Brandenburg talks EU: Krass europäisch
Brandenburg talks EU: Krass europäisch

Brandenburg talks EU: Krass europäisch

Stefanie Schuster


Podcast, Unterhaltung

Manchmal scheint die Europäische Union ganz schön weit weg zu sein! Von Potsdam nach Brüssel sind es etwa 720 Kilometer - und von der Lausitz aus etwa 850. Goldene Sterne auf blauem Fahnengrund sieht man im nüchternen Brandenburg eher selten! Aber eigentlich ist die EU längst in Brandenburg angekommen - und umgekehrt! Dieser Podcast begibt sich auf Spurensuche - und fördert erstaunliches zutage: Etwa gigantische Wissenschaftsparks samt begeisterten, engagierten Europäerinnen und Europäern - hören Sie doch einfach mal rein!

Alle Folgen

  • Wem gehört Europas Acker?

    Vor 2 Tagen48:15

    Europa und Brandenburg – das ist ein weites Feld. Und nirgendwo wird das so konkret wie auf den Äckern Brandenburgs. Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU, kurz GAP, ist für viele landwirtschaftliche Betriebe eine wichtige Grundlage ihrer wirtschaftlichen Existenz. Doch mit dem neuen EU-Finanzrahmen könnte sich vieles verändern: Die Kommission plant, die Agrarförderung deutlich zurückzufahren und die bisherige Verteilung der Direktzahlungen neu zu ordnen. Was bedeutet das für Brandenburg – ein Bundesland, das von großen Landwirtschaftsbetrieben geprägt ist? Und was passiert, wenn gerade diese Betriebe künftig deutlich weniger Unterstützung aus Brüssel bekommen? Dabei geht es längst um mehr als um Subventionen. Landwirtschaft ist auch eine Frage von Ernährungssicherheit, Klimaanpassung, Artenschutz und Wassermanagement. Gerade in Brandenburg, wo Wasser zunehmend zum knappen Gut wird, stellt sich die Frage: Welche Landwirtschaft wollen und brauchen wir in Zukunft? Darüber spreche ich mit Johannes Funke, dem agrarpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag. Er kennt die Landwirtschaft nicht nur aus der Politik, sondern kommt selbst aus diesem Fach. Und natürlich geht es auch diesmal um den Menschen hinter der Politik: Johannes Funke stellt sich dem Fontane-Fragebogen.

  • Neuer EU-Haushalt – weniger Geld für Brandenburg?

    04.09.202641:00

    Die Europäische Union steht vor einer gewaltigen finanziellen und politischen Weichenstellung: Für die Jahre 2028 bis 2034 wird ein neuer mehrjähriger Finanzrahmen vorbereitet. Die Kommission schlägt dabei eine grundlegende Neuordnung der bisherigen Förderstruktur vor. Für Regionen wie Brandenburg könnte das erhebliche Folgen haben. Dr. Peter Ulrich, Politik- und Verwaltungswissenschaftler an der Universität Potsdam, forscht zu Europa, Regionalentwicklung und den Auswirkungen europäischer Politik auf Brandenburg. Im Gespräch erklärt er, warum er die geplante Umstrukturierung kritisch sieht – und weshalb sich dadurch Förderprozesse erheblich verlängern könnten. Darum geht es in dieser Folge: Was steckt hinter dem neuen EU-Finanzrahmen 2028–2034? Warum will die Europäische Kommission die Förderpolitik neu strukturieren? Was könnte sich dadurch für die Regionen verändern? Warum befürchtet Dr. Peter Ulrich längere und kompliziertere Förderverfahren? Kommt künftig tatsächlich weniger EU-Geld in Brandenburg an? Zum Schluss wird es persönlich: Dr. Peter Ulrich stellt sich dem Fontane-Fragebogen.

  • Geflüchtete Frauen auf dem Weg zum Arbeitsmarkt

    21.08.202648:47

    Ein Vorstellungsgespräch üben, Kompetenzen sichtbar machen, Türen öffnen: Das EU-geförderte Projekt FREE begleitet Frauen mit Migrationserfahrung auf ihrem Weg in Arbeit. Was passiert, wenn eine Frau zwar Berufserfahrung und jede Menge Fähigkeiten mitbringt, aber trotzdem Schwierigkeiten hat, auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen? Genau hier setzt FREE – Frauen, Ressourcen Erkennen und Einbringen an. Das Brandenburger Projekt unterstützt Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung dabei, ihre Kompetenzen zu erkennen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und konkrete Schritte in Richtung Ausbildung und Arbeit zu gehen. In dieser Reportage schauen wir FREE bei der Arbeit über die Schulter: Projektleiterin Melanie Buschow erzählt, wie die Beratung funktioniert – und warum die Nachfrage inzwischen größer ist als die vorhandenen Beratungskapazitäten. Wir erleben außerdem, wie Melanie Buschow mit einer geflüchteten Ukrainerin ein Vorstellungsgespräch übt. Und wir lernen eine weitere Ukrainerin kennen: eine Softwareentwicklerin, die in Deutschland einen Arbeitsplatz sucht und dabei mit einer ganz anderen Herausforderung konfrontiert ist als mit fehlender Qualifikation. Was bringen Frauen mit, die nach Deutschland geflüchtet oder eingewandert sind? Welche Hürden stehen ihrem Einstieg in den Arbeitsmarkt im Weg? Und was kann ein Projekt wie FREE bewirken? Eine Reportage über berufliche Chancen, über ungenutzte Potenziale – und darüber, wie europäische Förderung ganz konkret in Brandenburg ankommt. Brandenburg talks EU: Krass europäisch! ist ein Podcast des Europa-Zentrums Potsdam der BBAG e.V., realisiert von Stefanie Schuster / Mitten in Medien. Die Podcastreihe wird mit Mitteln der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

  • Wie wird man Europäer?

    07.08.202639:41

    Jeden Morgen überqueren in Frankfurt (Oder) Hunderte Studierende eine Brücke. Für viele ist der Grenzübertritt zwischen Deutschland und Polen längst Alltag. Doch entsteht daraus automatisch ein europäisches Bewusstsein? Oder muss europäische Identität wachsen – durch gemeinsame Erfahrungen, Begegnungen und geteilte Werte? Darüber spricht Stefanie Schuster mit Professor Timm Beichelt, Europa-Experte an der Europa-Universität Viadrina. Seit mehr als 25 Jahren erforscht er, wie Europa zusammenwächst und was Menschen über nationale Grenzen hinweg verbindet. Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist das internationale Forschungsnetzwerk ValEUs, das Professor Beichelt gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus mehreren europäischen Ländern leitet. Das Projekt untersucht, welche gemeinsamen Werte Europa heute tragen, wie sie in unterschiedlichen Gesellschaften gelebt werden – und welche Rolle sie für den Zusammenhalt der Europäischen Union spielen. Kann eine Universität tatsächlich dazu beitragen, dass Menschen sich als Europäerinnen und Europäer verstehen? Außerdem lernen wir auch den Menschen hinter der Wissenschaft kennen – im Brandenburg-talks-EU-Fontane-Fragebogen.

  • Arbeiten ohne Grenzen in Europa

    24.07.202640:30

    Ein Job in Schweden, eine Ausbildung in Dänemark oder der berufliche Neustart in den Niederlanden? Die Arbeitnehmerfreizügigkeit macht Europa zu einem gemeinsamen Arbeitsmarkt – doch der Weg ins Ausland wirft viele Fragen auf. Wie finde ich seriöse Stellenangebote? Werden Berufsabschlüsse anerkannt? Und was gilt bei Steuern, Sozialversicherung und Rente? In dieser Folge von „Brandenburg talks EU: krass europäisch!“ spricht Stefanie Schuster mit Anja Falkenberg, EURES-Beraterin in Potsdam. Sie erklärt, wie das europäische Netzwerk EURES Menschen seit mehr als 30 Jahren dabei unterstützt, den Schritt ins europäische Ausland erfolgreich zu wagen – mit praktischen Tipps, wertvollen Erfahrungen und Antworten auf die wichtigsten Fragen rund ums Arbeiten in Europa. Und natürlich verrät sie im Fontane-Fragebogen auch, welche Grenzerfahrungen sie persönlich geprägt haben.

  • Der größte Schritt beginnt mit einer Reise

    12.07.202646:18

    Vier Wochen im Ausland arbeiten – für viele junge Menschen ist das spannend. Für andere scheint es zunächst kaum vorstellbar. Im Oberlin-Berufsbildungswerk in Potsdam lernen Jugendliche mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen, im Autismus-Spektrum oder mit Lernschwierigkeiten einen Beruf. Jedes Jahr wagen 16 von ihnen einen besonderen Schritt: Mit Erasmus+ verbringen sie vier Praktikums-Wochen in Italien oder in Polen. Diese Reportage begleitet die Verleihung des Europass-Zertifikats und lässt die Menschen zu Wort kommen, die diese Erfahrungen möglich machen – engagierte Lehrerinnen und vor allem die Jugendlichen selbst. Sie erzählen von Unsicherheit, Mut, Selbstvertrauen und davon, warum Europa manchmal genau dort beginnt, wo man sich zum ersten Mal etwas zutraut. Eine Folge über Inklusion, Bildung und die Kraft europäischer Begegnungen.