Brandenburg talks EU: Krass europäisch
Brandenburg talks EU: Krass europäisch

Brandenburg talks EU: Krass europäisch

Stefanie Schuster


Podcast, Unterhaltung

Manchmal scheint die Europäische Union ganz schön weit weg zu sein! Von Potsdam nach Brüssel sind es etwa 720 Kilometer - und von der Lausitz aus etwa 850. Goldene Sterne auf blauem Fahnengrund sieht man im nüchternen Brandenburg eher selten! Aber eigentlich ist die EU längst in Brandenburg angekommen - und umgekehrt! Dieser Podcast begibt sich auf Spurensuche - und fördert erstaunliches zutage: Etwa gigantische Wissenschaftsparks samt begeisterten, engagierten Europäerinnen und Europäern - hören Sie doch einfach mal rein!

Alle Folgen

  • Arbeiten ohne Grenzen in Europa

    24.07.202640:30

    Ein Job in Schweden, eine Ausbildung in Dänemark oder der berufliche Neustart in den Niederlanden? Die Arbeitnehmerfreizügigkeit macht Europa zu einem gemeinsamen Arbeitsmarkt – doch der Weg ins Ausland wirft viele Fragen auf. Wie finde ich seriöse Stellenangebote? Werden Berufsabschlüsse anerkannt? Und was gilt bei Steuern, Sozialversicherung und Rente? In dieser Folge von „Brandenburg talks EU: krass europäisch!“ spricht Stefanie Schuster mit Anja Falkenberg, EURES-Beraterin in Potsdam. Sie erklärt, wie das europäische Netzwerk EURES Menschen seit mehr als 30 Jahren dabei unterstützt, den Schritt ins europäische Ausland erfolgreich zu wagen – mit praktischen Tipps, wertvollen Erfahrungen und Antworten auf die wichtigsten Fragen rund ums Arbeiten in Europa. Und natürlich verrät sie im Fontane-Fragebogen auch, welche Grenzerfahrungen sie persönlich geprägt haben.

  • Der größte Schritt beginnt mit einer Reise

    12.07.202646:18

    Vier Wochen im Ausland arbeiten – für viele junge Menschen ist das spannend. Für andere scheint es zunächst kaum vorstellbar. Im Oberlin-Berufsbildungswerk in Potsdam lernen Jugendliche mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen, im Autismus-Spektrum oder mit Lernschwierigkeiten einen Beruf. Jedes Jahr wagen 16 von ihnen einen besonderen Schritt: Mit Erasmus+ verbringen sie vier Praktikums-Wochen in Italien oder in Polen. Diese Reportage begleitet die Verleihung des Europass-Zertifikats und lässt die Menschen zu Wort kommen, die diese Erfahrungen möglich machen – engagierte Lehrerinnen und vor allem die Jugendlichen selbst. Sie erzählen von Unsicherheit, Mut, Selbstvertrauen und davon, warum Europa manchmal genau dort beginnt, wo man sich zum ersten Mal etwas zutraut. Eine Folge über Inklusion, Bildung und die Kraft europäischer Begegnungen.

  • Koffer packen für die Karriere

    26.06.202636:17

    Als Studentin zog es Jana Böse von Berlin nach Oxford - ein Aushang, zwei Stunden Bewerbungsfrist und niemand sonst, der sich traute. Die Auslandserfahrung prägte sie so sehr, dass sie sich damals ein Versprechen gab: Später möchte sie anderen ähnliche Chancen eröffnen. Heute begleitet sie bei der IHK Potsdam Auszubildende auf ihrem Weg ins europäische Ausland. In dieser Folge spricht sie über Erasmus für Azubis, persönliche Entwicklung und warum ein Praktikum im Ausland oft mehr verändert als nur den Lebenslauf.

  • Für das beste Europa aller Zeiten

    12.06.20261:05:26

    Die Europäische Union ist ein Kind, das nicht einer Liebesheirat entstammt - sondern eher aus einer Vernunftehe. Und irgendwie klebt diese Herkunft dem heute größten demokratischen Wirtschaftsraum immer noch wie ein Fettfleck im Stammbaum. Doch die Krisen, die zur Gründung der EU geführt haben - die haben die DNA der Wirtschaftsunion gleichzeitig auch resilienter gemacht, finden die Europa-Influencer Katja Sinko und Peter Jelinek. Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen könnte man daher eigentlich genauso gut nach vorne sehen und mal darüber nachdenken, wie das beste Europa aller Zeiten eigentlich sein könnte. Einheitlicher in der Verwaltung? Leichter zu durchqueren per Bahn? Mit einem Anspruch auf Europa-Reise-Zeit für alle? In ihrem Buch "Das beste Europa aller Zeiten. Unerhörte Ideen für ein besseres Morgen" (erschienen im Oekom-Verlag 2026, 16 Euro) haben sie einiges zusammengetragen, was sich breit diskutieren lässt.Im Gespräch mit Host Stefanie Schuster geben sie eine kleine Kostprobe.

  • Ohne Wissenschaftsfreiheit keine Demokratie

    29.05.20261:00:32

    Der EU-Parlamentarier Dr. Christian Ehler (EVP) gehört zu den entschiedensten Verfechtern der Wissenschafts- und Forschungsfreiheit innerhalb der Europäischen Union. Er warnt: Werden sie eingeschränkt, ist auch die Demokratie in Gefahr - denn autokratische Systeme streben als erstes danach, die Welt nach ihren eigenen Vorstellungen zu ordnen, wie die Beispiele Polen und Ungarn in der Vergangenheit ziegten. Um die Einschränkung der Wissenschaft in Zukunft zu verhindern, müsse Europa jetzt gezielte Maßnahmen ergreifen, plädiert er. Und dazu gehöre auch, die Informationsfreiheit der Europäerinnen und Europäer zu sichern - alle Qualitätsnachrichten sollen künftig alle 1:1 in allen Sprachen verfügbar sein - im größten Multilanguage-Modell der Welt, entwickelt in und für Europa.

  • PIK-Direktor Ottmar Edenhofer: Energiekrise eine Chance für Klimapolitik

    08.05.202639:46

    Der Direktor des Potsdamer Institutes für Klimafolgenforschung arbeitet seit einem Vierteljahrhundert daran, die Klimaerwärmung zu begrenzen - und ihre ökonomischen Folgen abzufedern. Zu seinen Aufgaben gehört jedoch nicht nur die Forschung, sondern vor allem die Beratung - von Fachministern, Staatsoberhäuptern, Regierungschefs - selbst Papst Franziskus gehörte zu jenen, die seine Expertise suchten. In der Enzyklika Laudato Si steckt also auch ein Stückchen Brandenburg - und eine große Portion Edenhofer. Ebenso im Green New Deal der EU. Doch wie wirkungsvoll ist Politikberatung überhaupt? Und kann man damit die Welt retten? Im Interview gibt Ottmar Edenhofer Einblicke in eine Szene, die man sonst nicht sieht.