Geht das Kopfkino nach dem Horrorfilm weiter?
Geht das Kopfkino nach dem Horrorfilm weiter?

Geht das Kopfkino nach dem Horrorfilm weiter?

Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein.


Vor 6 Tagen • 4 Min.

In dieser Folge sprechen wir über das Gefühl, nach einem Horrorfilm noch angespannt zu sein. Der Film ist vorbei, aber die Bilder und Geräusche bleiben im Kopf, besonders beim Versuch einzuschlafen. Wir beschreiben, wie nach dem Film selbst alltägliche Dinge wie ein Knacken im Flur oder eine Jacke im Zimmer plötzlich bedrohlich wirken können. Wir machen deutlich, dass Angst in diesem Moment nichts Ungewöhnliches ist und nicht weggedrückt werden muss. Es kann gleichzeitig klar sein, dass es nur ein Film war, und trotzdem kann sich die Dunkelheit unangenehm anfühlen. Statt sich dafür zu schämen, geht es darum, die eigene Anspannung wahrzunehmen und freundlich mit sich zu bleiben. Wir geben einfache Möglichkeiten, mit dem Grusel danach umzugehen. Dazu gehören ein beruhigender Satz an sich selbst, der Blick auf die reale Umgebung, das Spüren der Bettdecke oder der Matratze, ruhiges Ausatmen und bei Bedarf ein kleines Licht. Auch ein Glas Wasser, ruhige Musik oder eine vertraute Stimme können helfen. Am Ende geht es auch darum, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen. Wer merkt, dass Horrorfilme direkt vor dem Schlafengehen zu viel sind, darf den Zeitpunkt ändern oder etwas anderes auswählen. Wenn jemand anders davon erzählt, hilft oft ein verständnisvoller Satz mehr als eine Abwertung mit „ist doch nur ein Film“. Der Podcast dient der Information und Selbstreflexion. Er ersetzt keine individuelle psychologische Beratung oder Psychotherapie.