#5nach12 mit Dr. Kira Vinke und Enrico Eberlein
#5nach12
03.09.2026 • 1 Std. 3 Min.
Kriege, extreme Hitze, steigende Energiepreise, Migration und geopolitische Abhängigkeiten werden oft getrennt diskutiert. Verstärkt das unsere Probleme? Die Wirklichkeit hält sich nicht an Ressortgrenzen. In der neuen Folge #5nach12 spreche ich mit Dr. Kira Vinke darüber, warum die Klimakrise längst auch eine Frage von Sicherheit, Außenpolitik, Energieversorgung und gesellschaftlicher Stabilität ist. Kira ist stellvertretende Forschungsdirektorin und leitet das Zentrum für Klima und Außenpolitik bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der DGAP. Zuvor arbeitete sie viele Jahre am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Die Zeit, in der eine Wirtschaft funktioniert, die von fossilen Importen abhängig ist, sind vorbei.“ Sicherheit bedeutet mehr als Verteidigung und geopolitische Konflikte. Sie betrifft auch Menschen, die unter extremer Hitze leiden. Sie betrifft Fluten, Dürren und zerstörte Lebensgrundlagen. Und sie betrifft die Abhängigkeit von Öl und Gas, wenn Preise steigen und Krisen Haushalte, Unternehmen und Wirtschaft unter Druck setzen. Fossile Abhängigkeit ist eine sicherheitspolitische Verwundbarkeit. Darum sprechen wir über erneuerbare Energien, Wärmepumpen, Speicher und Elektromobilität als Stärkung für unsere Souveränität. Es geht um Resilienz. Und warum kritische Rohstoffe Recycling, Forschung, faire Partnerschaften und europäische Innovationskraft verlangen. „Je mehr wir lokale Energie schöpfen können, desto resilienter können wir uns auch machen“ Und es geht um Klimamigration. Viele Menschen wollen ihre Heimat nicht verlassen. Deshalb geht es um das „Recht zu bleiben und die Freiheit zu gehen“. Um Lebensgrundlagen, Selbstbestimmung und Verantwortung. Sicherheit, Klima, Migration und Demokratie müssen gemeinsam gedacht werden. Bei #5nach12 spreche ich über die Transformation und Lösungen, die Wirkung zeigen. Hören, was wirkt. Euer Enrico Eberlein