Elf Monate lang wollte ich nur nach Hause. Als ich endlich dort war, merkte ich: Das Haus war noch dasselbe. Ich nicht.
Elf Monate lang wollte ich nur nach Hause. Als ich endlich dort war, merkte ich: Das Haus war noch dasselbe. Ich nicht.

Elf Monate lang wollte ich nur nach Hause. Als ich endlich dort war, merkte ich: Das Haus war noch dasselbe. Ich nicht.

Aufstehen beginnt im Kopf – der Podcast mit Marion Bender


21.08.2026 • 17 Min.

Fast elf Monate lang hatte ich nach meinem Reitunfall nur einen großen Wunsch: Ich wollte nach Hause.Als dieser Tag endlich kam, saß ich im Garten meiner Eltern. Die Sonne schien. Alles war vertraut. Das Haus, die Geräusche, die Gerüche.Und trotzdem fühlte sich vieles fremd an.Das Haus war noch dasselbe. Ich nicht.Meine Wohnung lag im Obergeschoss, der geplante Aufzug fehlte noch und mein Vater trug mich die Treppe hinauf. Ich war dankbar für seine Hilfe – und litt gleichzeitig darunter, sie zu brauchen.Ein Teil von mir hatte gehofft, zu Hause auch die Marion von früher wiederzufinden. Die Sportlerin. Die Springreiterin. Die junge Frau, die nicht darüber nachdenken musste, ob ihr Körper mitmacht.Doch irgendwann verstand ich: Ich musste nicht zurück.In dieser Folge spreche ich darüber, warum wir nach schweren Veränderungen nicht wieder die Alten werden müssen. Warum es uns zusätzlich unter Druck setzen kann, unser heutiges Ich ständig mit früher zu vergleichen. Und warum wir nicht sofort wissen müssen, wie unser neues Leben aussehen soll.Vielleicht reicht zunächst ein Gedanke:Ich muss nicht zurück.Ich darf von hier aus weiter.