#5nach12 mit Erfinder Hans Constin und Enrico Eberlein
#5nach12
28.05.2026 • 54 Min.
Es geht um sehr viel. Aber ich vermute, es gibt auch sehr viel Widerstand. Wir sind diesmal ganz früh dabei und liefern sozusagen Starthilfe für einen neuen Standard. Kennst du den Nokia-Communicator? Nutzt du vielleicht eine Fritz-Box? Beide Entwicklungen sind Teil der Geschichte meines heutigen Gastes. Diesmal geht es bei #5nach12 um eine Lösung und Erfindungen, die an einer oft unterschätzten Stelle ansetzen. Nachhaltigkeit beginnt im Design. „Am Design entscheidet sich rund 90 Prozent dessen, was am Produktende passiert.“ so Prof. Hennicke vom Club of Rome. So wie Produkte gedacht, gebaut und zusammengesetzt werden, entscheidet ob sie später reparierbar, austauschbar, wiederverwendbar und wirklich kreislauffähig sind. Typisch Berlin. Wir sind mittendrin in einem Hinterhof. Mein Gesprächspartner ist Hans Constin, Erfinder, Unternehmer und Entwickler an der Schnittstelle von Design, Technik und Produktion. Wir sprechen über sein Projekt Ella, um standardisierte und reparierbare Akkus, um elektrische Leichtfahrzeuge vom E-Tretroller bis zum kleinen Auto und ein neuen Standard. Die Idee geht weiter: Akkuwechselstationen im Paketstations-Format, die Fahrzeuge versorgen und auch als netzdienliche Speicher fungieren. Jeder Akku wird zum intelligenten Baustein einer resilienten Energieinfrastruktur. Brauchen wir nicht mehr Speicher!? Warum sollen Nutzer für proprietäre Akkus zu viel zahlen? Warum werden Akkus weggeschmissen, obwohl nur eine Zelle defekt ist? Warum nutzen wir nicht Standards, die Reparatur, Wiederverwendung und Kreislaufwirtschaft möglich machen? Wie kann ein Akkusystem auch die Energieversorgung in Städten unterstützen? Das Gespräch zeigt, wie sehr sich Zukunft schon am Anfang entscheidet. Wer sich für Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Mobilität, urbane Energieinfrastruktur und neue Standards interessiert, sollte unbedingt reinhören. Hören, was wirkt. Die Zukunft hat längst begonnen. Euer Enrico Eberlein