Frust im Angriff und Überraschung im Vorstand
Frust im Angriff und Überraschung im Vorstand

Frust im Angriff und Überraschung im Vorstand

Chemie kennt keine Liga


Vor 4 Tagen • 32 Min.

In der 54. Folge des HFC-Podcasts „Chemie kennt keine Liga“ analysieren Host Julius Lukas und MZ-Sportchef Fabian Wölfling die aktuellen sportlichen und vereinspolitischen Entwicklungen beim Halleschen FC. 2.700 Einsatzminuten, aber nur ein Tor Den Auftakt bildet die sportliche Lage nach dem eher enttäuschenden 1:1 bei Babelsberg 03. Zwar verbuchte der HFC sieben Punkte aus drei Spielen, spielerisch offenbarten sich jedoch erneut erhebliche Defizite. Trainer Robert Schröder kritisierte die mangelnde Durchschlagskraft und Konzentration in der Offensive scharf. Exemplarisch dafür stand eine vergebene Dreifachchance. Zudem werfen die Angreifer Fragen auf: Sieben Offensivspieler erzielten in zusammen über 2.700 Einsatzminuten lediglich ein Tor. Für Verwunderung sorgte das Fehlen von Top-Torjäger Bocar Baro, der laut Trainer aus disziplinären Gründen eine Denkpause erhielt. Gerüchte über eine tätliche Auseinandersetzung blieben unbestätigt. Überraschung bei der Vorstandswahl Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Mitgliederversammlung. Präsident René Walter wurde mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Für eine faustdicke Überraschung sorgte jedoch das Scheitern von Urgestein Andreas Muth, der die Wiederwahl in den Vorstand verpasste. Als Neuzugänge rückten Jacqueline Müller und Steffen Baum in das Gremium auf, während Oliver Kühr und Oliver Sock nun als Vizepräsidenten fungieren. Wirtschaftlich ist der Club stabil, auch wenn ein negatives Eigenkapital von etwa 500.000 Euro aus der letzten Drittliga-Saison nachwirkt. Walter sprach Trainer Schröder und Sportchef Unger demonstrativ das Vertrauen aus. Ein neues Leitbild soll nun per Mitgliederbefragung entstehen. Zudem thematisieren die HFC-Podcaster die Debatte um die Regionalliga-Reform. Nach vergeblichen Anläufen soll am 18. Dezember ein außerordentlicher DFB-Bundestag über das „Kompassmodell“ entscheiden. Abschließend blicken beide auf das anstehende prestigeträchtige Duell gegen Carl Zeiss Jena im heimischen Stadion sowie anschließend gegen Zwickau auswärts. Beide Spiele werden auf dem neuen Streamingportal der MZ zu sehen sein.