Zeitschleifen
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Münchner Stadtmuseum


Podcast

In der dritten Staffel "Zeitschleifen. The Restitution Files" verfolgen wir gemeinsam mit Provenienzforscherin Dr. Regina Prinz und Host Anna Scholz die Spur von Silberobjekten, die während des Nationalsozialismus unrechtmäßig in den Besitz des Münchner Stadtmuseums kamen. Jüdischen Menschen wurde in dieser Zeit systematisch der Besitz genommen – von Kunstwerken bis hin zu Alltagsgegenständen wie Besteck oder Schmuck. Regina Prinz versucht heute, die Nachfahr*innen der ursprünglichen Besitzer*innen ausfindig zu machen, um ihnen nicht nur die Objekte, sondern auch einen Teil ihrer Geschichte zurückzugeben. Doch kann das nach so langer Zeit überhaupt noch gelingen? "Zeitschleifen" ist der Podcast des Münchner Stadtmuseums. Schon alle Staffeln gehört? Staffel 2: "Zeitschleifen. Wiesn rewind" Staffel 1: "Zeitschleifen. Geschichte fast forward"

Alle Folgen

  • The Restitution Files (4/6): Die nachfolgenden Generationen

    Vor 5 Tagen25:15

    Im Frühjahr 2023 passiert endlich das, worauf das Team des Münchner Stadtmuseums lange hingearbeitet hat: Die ersten Erb*innen sind gefunden! Einer von ihnen ist Robert Mayer, Sohn der Eigentümer der zwölf Silberlöffel aus der NS-Zwangsabgabe, dem dieser Teil seiner Familiengeschichte bislang komplett unbekannt war. Parallel dazu führt die Recherche zur Studentin Noa Karniro in Israel, einer Erbin des Schlüsselhakens, deren familiäre Wurzeln sich über mehrere Kontinente erstrecken. Für beide ist die Kontaktaufnahme emotional und unerwartet – und die Konfrontation mit ihren Erbstücken eher ein Ausgangs- als ein Schlusspunkt. In der vierten Folge von "Zeitschleifen. The Restitution Files" hört ihr, wie das Silberprojekt eine persönliche Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte anstößt, verstreute Familienzweige miteinander in Kontakt bringt und viele mit einer Vergangenheit konfrontiert, über die lange geschwiegen wurde. Was bedeuten die Erbstücke für die Nachfahr*innen heute? Und wie soll es nun mit den Objekten weitergehen?

  • The Restitution Files (3/6): Die Menschen hinter den Nummern

    22.04.202623:15

    Im Herbst 2022 gelingt Provenienzforscherin Dr. Regina Prinz und ihrem Team der Durchbruch: Mithilfe bislang unbeachteter Listen kann sie erstmals die Silberobjekte aus der NS-Zwangsabgabe konkreten Personen zuordnen. Hinter Inventarnummern kommen Namen zum Vorschein – etwa der Arzt Dr. Eugen Mayer oder der Kaufmann Hugo Brandeis. Ihre Lebenswege weisen viele Parallelen auf, sie sind von Verfolgung, Enteignung und Emigration geprägt. Doch mit ihrer Identifizierung beginnt erst die eigentliche Herausforderung. In der dritten Folge von "Zeitschleifen. The Restitution Files" sucht das Team gemeinsam mit einer neu gewonnenen, hartnäckigen Partnerin auf der ganzen Welt nach den Nachfahr*innen der Familien. Die Recherche führt durch Archive, Datenbanken und über Kontinente hinweg. Dabei wird deutlich, wie komplex diese Aufgabe wirklich ist. Führt die langwierige Suche schließlich auch zum Erfolg?

  • The Restitution Files (2/6): Das fehlende Puzzleteil

    15.04.202623:14

    1997 wird im New Yorker Museum of Modern Art Egon Schieles Porträt "Wally" ausgestellt – doch kurz vor seiner Rückkehr nach Wien beschlagnahmen US-Behörden das Gemälde. Es gilt als NS-Raubkunst: Die jüdische Galeristin Lea Bondi-Jaray war 1938 gezwungen worden, es zu verkaufen. Der Fall löst internationale Aufruhr im Kunstmarkt aus und führt 1998 zu den "Washington Principles", die erstmals den Umgang mit NS-Raubkunst weltweit regeln sollen. Auch das Münchner Stadtmuseum sieht sich dadurch verstärkt mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. In der zweiten Folge von "Zeitschleifen. The Restitution Files" entdeckt Provenienzforscherin Dr. Regina Prinz in bislang unbeachteten Archivakten eine zentrale Spur. Sie gibt entscheidende Hinweise zu den ursprünglichen Eigentümer*innen des Silbers aus der Zwangsabgabe von 1939. Doch kann diese Spur sie auch endlich zu den Nachfahr*innen führen?

  • The Restitution Files (1/6): Geraubtes Silber

    08.04.202623:59

    München, 1939: Vor dem städtischen Leihamt bilden sich lange Schlangen aus Menschen, die Taschen voller Silbergegenstände in den Händen halten. Jüdinnen und Juden wurden von den Nationalsozialisten gezwungen, ihre persönlichsten Gegenstände abzugeben. Dazu gehörte nicht nur wertvoller Schmuck, sondern auch ganz alltägliche Dinge wie Kaffeelöffel, Spardosen oder Schlüsselhaken – eine extreme Entwürdigung. Ein großer Teil der entzogenen Objekte wurde eingeschmolzen, doch einige Stücke landeten im Münchner Stadtmuseum. In der ersten Folge von "Zeitschleifen. The Restitution Files" begleiten wir Provenienzforscherin Dr. Regina Prinz auf ihrer Suche nach den rechtmäßigen Eigentümer*innen des Silbers. Von den Inventarbüchern des Museums führt die Spur ins städtische Leihamt. Doch ist es nach so langer Zeit noch möglich, die Nummern in den Akten mit den Namen der Enteigneten zu verknüpfen?

  • Trailer: Zeitschleifen. The Restitution Files

    03.04.20262:11

    In der dritten Staffel "Zeitschleifen. The Restitution Files" verfolgen wir gemeinsam mit Provenienzforscherin Dr. Regina Prinz und Host Anna Scholz die Spur von Silberobjekten, die während des Nationalsozialismus unrechtmäßig in den Besitz des Münchner Stadtmuseums kamen. Jüdischen Menschen wurde in dieser Zeit systematisch der Besitz genommen – von Kunstwerken bis hin zu Alltagsgegenständen wie Besteck oder Schmuck. Regina Prinz versucht heute, die Nachfahr*innen der ursprünglichen Besitzer*innen ausfindig zu machen, um ihnen nicht nur die Objekte, sondern auch einen Teil ihrer Geschichte zurückzugeben. Doch kann das nach so langer Zeit überhaupt noch gelingen? "Zeitschleifen. The Restitution Files" hört ihr ab 8. April überall, wo es Podcasts gibt. Wir veröffentlichen wöchentlich eine Folge.

  • Feiern als gäbe es kein Morgen? Nachhaltigkeit und das Oktoberfest

    08.10.202526:22

    Das Oktoberfest ist ein Fest der Superlative: fast sieben Millionen Besucher*innen, sieben Millionen ausgeschenkte Maß Bier, Tonnen an verzehrten Brathendln – und damit auch Haufen an Müll und ein enorm hoher Energieverbrauch. Doch 16 Tage Feiern und Spaß sind kein Freifahrtschein, um alle guten Vorsätze in Sachen Nachhaltigkeit über Bord zu werfen. Wie nachhaltig könnte das größte Volksfest der Welt eigentlich sein und werden? Und wo sind die Stellschrauben? Dr. Nana Koschnick, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sammlung Stadtkultur des Münchner Stadtmuseums, bringt das Thema auf den Punkt: Das Oktoberfest ist wie ein Brennglas für die Stadt, denn hier werden gesellschaftliche Entwicklungen besonders sichtbar. Sie zeigt, wie sich die Wiesn in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat. Während Besucher*innen im 19. Jahrhundert eigene Bierkrüge dabei hatten, stehen wir heute vor Bergen von Glasbruch und der Frage: Wie kann die Wiesn bis 2028 klimaneutral werden?