calmar.one: KI-Regenwassermanagement mithilfe von Echtzeit-Wetterdaten
Betonpioniere
28.04.2026 • 16 Min.
Ein Regenrückhaltebecken, das gleichzeitig als Nutzwasserspeicher funktioniert – gesteuert von einer KI, die Wetterdaten auswertet und eigenständig entscheidet. Mario Bodenbender erklärt, wie calmar.one das möglich macht. Niederschlagswasser muss zurückgehalten werden – das schreibt das Baurecht vor. Gleichzeitig ist dieses Wasser wertvoll: bspw. für die Bewässerung von Grünflächen, oder die Toilettenspülung im Gebäude. Das Problem: Beides gleichzeitig zu managen war bisher kaum möglich. Entweder ist der Behälter leer – und das Wasser ist ungenutzt abgeflossen. Oder er ist voll – und beim nächsten Regenereignis fehlt die Kapazität. In dieser Folge spricht Mario Bodenbender über calmar.one– ein KI-gestütztes Steuerungssystem, das genau in dieser Lücke ansetzt. Das System ruft Echtzeit-Wetterdaten vom Deutschen Wetterdienst ab, lernt das lokale Verbrauchsverhalten des Objekts und entscheidet eigenständig, wann der Speicher geleert werden muss – und wann nicht. Das Ergebnis: Ein System, bei dem kein manueller Eingriff nötig ist und es keine Lücke im Betrieb gibt – auch nicht am Wochenende, auch nicht nachts. Erste Projekte laufen bereits, unter anderem im Rechenzentrumsbereich. Und calmar.one lässt sich auch bei schon bestehenden Anlagen nachrüsten. Zitat der Folge „Regen macht keinen Feierabend und kein Wochenende – und deshalb braucht es ein System, das eigenständig entscheidet, ohne dass jemand eingreifen muss." — Mario Bodenbender