1589: Die grausamste Werwolf-Hinrichtung Europas – und ihr wahres Motiv
Blanker Horror
Vor 6 Tagen • 21 Min.
Im Herbst 1589 wird bei Bedburg im Rheinland ein wohlhabender Bauer als Werwolf zu Tode gebrochen. Sein Name: Peter Stubbe. Sein Fall wurde in ganz Europa gedruckt und prägte unser Bild vom Werwolf bis heute. Doch je genauer man hinsieht, desto weniger geht die Geschichte auf – bis hin zu einem Gast am Schafott, der dort eigentlich nichts zu suchen hatte. Eine Spurensuche zwischen Aktenlage, Flugschrift und dem Krieg, der alles erklärt. ? Quellen & weiterführende Literatur (Auswahl): • „The Damnable Life and Death of one Stubbe Peeter", London 1590 (Übers. George Bores) – die zentrale Primärquelle; deutscher Originaldruck verschollen. • Tagebuch des Hermann von Weinsberg, Kölner Ratsherr – unabhängige zeitgenössische Bezeugung. • Holzschnitt/Einblattdruck, zugeschr. Lukas Mayer (Nürnberg); Kupferstich Franz Hogenberg. • Montague Summers, „The Werewolf" (1933) – Wiederabdruck der Flugschrift von 1920. • Rolf Schulte, Untersuchung zu Männern in den Hexenprozessen (um 2000) – Werwolf als männliches Pendant zur Hexe. • Elmar Lorey (1945–2019), Forschungen zu Werwolfprozessen der Frühen Neuzeit – Werwolf als instrumentalisierbare Prozessvariante (elmar-lorey.de). • Zum politischen Kontext: Kölner/Truchsessischer Krieg 1583–1588.