Zukunftsschmiede
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Julia Post


Podcast

Zukunftsschmiede ?️✨ Seit einigen Jahren bin ich Teil des politischen Betriebs: erst ehrenamtlich, inzwischen als Landtagsabgeordnete für München-Pasing. Und immer stärker spüre ich ein Störgefühl: So wie Politik gerade funktioniert, funktioniert sie nicht mehr. Wir hetzen von Termin zu Termin, sitzen in endlosen Sitzungen – und verlieren dabei das Wichtigste aus dem Blick: ➡️ Was ist eigentlich die Vision für unser Land? Immer öfter habe ich das Gefühl, dass wir nur noch die Gegenwart verwalten, statt die Zukunft zu gestalten. Darum starte ich diesen Podcast als gemeinsame Reise. Ich spreche mit Menschen, die Politik neu denken wollen: Expertinnen, Autorinnen, Aktivist*innen, Abgeordneten. Menschen, die sich dieselbe Frage stellen wie ich: ? Wie können wir die Art und Weise verändern, wie wir Politik machen? In den nächsten Wochen erwarten euch Gespräche u. a. mit: Hanno Burmester, Magdalena Rogl, Brand New Bundestag, Impact-Staat, der Hertie-Stiftung, Martin Fuchs, Natascha Sagorski – und vielen mehr. ? Im Zwei-Wochen-Rhythmus geht eine neue Folge online Die Veteran*innen unter euch kennen ihn vielleicht noch aus dem Landtagswahlkampf 2023 – jetzt kommt er mit neuem Design, neuem Konzept und neuem Inhalt zurück.

Alle Folgen

  • Wie geht Kommunalpolitik, die etwas bewegt, Tini Hesse?

    Vor 2 Tagen43:53

    Ich spreche mit Tini Hesse aus dem Bezirksausschuss Sendling über Kommunalpolitik Wie schafft man es, dass Kommunalpolitik nicht nur aus endlosen Tagesordnungen und Papierbergen besteht, sondern dass sich das eigene Viertel wirklich sichtbar verändert? Darüber spreche ich mit Christina „Tini“ Hesse, Kultur- und Nachhaltigkeitsmanagerin und langjährige Fraktionsvorsitzende im Bezirksausschuss Sendling in München. Tini erzählt, wie sie mit einer achtköpfigen ehrenamtlichen Fraktion gestartet ist, welche Rolle Vertrauen, Augenhöhe und das bewusste Sichtbarmachen von Stärken im Team gespielt haben – und warum sie früh entschieden haben, nicht nur auf die Vorlagen der Verwaltung zu reagieren, sondern eigene Ziele zu formulieren. Anhand ganz konkreter Beispiele (Fahrradstellplätze, Spielplätze, Bücherschrank) zeigt sie, wie aus großen Träumen („ein fahrradfreundlicheres Viertel“) kleine, regelmäßige Schritte werden („pro Sitzung ein Antrag“) und wie eine einfache „Selbstbeweihräucherungswand“ dabei hilft, Motivation und Überblick zu behalten. Wir sprechen auch darüber, wie gute Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen gelingt, warum es oft klüger ist, gemeinsam zu feiern statt exklusiv „Wir haben das durchgesetzt“ zu sagen, und wie man Erfolge nach außen kommuniziert, ohne das Ehrenamt weiter zu überfrachten. Wenn du in Gemeinderat, Stadtrat, Bezirksausschuss oder einfach lokal engagiert bist und wissen willst, wie man mit begrenzten Ressourcen maximale Wirkung erzielt, ist diese Folge eine Einladung zum Abgucken. Weiterführende Informationen & Links: • Tini Hesse – persönliche Seite: https://christinahesse.de • Infos zum Bezirksausschuss Sendling: https://www.gruene-muenchen.de/ov-sendling/stadtteilpolitik/bezirksausschuss-6-sendling/

  • Wie erreicht man überparteilich einen Konsens, Natascha Sagorski?

    20.04.202644:56

    Ich spreche mit Natascha Sagorski. Sie hat den gestaffelten Mutterschutz nach frühen Fehlgeburten in Deutschland erkämpft. Überparteilich und während die damalige Ampel-Regierung zusammengebrochen ist. Ich spreche mit ihr darüber, wie sie das defacto als Einzelkämpferin erreicht hat.

  • Wie können wir die Politik verändern, Caroline Weimann?

    07.04.202634:37

    Julia spricht mit Caroline Weimann, der Gründerin von JoinPolitics.

  • Wie müsste sich die Politik ändern, Luisa Hofmeier?

    24.03.202641:51

    Ich spreche mit Luisa Hofmeier vom Projekt "Beruf Politik" der gemeinnützigen Hertie Stiftung über den Beruf Politik, wieso die Arbeitsbedingungen in der Politik nicht ganz unwichtig sind und was wir alle tun können, um das zu verbessern.

  • Braucht es eine Fehlerkultur in der Politik, Martin Fuchs?

    24.02.202643:44

    Julia und Martin sprechen über Fehlerkultur, Medien, den Politikbetrieb und wie man Menschen erreicht. Julia Post spricht mit Martin Fuchs, Politik- und Digitalberater und bekannt als „Hamburger Wahlbeobachter“. Er analysiert seit Jahren politische Kommunikation im digitalen Raum und berät Institutionen und Akteur:innen an der Schnittstelle von Politik, Öffentlichkeit und Social Media. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage nach der Fehlerkultur in der Politik. Anders als in vielen anderen Bereichen – etwa in der Luftfahrt oder in der Startup-Welt – finden politische Prozesse permanent unter öffentlicher Beobachtung statt. Fehler werden nicht intern ausgewertet, sondern live diskutiert, skandalisiert und weiterverbreitet. Das erschwert einen offenen Umgang mit Fehlentscheidungen. Gleichzeitig wäre genau dieser offene Umgang Voraussetzung für Vertrauen und Lernfähigkeit. Diskutiert wird, warum Politik sich damit besonders schwertut und ob Formate wie „Fuck-up-Nights“ auch im politischen Kontext funktionieren könnten. Ein weiterer Themenblock ist der strukturelle Druck im politischen Betrieb. Zwischen Dauerkommunikation, Medienzyklen und Krisenmanagement bleibt kaum Raum für strategisches, langfristiges Denken. Visionen geraten ins Hintertreffen, weil Zeit für echte Reflexion fehlt. Pausen, Ferien und bewusste Unterbrechungen sind in diesem Zusammenhang keine Nebensache, sondern notwendige Voraussetzungen für nachhaltige politische Arbeit. Auch der Wandel der Medienlandschaft spielt eine Rolle. Klassische journalistische Einordnung verliert an Reichweite, während soziale Netzwerke Dynamiken beschleunigen. Empörung verbreitet sich schnell, Differenzierung langsamer. Das verändert den Umgang mit Fehlern und verschärft den öffentlichen Druck. Schließlich geht es um politische Teilhabe: Wie kommt Politik wirklich mit Menschen in Kontakt? Veranstaltungen sind formal offen, doch oft erscheinen immer dieselben Gruppen. Reicht es, Angebote bereitzustellen, oder braucht es neue Formate und andere Zugänge? Diskutiert wird, wie Trends aufgegriffen werden können, ohne ihnen unreflektiert hinterherzulaufen – und warum Reichweite im Digitalen nicht der alleinige Maßstab sein sollte. Wenn 50 Personen zu einer analogen Veranstaltung kommen, gilt das als Erfolg. Online wird dieselbe Zahl häufig als zu gering wahrgenommen.

  • Wie kann der Bundestag anders werden, Maja?

    02.02.202635:10

    In dieser Folge von Zukunftschmiede spreche ich mit Maja Bisanz von "Brand New Bundestag". BnB ist eine NGO, die es sich zum Ziel gesetzt hat, unsere politische Landschaft grundlegend zu verändern. Und zwar, indem sie die Besetzung der Parlamente verändern. Sie fördern gezielt Talente, die eben nicht die klassische Parteilaufbahn durchlebt haben, sondern aus der Wirtschaft, Wissenschaft oder aktivistischem Umfeld kommen. Ich spreche mit Maja über den politischen Betrieb, über die Kultur in den Parteien, über verschiedene Wege in die Politik und was sich am Politikbetrieb ändern sollte.