „Zu Protokoll“ geführt und am 3. Dezember 1967 in der ARD ausgestrahlt wurde, gilt als ein Schlüsseldokument der westdeutschen 68er-Bewegung. In der ruhigen, konzentrierten Gesprächssituation bekommt Dutschke viel Raum, seine Kritik an Parlamentarismus, Herrschaftsstrukturen und globaler Ungleichheit zu entfalten.

Kurt Goldstein: Als Kommunist im antifaschistischen Widerstand – Zeitzeugenvortrag | 2006
Die Aufnahme zeigt einen späten Zeitzeugenvortrag des Kommunisten und Antifaschisten Kurt Julius Goldstein (1914–2007). Goldstein, selbst als deutscher Jude verfolgt, kam früh zur kommunistischen Bewegung, schloss sich 1936 den Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg an, wurde 1942 nach Auschwitz deportiert, musste im Außenlager Jawischowitz Zwangsarbeit leisten und überlebte den Todesmarsch nach Buchenwald. In dem Vortrag schildert er eindringlich seinen Weg von den ersten Antisemitismus-Erfahrungen in der Kindheit über Exil und Spanien bis zum Widerstand im KZ. Die Aufnahme ist damit ein wichtiges Zeitdokument über kommunistischen Widerstand, jüdische Verfolgung und antifaschistische Erinnerung.

Israel in den 70ern: Besatzung und Vertreibung – Dokumentation
Diese Audiodokumentation ist eine Adaption von zwei bekannten deutschsprachigen Dokumentationen. Ziel war es, die Originaldokumentationen so zu schneiden, dass sie auch als reines Hörerlebnis in Form dieses Podcasts funktioniert. Szenen, die ohne das Bildmaterial nicht verständlich gewesen wären, wurden entfernt. Andere Stellen wurden behutsam umgeschnitten, damit klarer wird, wer jeweils spricht. Das Intro wurde neu ergänzt, die Klaviermusik stammt vom YouTube Kanal Areej Ibrahim. Insgesamt war es das Anliegen dieses Edits, das ursprüngliche Seherlebnis möglichst authentisch in ein Hörerlebnis zu übertragen und dabei so wenig wie möglich am Original zu verändern.

Die Deutsche Novemberrevolution und ihre Lehren – Tonband-Vortrag | 1978
Die Deutsche Novemberrevolution 1918/1919 und ihre Lehren ist ein historisches Lehr- und Dokumentationsmaterial aus dem Jahr 1978, das als Dia-Ton-Vortrag veröffentlicht wurde. Die Produktion erschien anlässlich des 60. Jahrestages der deutschen Novemberrevolution von 1918/1919 und der Gründung der KPD. Das Original umfasste 68 Farbdias, ein Tonband sowie ein begleitendes Textheft. Herausgegeben wurde das Material vom Verlag für Agitations- und Anschauungsmittel. Der Text stammt von Dr. Siegfried Ittershagen. Inhaltlich behandelt der Vortrag den Verlauf der deutschen Novemberrevolution 1918/1919, die revolutionären Klassenkämpfe am Ende des Ersten Weltkriegs, die Rolle von Arbeiter- und Soldatenräten, die politische Bedeutung von Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Clara Zetkin und Wilhelm Pieck. Folgt gern Red Tapes auf YouTube: https://www.youtube.com/@redtapes89

Wie kam es zum Mauerfall? – Dokumentation | 2015
Dieses Audio stammt von einer Videodokumentation vom YouTube Kanal KIDeutschland. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem 9. November 1989, der DDR und den politischen Umbrüchen am Ende der 1980er Jahre. Im Mittelpunkt stehen die Ursachen der Ereignisse, die Rolle von Revisionismus, westdeutschem Einfluss, Medieninszenierung und wirtschaftlicher Unterwanderung sowie die Frage, warum der Zusammenbruch der DDR nicht einfach als spontane „friedliche Revolution“ verstanden werden kann. Zugleich werden soziale Errungenschaften der DDR, die Folgen der Eingliederung in die Bundesrepublik und die bis heute wirksame Deutungshoheit über diese Geschichte thematisiert.

Glücklich im Kapitalismus? — Radio-Sendung | 1965
„Radio DDR – Glücklich im Kapitalismus?“ ist eine Radio-DDR-Sendung aus dem Jahr 1965, die sich kritisch mit den Lebensverhältnissen in Westeuropa und im Kapitalismus auseinandersetzt. Der Beitrag steht damit exemplarisch für die politische Kommentierung des Westens im DDR-Rundfunk und verbindet Analyse mit tagespolitischer Gravitas.

Gefangene der RAF im Gespräch | 1992
„Gefangene aus der RAF im Gespräch“ dokumentiert ein seltenes Fernsehgespräch aus dem Jahr 1992: In einem 0137 Spezial sprechen Roger Willemsen und Oliver Tolmein in der JVA Celle mit den RAF-Gefangenen Karl-Heinz Dellwo, Lutz Taufer und Knut Folkerts. Vor dem Hintergrund der damaligen Deeskalationsdebatte und der sogenannten Kinkel-Initiative geht es um Isolationshaft, Hungerstreiks, Haftbedingungen sowie um das Verhältnis der Inhaftierten zur RAF, zu ihrer eigenen Geschichte und zur Frage der politischen Gewalt. Das Video gilt als ein früher und außergewöhnlicher Fernsehbeitrag zur öffentlichen Auseinandersetzung mit den inhaftierten RAF-Mitgliedern.

Portrait einer Generation in der DDR und Westberlin — Radio-Sendung | 1964
„Portrait einer Generation in der DDR und Westberlin“ ist eine Radiosendung von Radio DDR II aus dem Jahr 1964, die ein vergleichendes Stimmungsbild junger Lebenswelten in Ost und West zeichnet. Vor dem Hintergrund der deutschen Teilung beleuchtet die Sendung Erfahrungen, Erwartungen und gesellschaftliche Prägungen einer Generation, die im Spannungsfeld von Alltag und politischer Wirklichkeit aufwuchs.

Das Wunder von Wien — Hörspiel | 1967
Das Wunder von Wien ist eine satirisch-groteske Hörspielparabel von Hellmut Butterweck: In Wien gelingt es Rabbi Elimelech, vor den Augen von Wissenschaftlern aus Ost und West ermordete Juden wieder lebendig zu machen. Aus dem „Wunder“ wird jedoch rasch ein politisches und gesellschaftliches Problem, denn Behörden, Öffentlichkeit und Medien reagieren weniger mit Menschlichkeit als mit Bürokratie, Sensationslust und Abwehr. So entlarvt das Stück mit schwarzem Humor den österreichischen Nachkriegsumgang mit Schuld, Erinnerung und Antisemitismus. „Das Wunder von Wien“ ist streng genommen kein originäres Hörspiel von 1968, sondern eine Hörspielbearbeitung von Hellmut Butterweck, produziert von NDR/Saarländischem Rundfunk 1967 und erstgesendet am 18.10.1967 auf NDR 1. Im DDR-Rundfunk lief es dann nachweislich am 7. August 1968 um 20.05 Uhr auf Radio DDR I.

Hände weg von Kuba – Solidaritätssendung | 1962
„Hände weg von Kuba“ war eine Solidaritätssendung des Rundfunks der DDR aus dem Jahr 1962 im Kontext der Kuba-Krise. Die Sendung stellte sich deutlich auf die Seite des revolutionären Kuba und griff die in der DDR verbreitete Parole gleichen Namens auf.

Heinz Keßler – Rede zum 55. Jahrestag der NVA | 2011
Aufzeichnung der Rede von Armeegeneral Heinz Keßler auf einer Veranstaltung des Traditionsverbands Nationale Volksarmee in Berlin zum 55. Jahrestag der Gründung der NVA. Die Veranstaltung fand nach belastbaren Quellen am 5. März 2011 statt.
