Die schläfrige Demokratie – Diana Kinnert über die Achtsamkeitsfalle
Damit die Guten gewinnen
03.07.2026 • 1 Std. 2 Min.
Diana Kinnert gehört zu den ungewöhnlichsten Stimmen im deutschen Politikbetrieb. Seit fast 15 Jahren CDU-Mitglied, aufgewachsen in Wuppertal, Büroleiterin von Peter Hintze mit 24 – und heute Autorin, Herausgeberin beim Medienhaus Pioneer und unbequeme Beobachterin der eigenen Partei. In dieser Folge von „Damit die Guten gewinnen" sprechen Thomas Mühlnickel und Diana Kinnert über die Momente, die politische Haltung formen: Was es bedeutet, wenn die eigene Partei am Holocaust-Gedenktag Standing Ovations für einen Entschließungsantrag gibt, der Remigration normalisiert. Wo für Diana persönlich die rote Linie liegt. Und warum sie trotz allem noch CDU-Mitglied ist. Darüber hinaus geht es um das Große: Welchen Fortschrittsbegriff braucht Europa wirklich – jenseits von KI-Hype, Mondmissionen und Koffein-Mundsprays? Was macht soziale Infrastruktur aus – Kneipen, Nachbarschaften, Gemeinschaft? Und warum sind Plattformmonopole im Kern antimarktwirtschaftlich? Und dann ist da noch „Die Achtsamkeitsfalle", Dianas neues Buch. Eine gesellschaftspolitische Analyse dessen, wie wir systemisches Versagen auf Individuen abwälzen – und warum Supplements, Schlaftracker und Infrarotmasken kein Ersatz für kollektiven Widerstand sind. Ein Gespräch mit intellektueller Tiefe, persönlicher Offenheit und dem festen Glauben: Einfach Mensch sein – das ist ein politisches Ziel.