Dieses Licht, das man nicht mit den Augen sehen kann
Dieses Licht, das man nicht mit den Augen sehen kann

Dieses Licht, das man nicht mit den Augen sehen kann

Bruder Klaus - Der Podcast


15.08.2026 • 37 Min.

Pfarrer Stephan Urfer aus Kerzers im Kanton Freiburg ist das beste Beispiel dafür, dass der Weg zu Gott nicht geradlinig sein muss – er ist vielmehr bunt, überraschend und voller Musik. Stephan Urfer hat eine Lebensgeschichte, die aufhorchen lässt. Er war zunächst Zoofachverkäufer, wollte Tierpfleger werden, aber dann nahm die Musik seinen ganzen Weg ein. Er studierte am Konservatorium und wurde Tenorsänger. Beides kein typischer Weg zum Pfarramt. Mit 23 Jahren, während einer Zeit in Westafrika, erlebte er etwas, das er selbst mit einer „Himmelsleiter" beschreibt – ein echtes Erweckungserlebnis. Und das änderte alles. Stephan studierte sowohl katholische als auch evangelische Theologie – in Fribourg und Bern. Er verbrachte eine Zeit in einem Kloster in Irland. Und heute? Ist er reformierter Pfarrer in Kerzers – an einer Grenze, wie er sagt. An der Grenze zwischen seinen beiden Welten. Stephan Urfer ist überzeugt: Die Kirche braucht wieder Leben, wieder Geist, wieder Musik. Bei seiner Einsegnung legte er einen Heißluftballon in den Kirchenraum und sagte: „Der Kirche ist die Luft ausgegangen. Da muss wieder Leben rein!" Nun führt er freitags Abendandachten durch mit Musik, Gebeten und Stille – inspiriert vom Geist von Taizé. Seine Kirche ist offen. Er selbst ist verfügbar. Musik und Spiritualität gehen zusammen. Und was hat das mit dem Heiligen Niklaus von Flüe zu tun? Stephan Urfer erklärt das.