November 2025: Die KIM-Studie 2024 - Was Eltern über Mediennutzung von Kindern lernen können
November 2025: Die KIM-Studie 2024 - Was Eltern über Mediennutzung von Kindern lernen können

November 2025: Die KIM-Studie 2024 - Was Eltern über Mediennutzung von Kindern lernen können

Wir sind die Mitte... des Monats


15.11.2025 • 1 Std. 13 Min.

In dieser Folge nehmen sich Elmar und Philip die KIM-Studie 2024 vor - eine umfassende Untersuchung zur Mediennutzung von Kindern zwischen 6 und 13 Jahren in Deutschland. Die Studie liefert spannende Einblicke in die digitale Lebenswelt unserer Kinder. Was hat sich seit 1999 verändert? Die beiden Väter werfen einen Blick auf 25 Jahre Medienentwicklung: Vom seltenen Internetanschluss zur Selbstverständlichkeit. Überraschend: Freund*innen treffen ist nach wie vor die liebste Freizeitaktivität - sogar mehr als früher. Und draußen spielen liegt 2024 auf Platz 2, während 1999 noch Fernsehen dominierte. Bei den Computerspielen zeigt sich: Die Top 10 sind weniger problematisch als oft dargestellt. Minecraft führt die Liste an, gefolgt von Fortnite und FIFA. Die meisten Spiele sind eher niedlich und kreativ als gewalttätig. Aber wie gehen Eltern damit um? Die Studie zeigt: Viele achten auf Altersbeschränkungen, aber nur ein Teil bespricht die Bildschirmzeit aktiv mit den Kindern. Ein zentrales Thema der Diskussion: Verbote allein helfen nicht. Elmar und Philip plädieren dafür, sich inhaltlich mit dem auseinanderzusetzen, was Kinder spielen und konsumieren. Kinder müssen das Gefühl haben, auch über problematische Inhalte sprechen zu können, ohne dass sofort das Tablet weggenommen wird. Beim Thema Datenschutz wird es kontrovers: Viele befragte Eltern sind der Meinung, Datenschutz sei kein Problem, da sie nichts zu verbergen hätten. Die beiden Hosts widersprechen deutlich und erklären, warum Datenschutz gerade für Kinder so wichtig ist - etwa am Beispiel, wie Meta die Handynutzung analysiert, um gezielt Werbung zu schalten. Bei Social Media führt WhatsApp die Nutzung an, gefolgt von TikTok. Was viele nicht wissen: Laut AGB dürften viele der befragten Kinder diese Dienste noch gar nicht nutzen. Die Diskussion zeigt: Die Dunkelziffer ist hoch, und pauschale Verbote greifen zu kurz. Die Studie liefert auch positive Erkenntnisse: Unsere Kinder sind nicht so "kaputt", wie oft in den Medien dargestellt wird. Sie können durchaus einordnen, was unangenehm oder nicht altersgerecht ist. Ein wichtiger Takeaway: Eltern müssen sich mit der digitalen Welt ihrer Kinder auseinandersetzen. Die KIM-Studie bietet dafür eine hervorragende Grundlage und zeigt realistische Zahlen statt Panik. Die vollständige KIM-Studie 2024 findet ihr kostenlos online beim Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest. Eine Fortsetzung zum Thema Social Media und mögliche Verbote haben Elmar und Philip bereits angekündigt.