220 Wenn Sichtbarkeit zum Risiko wird - Personal Branding mit Strafverteidiger Burkhard Benecken
Vor 3 Tagen•39:14
Was passiert, wenn Sichtbarkeit beruflich enorm viel bringt und gleichzeitig zum persönlichen Risiko werden kann? Burkhard Benecken ist seit 23 Jahren Strafverteidiger und bundesweit aus aufsehenerregenden Strafverfahren bekannt. Er verteidigt Menschen, denen Mord, Vergewaltigung und schwere Gewalttaten vorgeworfen werden, ist regelmäßig als Experte im Fernsehen zu sehen und erreicht über Social Media eine große Community. Gemeinsam mit seinem Kanzleipartner ist er auf TikTok und Instagram als „Advokaten des Bösen“ präsent. Seine Sichtbarkeit ist längst Teil seiner Personal Brand und hat konkrete Auswirkungen auf sein Geschäft. Nach TV-Auftritten gehen teilweise bis zu 100 Anfragen bei ihm ein. Für viele Menschen sei der Anwalt, den sie aus dem Fernsehen kennen, automatisch ein guter Anwalt. Doch diese Bekanntheit hat eine andere Seite. In dieser Folge von „Be Your Brand“ spreche ich mit Burkhard darüber, wie es ist, öffentlich sichtbar zu sein und gleichzeitig mit Menschen aus teilweise hochkriminellen Milieus zu arbeiten. Er erzählt von Anfeindungen nach öffentlich beachteten Prozessen, von den Grenzen seiner Sichtbarkeit und davon, warum seine Familie und insbesondere seine Tochter auf Social Media weitgehend privat bleiben. Wir sprechen auch darüber, wie seine Personal Brand entstanden ist. Burkhard wollte schon früh als Strafverteidiger in die Öffentlichkeit. Sein Vater, ebenfalls Strafverteidiger, war medial präsent und wurde für ihn zum Vorbild. Heute ist Öffentlichkeit für Benecken mehr als ein PR-Instrument zur Mandantengewinnung. Mit seinen Erfahrungen möchte er gesellschaftliche Diskussionen anstoßen. Gerade bei jungen Mandanten erlebt er eine besondere Wirkung seiner Social-Media-Präsenz: Manche kennen ihn bereits als „TikTok-Anwalt“ und sind dadurch für seine Ratschläge erreichbar. Was macht Sichtbarkeit glaubwürdig? Wo verläuft die Grenze zwischen Personal Branding und Selbstdarstellung? Und was können Menschen, die ihre eigene Expertenmarke aufbauen wollen, aus seinen Erfahrungen lernen? Beneckens wichtigster Rat: Authentizität lässt sich langfristig nicht durch Inszenierung ersetzen. In dieser Episode erfährst du: • wie Fernsehen und Social Media neue Mandanten bringen • welche Risiken öffentliche Sichtbarkeit als Strafverteidiger hat • welche privaten Grenzen Benecken auf Social Media zieht • warum Authentizität für seine Personal Brand entscheidend ist • wie Sichtbarkeit bei jungen Mandanten Vertrauen schaffen kann • wo für ihn Personal Branding zur Selbstinszenierung wird Außerdem sprechen wir über seine Arbeit als Strafverteidiger: Wie geht man professionell mit Menschen um, denen schwerste Straftaten vorgeworfen werden? Burkhard erzählt von Fällen, die selbst ihn sprachlos gemacht haben, und davon, wie er gelernt hat, die Geschichten seiner Mandanten nicht mit nach Hause zu nehmen. Zum Ende geht es um sein achtes Buch „Wenn Teenager eskalieren – Was wir gegen eine zunehmende Gewaltbereitschaft und den Verlust moralischer Hemmschwellen tun können“. Darin verarbeitet Benecken reale Fälle und seine Erfahrungen mit Kinder- und Jugendkriminalität. Eine Folge über Personal Branding unter außergewöhnlichen Bedingungen, Sichtbarkeit und Sicherheit, Authentizität, Expertenpositionierung, PR und Social Media. Hinweis: In dieser Folge werden teilweise schwere Gewaltverbrechen und Gewalttaten beschrieben. Über Burkhard Benecken: Burkhard Benecken ist Strafverteidiger, Autor und TV-Experte. Buch: „Wenn Teenager eskalieren“ Kampenwand Verlag, 24. September 2026 Über „Be Your Brand“: Im Podcast von Personal Branding Coach Verena Bender geht es um Personal Branding, Positionierung, Sichtbarkeit, PR, LinkedIn, Social Media und den Aufbau einer glaubwürdigen Expertenmarke. Links: Newsletter: https://beyourbrand.substack.com/ 1:1 Coaching: https://prleben.de/coachings/ Buch: https://www.amazon.de/Wenn-Teenager-eskalieren-Benecken-Burkhard/dp/3986602704/