#31 Kapitalismus wegatmen? Die Entpolitisierung durch Achtsamkeit, Yoga & Co
Armutszeugnis
Vor 4 Tagen • 1 Std. 15 Min.
Yoga-Studios sprießen aus dem Boden, Meditationsapps haben Millionen Nutzer*innen und immer mehr Menschen üben sich in Praktiken der Achtsamkeit, englisch: Mindfulness. Auch Unternehmen wie Bosch, Telekom oder BASF setzen Achtsamkeitsprogramme in der Personalentwicklung ein, SAP beschäftigt sogar einen „Chief Mindfulness Officer“. Die Stress-Reduction Industry boomt. Das ist auch eine Antwort auf die zunehmenden Krisen im Kontext neoliberaler Individualisierung. Doch Mindfulness-Praktiken werden u.a. als Betäubungsmittel gegen die herrschenden Verhältnisse kritisiert. Andere sehen in ihnen das Potential, die Welt zu verbessern. Über diese Ambivalenzen sprechen wir mit der Journalistin, Podcasterin und Autorin Kathrin Fischer. Im April 2026 erschien ihr viel diskutiertes Buch „Achtsam geht die Welt zugrunde. Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert“. Kathrin Fischer hat 15 Jahre beim Hessischen Rundfunk gearbeitet und hostet seit 2022 den Podcast „Erschöpfung statt Gelassenheit. Warum Achtsamkeit die falsche Antwort auf ziemlich jede Frage ist".