#146 Isabel Allende – Schreiben zwischen Erinnerung, Politik und Exil
Starke Frauen
16.06.2022 • 38 Min.
Isabel Allende ist eine der meistgelesenen Autorinnen der Gegenwartsliteratur. Ihre Romane verbinden persönliche Geschichten mit politischer Gewalt, Erinnerung und Exilerfahrung. Ein Schreiben, das bis heute prägt, wie Geschichte aus weiblicher Perspektive erzählt wird. Geboren in Lima und aufgewachsen in Chile, begann Isabel Allende ihre berufliche Laufbahn zunächst als Journalistin. Ihr Weg zur Schriftstellerin war kein geplanter, sondern ein allmählicher Bruch mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen ihrer Generation. Mit dem Roman Das Geisterhaus gelang ihr der internationale Durchbruch – literarisch wie politisch. Nach dem Militärputsch und der Ermordung ihres Cousins Salvador Allende ging sie ins Exil nach Venezuela. Diese Erfahrung von Verlust, Vertreibung und Neubeginn prägt ihr Werk bis heute. In dieser Folge sprechen wir über Schreiben als Erinnerungspraxis, über Exil als biografischen Einschnitt und darüber, warum Literatur politisch wirkt, auch wenn sie persönlich erzählt ist. Keine Chronologie – sondern eine Einordnung von Haltung, Werk und Wirkung. Isabel Allende war Mitbegründerin der feministischen Zeitschrift Paula, die in Chile neue öffentliche Räume für Frauen schuf. Ihr Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und millionenfach gelesen. ––––– SERVICE & TRANSPARENZ ––––– Weitere Infos & Kontakt: https://linktr.ee/starkefrauen https://www.podcaststarkefrauen.de/ Team: Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob Recherche & Script: Daniel Jacob Schnitt: Kim Seidler Isabel Allende auf der Frankfurter Buchmesse 2015, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International