"Ich bin die, die da ist": Hildegard Aepli, Theologin aus St. Gallen
"Ich bin die, die da ist": Hildegard Aepli, Theologin aus St. Gallen

"Ich bin die, die da ist": Hildegard Aepli, Theologin aus St. Gallen

Bruder Klaus - Der Podcast


Vor 2 Tagen • 37 Min.

In dieser Folge haben wir eine besonders engagierte Gesprächspartnerin zu Gast: Hildegard Aepli, eine Schweizer Theologin aus St. Gallen, die sich einer der faszinierendsten – und lange vergessenen – Frauengestalten der Schweizer Kirchengeschichte widmet: der heiligen Wiborada. Hildegard Aepli arbeitet seit 2012 im Pastoralamt des Bistums St. Gallen und ist Seelsorgerin der Kathedrale. Sie ist aber vor allem bekannt für ein kühnes Projekt: 2021 rief sie „Wiborada 2021-2026" ins Leben –Gedenkjahre für die erste Frau, die überhaupt kanonisch heiliggesprochen wurde. Wiborada lebte vor etwa 1.000 Jahren als Inklusin – also eingemauert in einer Zelle an der Kirche St. Mangen. Was für eine Frau: Sie warnte ihr Kloster vor einem Überfall der Ungarn, rettete Mönche, Menschen und die kostbare Stiftsbibliothek. Trotzdem ist sie in der Schweiz weitgehend vergessen, ganz anders als Bruder Klaus – ein Skandal für Hildegard Aepli. Wie geht man damit um? Man lässt sich selbst eine Woche lang in eine solche Zelle sperren! Und genau dies hat Hildegard Aepli getan. Am Kirchengebäude St. Mangen befindet sich - noch - eine moderne Nachbildung von Wiborradas Zelle, und Hildegard war die erste, die sich dort einschließen ließ. Sie erzählt, was sie dort erlebt hat – und wie man ein fast tausendjähriges Vermächtnis wiederentdeckt.