Workshop Facilitation (Lukas Steurer, Nadja Stielau)
BJA PODCAST
10.09.2026 • 31 Min.
In dieser Folge sprechen wir darüber, worin sich Moderation und Facilitation unterscheiden. Wir beschreiben Moderation als das Führen durch einen Prozess, in dem alle zu Wort kommen, Zeiten eingehalten werden und am Ende Entscheidungen und Dokumentation möglich sind.Bei Facilitation gehen wir einen Schritt weiter und verbinden den Termin mit Lernen und Veränderung. Wir wollen nicht nur Ergebnisse im Raum erreichen, sondern auch neue Perspektiven eröffnen und den Beteiligten ermöglichen, sich nach dem Termin anders zu verhalten.Ein wichtiger Teil ist für uns die Auftragsklärung. Wir fragen, wozu ein Termin eigentlich stattfindet, welches Ergebnis gewünscht ist, wie Beteiligung aussehen soll und welche Verantwortung bei uns oder bei der auftraggebenden Seite liegt. Gerade die Frage nach dem „Wozu?“ kann Formate und Erwartungen grundlegend verändern.Wir sprechen auch über die Gestaltung von Agenda und Ablauf. Während Moderation oft klarer planbar ist, braucht Facilitation mehr Puffer, weil Erkenntnisse erst im Verlauf entstehen. Deshalb arbeiten wir stärker mit Hypothesen, Beobachtungen und passenden Interventionen statt mit starren Zeitplänen.Ein weiterer Schwerpunkt ist der bewusste Einsatz von Methoden, Raum und Gruppendynamik. Wir nennen Beispiele wie Kleingruppen, Standortwechsel, Körperlichkeit, Gegenstände oder gezielte Ankommensrunden. Entscheidend ist für uns immer, welche Wirkung wir damit erreichen wollen.Zum Schluss gehen wir auf Remote-Formate ein. Dort sind Vorbereitung, technische Möglichkeiten, Raumgestaltung in Tools und klare Rechte besonders wichtig. Wir betonen, dass auch online Facilitation möglich ist, aber andere Anforderungen stellt als Präsenzformate.