
Thema statt Tabu. Was wir aus sexualisierter Gewalt in der Kirche lernen. Jahrzehntelang wurde weggeschaut. Jetzt wird hingehört. In unserem Podcast sprechen wir mit Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Diese Aufarbeitung existiert nur, weil sie von ihnen vorangetrieben, eingefordert und getragen wird. Was sie angestoßen haben, ist unumkehrbar. Expert:innen ergänzen den Podcast aus unterschiedlichsten Perspektiven. Darüber hinaus fließt das Feedback der Hörer:innen mit ein.
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Forensiker Prof. Dr. Dieter Seifert und Richter Werner Richter
Heutige Gäste sind Prof. Dr. Dieter Seifert, Professor für Forensische Psychiatrie sowie langjährige Leiter einer forensischen Klinik für Psychiatrie, und Werner Richter, ehem. Vorsitzender einer der Großen Strafkammern am Landgericht Münster. Wir werfen gemeinsam einen Blick in das Strafrecht, Verurteilung, Schuldhaftigkeit und Therapierbarkeit von Sexualstraftätern. Wir thematisieren zudem eine noch nicht sehr offenkundigen Perspektive, nämlich die auf Täterinnen. ACHTUNG: In dieser Episode teilt der Betroffene Paul sein Feedback zu dieser Folge. Am Anfang und Ende wurden seine Sprachnachrichten eingebaut.

Rechtsanwalt Dr. Ulrich Wastl über Täternetzwerke
Zu unserer heutigen Folge begrüßen wir sehr herzlich Dr. Ulrich Wastl. Er zählt seit vielen Jahren zu den renommiertesten Beratern in den Bereichen Compliance und Internal Investigations, Bankkapital- und Aktienrecht, Wirtschaftsrecht sowie Beratung zur Organhaftung. Mit seiner langjährigen Erfahrung, seiner juristischen Expertise und seinem feinen Gespür für komplexe Sachverhalte schildert er uns in dieser Folge seine Erfahrungen mit nationalen und internationalen Projekten zur Aufklärung und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche. Themenschwerpunkt dieser Folge sind die Verstrickungen von Tätern in Unterstützer- und Täternetzwerke. Der FAZ-Artikel vom 07-03-2026 trägt den Namen: Epstein, Kirche, Odenwaldschule & Co.

Die Geschichte von Andreas
In dieser Podcast-Folge erzählt Andreas seine Geschichte als betroffene Person sexualisierter Gewalt. Offen und reflektiert spricht er über das Erlebte, über Schuldgefühle, die ihn lange begleitet haben, und über die Lügen und Manipulationen des Täters, die diese Schuldgefühle verstärkt haben. Andreas macht deutlich, wie schwer es ist, über sexualisierte Gewalt zu sprechen und wie viel Mut es braucht, sich mit dieser Geschichte zu zeigen. Er beschreibt innere Konflikte, das lange Schweigen und den Weg hin zu mehr Klarheit, Selbstverantwortung und einem neuen Umgang mit der eigenen Vergangenheit. Eine ruhige, ehrliche Episode über Verletzlichkeit, Verantwortung und den Mut, die eigene Geschichte sichtbar zu machen. Danke Andreas!

Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Stephan Rixen
Professor Doktor Stephan Rixen ist ein Juraprofessor an der Uni Köln. Mit ihm ordnet Ulrike im Gespräch das Thema sexualisierte Gewalt geschichtlich und gesellschaftlich ein. Thema ist zudem die fehlende Sensibilität im Umgang mit Betroffenen in staatlichen, institutionellen und kirchlichen Verfahren der Entschädigung und Anerkennung von Leistungen. WICHTIG: In dieser Folge sind zudem O-Töne aus dem Gespräch mit Paul und Paula zu hören, die als Betroffene sexualisierter Gewalt ihre Erfahrungen teilen und damit Aussagen aus dem Gespräch mit Prof. Dr. Stephan Rixen unterstreichen.

Historiker Dr. David Rüschenschmidt: Bystander
Heute sprechen wir mit Dr. David Rüschenschmidt, Historiker an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Religionsgeschichte im 20. Jahrhundert, besonders die Katholizismusforschung und die Forschung zum sexuellen Missbrauch in der Kirche. Außerdem hat er ein zweites Staatsexamen für die Fächer Geschichte, Sozialwissenschaften und katholische Religionslehre und ist selber katholisch. David hat an der Münsteraner Missbrauchsstudie entscheidend mitgewirkt. Schwerpunkte hier waren die Fallstudien sowie die quantitative Auswertung. Seit 2002 und bis 2020 sind erste institutionelle Aufarbeitungsschritte gegangen worden und David hat diese auch für die Studie ausgewertet. Sein aktuelles Forschungsprojekt bei der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg ist eine historisch biografische Arbeit zu Franz Kardinal Hengsbach, insbesondere seine Expertise zum Thema Bystandern ist in diesem Podcast von Interesse. WICHTIG: In dieser Folge sind zudem O-Töne aus dem Gespräch mit Karl Haucke zu hören, der in einer der kommenden Folgen zu Gast in Thema statt Tabu sein wird. Als Betroffener und Aktivist teilt er seine Erfahrungen und unterstreicht damit Aussagen aus dem Gespräch mit Dr. David Rüschenschmidt.

Prof. Dr. Christian Schrapper: Entstehung der UAK
In dieser Folge spricht Ulrike mit Prof. Dr. Christian Schrapper. Er ist maßgeblich verantwortlich für die Entstehung und das Funktionieren der UAV und heutiger Vorsitzender des Vereins. Herr Schrapper berichtet von der Entstehung der unabhängigen Aufarbeitungskommission in den Regionen des Bistums Münster und gibt historische und aktuelle Einblicke in das Thema Heimerziehung, in Auswirkungen für Kinder und Jugendliche. Zudem spricht er über Verantwortung und das Versagen staatlicher Stellen für das Wohlergehen junger Menschen. WICHTIG: In dieser Folge sind zudem O-Töne aus der Geschichte von Melanie Hach zu hören, die in der ersten Folge zu Gast in Thema statt Tabu war: https://podcast.uak-muenster.de/1-die-geschichte-von-melanie-hach

Die Geschichte von Annika
In dieser Podcastfolge hatten wir die Möglichkeit, uns mit der Lebensgeschichte von Annika auseinander zusetzen. Annika ist Betroffene sexualisierter Gewalt. Nicht als Kind, nicht als Säugling, sondern als Jugendliche. Annika ist eine vitale Frau, die mitten im Leben steht und die uns dennoch teilhaben lässt, an ihrem Leben und an ihrer Biografie. Eine spannende Geschichte, die uns zeigt, was Missbrauch mit Menschen anrichtet. Danke Annika.

Trailer 2.0: Thema statt Tabu
Thema statt Tabu. Was wir aus sexualisierter Gewalt in der Kirche lernen. Jahrzehntelang wurde weggeschaut. Jetzt wird hingehört. In unserem Podcast sprechen wir mit Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Diese Aufarbeitung existiert nur, weil sie von ihnen vorangetrieben, eingefordert und getragen wird. Was sie angestoßen haben, ist unumkehrbar. Expert:innen ergänzen den Podcast aus unterschiedlichsten Perspektiven. Darüber hinaus fließt das Feedback der Hörer:innen mit ein. Alle Infos dazu finden sie in den Shownotes.

Prof. Dr. Thomas Schüller: Kirche und Staat
Zu Gast in dieser Episode ist Prof. Dr. Thomas Schüller, römisch-katholischer Theologe, Kirchenrechtler und Mitglied der UAK. Münster ist er einigen bereits bekannt als nahbarer Aktivist in Sachen Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche. Wir sprechen heute mit ihm über den Zusammenhang von kirchlichen Strukturen, Macht und Zölibat und räumen mit einigen Vorurteilen auf. Thomas Schüller nimmt dabei kein Blatt vor dem Mund und spricht auch über Tabuthemen, die sonst keiner anfasst. Wir danken ihm für das interessante Gespräch und die Einblicke, sein Engagement und das wichtige Hintergrundwissen, das sexualisierte Gewalt in Institutionen der katholischen Kirche möglich gemacht hat.

Die Geschichte von Melanie Hach
Heute hören wir die Geschichte von Melanie Hach. Melanie hat uns sehr eindrucksvoll von ihrer bewegten Lebensgeschichte erzählt.Angefangen als kleines Kind bis hin zu ihrem heutigen Erwachsenenalter, ihrem Engagement, aber eben auch all die schwierigen Stellen, auf die wir im Rahmen ihrer Biografie gestoßen sind. Melanie ist einigen bekannt als Schauspielerin im Theaterstück Kinderhäuser und engagiert in vielen Bereichen der betroffenen Arbeit. Wir danken Melanie sehr für die Offenheit und für die klaren Worte, die sie gefunden hat, um ihre Lebensgeschichte für uns im Podcast darzulegen. Danke Melanie.

Trailer: Thema statt Tabu
Jahrzehntelang wurde weggeschaut - jetzt wird hingehört. In der ersten Staffel unseres Podcast erzählen Betroffene von sexualisierter Gewalt in Einrichtungen der Kirche und der Caritas. Wir sprechen mit Expertinnen, stellen Fragen, die lange niemand hören wollte und geben jenen eine Stimme, die zu lange schweigen mussten. - Es geht um Verantwortung und Gerechtigkeit - aber auch um Heilung, Lebensmut und darum, wie Betroffene ihre Geschichte in ihr Leben integrieren und neue Kraft daraus schöpfen können. Aufarbeitung ist deshalb heute wichtiger denn je.
